Ziviler Ungehorsam eines Bienenzüchters gegen Staat und Gentechnik-Konzerne
Samstag, 29. August 2009-17:01 -|- Eingestellt von: Julie |
Lieber Knast als 1000 Euro Ordnungsstrafe: Bio-Imker und Gentechnik-Gegner als Volksheld bejubelt.
Es gibt Vorgänge, die Staatsbeamte nie verstehen werden. Plötzlich wird ein in ihren Augen krimineller und verurteilter Mann zum populären Volkshelden.
Diese sich entwickelnde Eigendynamik der Solidarität mit dem Angeklagten ist verständlich und tritt eben deswegen auf, weil Regierunsbehörden gesetzliche Regelungen zulassen, die gegen das Wohlergehen der Bevölkerung im Interesse sinnloser Gentechnikprofiteure gerichtet sind.
Dann braucht man sich nicht zu wundern, dass einem ganz normalen Mann, der sich eigentlich ansonsten um seine tägliche Arbeit – die Imkerei – kümmert, der Kragen platzt und sich mit zivilem Ungehorsam wehrt.
Bleibt er seinem Standpunkt treu und wehrt sich mit den ihm verbleibenden Möglichkeiten gegen die auf ihn hereinbrechende Justiz, kann er sich der ungeteilten Sympathie vieler Menschen sicher sein.
Schon viele Volkshelden wurden im Laufe der Geschichte so geboren.
Michael Grolm, Bio-Berufsimker aus Tonndorf, trat gestern seinen Weg ins Gefängnis fast als ein solcher an. Fernsehteams und Fotografen waren nach Weimar gekommen, um über den neuen Helden zu berichten. Trotz der frühen Morgenstunde nach sieben Uhr waren schon weit mehr als zweihundert Menschen versammelt, um ihn moralisch zu unterstützen, darunter 30 Imker aus allen Teilen der Bundesrepublik im Imkeranzug und mit Smoker, Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt, Bündnisgrüne aus Weimar und dem Weimarer Land sowie viele Landwirte, berichtet die Thüringer Landeszeitung.
Aus seinem Ort kam die Tonndorfer Schlosskapelle “Tuba Libre” (welch passender Name) angereist und machten gemeinsam mit Trommlern mit gehörigem Klangaufwand auf dieses Ereignis solidarisch aufmerksam.
Herr Grolm selbst kam per Traktor angereist.
Die Schuld, die Herr Grolm in den Augen des Staates auf sich geladen hat, besteht darin, dass er sich im Jahre 2007 gemeinsam mit anderen Gentechnikgegnern im Oderbruch an einer sogenannten “Feldbefreiung”, das heisst, dem weiteren Wachstum der dort ausgebrachten gentechnisch veränderten Pflanzen ein Ende bereitet hat.
So etwas tut ein Imker nicht aus Spass, sondern hier handelt es sich um reine Notwehr um berechtigte Sorge zu seiner drohenden künftigen beruflichen Existenzvernichtung als Produzent von gentechnikfreien Honig.
Daraufhin wurde er gerichtlich zu 1000 Euro Strafe verurteilt, da er diese nicht bezahlen will, heisst es nun dafür zwei Tage Ordnungshaft. Da er auch keinen Offenbarungseid leisten will, folgte eine Terminvorladung zum Gerichtsvollzieher. Diesen sollte er gestern im Gerichtsvollzieherbüro Markloff und Rothmann in Weimar leisten, zu dem er von einem Polizisten hingeführt wurde. Zu diesem Termin brachte der Imker einen Koffer und eine Bienenbeute mit.
Den Offenbarungseid leistete er nicht und bekam dafür Handschellen! wie ein Schwerstkrimineller angelegt und musste eine Reise ins Gefängnis nach Suhl-Goldlauter zur Erzwingungshaft antreten, für wie lange, ist noch nicht bekannt, hiess es.
Jubel und Beifallsbekundungen begleiteten ihn. Eine Rede konnte Herr Grolm auch an seine Unterstützer richten
“Achtzig Prozent der Menschen wollen keine Gentechnik. Niemand außer ein paar Konzernen will das Zeug. Ich appelliere an die Politik, auf Gentechnik in der Landwirtschaft zu verzichten, damit die Jugend gern Landwirt, Gärtner oder Imker wird. Imkern zuzumuten, ihre Bienen auf unbelasteten wie auf Feldern mit gentechnisch veränderter Saat ausschwärmen zu lassen, das sei so, als halte man Wolf und Schafe gemeinsam. Eine Biene lege bei einem Pollenflug eine Entfernung von sieben Kilometern zurück: Was nützen da 150 Meter Abstand zwischen herkömmlicher und veränderter Saat?”
“Ich gehe ins Gefängnis, um mir neue Aktionen gegen Gentechnik auszudenken. Denn die Gedanken sind frei.”
Sehen Sie auch dieses Video zur Verflechtung von Monsanto mit deutschen Behörden zum Thema und die Erklärung des Deutschen Imkerbundes.
Quelle: Netzwerkpartner Radio Utopie
Quelle Bild: von gedankenstuecke via Flickr. CC Lizenz
Quelle: TLZ – Ein Imker hinter Gittern
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Kategorie » Deutschland, Umwelt/Klima « | Tags » Gefängnis, Gentechnik, Gesellschaft, Imker, Ordnungsstrafe «
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1 Kommentare
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Thomas Lüdtke 29.08.2009 um 20:03 Uhr
Denn die Bienen müssen "geimpft" werden.…Bienen könnten eine "Schweinegrippe" auslösen…deshalb wollen auch viele "Junkimker" nicht mehr weitermachen…wer impft denn bitteschön die Wildbienen oder die Hummeln??
Es steht nur eines dahinter: Die Wildbienen werden künstlich dezimiert, weil, der Honig ist ja im Sinne des "Codex allimentari…blah blah" (wie wird das eigentlich geschrieben??) ein zu gesundes Zeug…das ja der aufgezwungenen Mangelernährung nicht konform geht.…6,3 Milliarden Menschen auf der Erde wegzubringen…natürlich muss auch der Honig weg, denn: Wildbienen und Hummeln lassen sich nun mal nicht wie Honigbienen verführen, uns in rauhen Mengen Honig für die Gesundheit abzugeben ( wenn auch nicht freiwillig und für ein wenig Zuckerwasser)…eigentlich sind die doch blöd: Könnten uns doch ihren "Gentechnikverseuchten Honig" als besonders gesund verkaufen…dann kämen sie viel schneller und einfacher als über Zwangsimpfung an ihr Ziel…wer sind "die" eigentlich?? Versteht ihr,
die hier eine "Neue Weltordnung" einführen wollen, mit RFID-Chip und Sklavenhaltung von "läppischen" 500 Mio Weltbevölkerer…jedoch können sie uns zwar töten, unsere Seele kriegen sie nicht…Bewußtsein ist Energie und Energie geht nie verloren…und: Sie selbst werden mit uns untergehen !!! Selbst wenn es erst in etlichen Jahrzehnten soweit sein wird…sie gehen mit uns !!!
Licht und Liebe allen derzeit von unrechtlichen Urteilen (seit 1990)
in der OMF-BRD geschändeten.…aber, meine Oma Ida sagte schon zu Lebzeiten…das jüngste Gericht wird kommen…




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