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Das Geschäft mit der Schweinegrippe – Wem hilft Tamiflu?

Sonntag, 30. August 2009-15:32 -|- Eingestellt von: |

タミフル / Tamiflu von CookieMVon Jan Karl-​Heinz Bihy

Seit Wochen ver­breiten Medien und Gesund­heits­be­hörden Alarm­stim­mung wegen der Schwei­ne­grippe, auch Neue Grippe genannt. Die Weltgesundheits-​organisation hat die höchste Pan­de­mie­stufe ausgerufen.Als Wun­der­mittel gegen diesen neuen Virus wird das Grip­pe­me­di­ka­ment Tamiflu gepriesen.

Dabei ist zwei­fel­haft, ob das Mittel wirk­lich so wirkt, wie pro­pa­giert wird. Ent­wi­ckelt wurde das Medi­ka­ment für die ganz nor­male Grippe. Seit der Hys­terie um die Vogel­grippe macht der Phar­ma­kon­zern Roche ein Rie­sen­ge­schäft mit Tamiflu.

„Das ist über­haupt nicht belegt, ob Tamiflu über­haupt in irgend­einer Form der Grippe jemals einen Todes­fall ver­hin­dert hat. Wir wissen nicht mal aus der Vogel­grippe, wo es relativ breit­flä­chig ein­ge­setzt wurde, ob es über­haupt eine Wirk­sam­keit hatte.“

Prof. Bernd Mühl­bauer, Institut für Phar­ma­ko­logie Bremen

Auch das Ver­spre­chen, Tamiflu redu­ziere in großer Zahl schwere Kom­pli­ka­tionen wie Lun­gen­ent­zün­dung, sei über­trieben. Zu wenige Pati­enten pro­fi­tierten wirk­lich davon. Ver­gessen werden oft die Neben­wir­kungen, die Tamiflu auch hat.

Ein noch grö­ßeres Pro­blem: Viele Grippe-​Virenstämme sind mitt­ler­weile gegen Tamiflu resis­tent, das Medi­ka­ment kann dann nicht wirken. Das belegen neue Daten aus den USA und auch aus Deutsch­land. Für Prof. Stich­te­noth von der medi­zi­ni­schen Hoch­schule Han­nover ist das eine beun­ru­hi­gende Entwicklung.

“Die Daten der letzten Grip­pe­saison zeigen, dass wir etwa 90 Pro­zent Resis­tenz eines der wich­tigsten Grip­pe­stämme gegen­über Tamiflu haben. Das ist ein dra­ma­ti­scher Anstieg gegen­über der vor­an­ge­gan­genen Saison und zeigt, wie rasch diese Grip­pe­viren Resis­tenzen ent­wi­ckeln können. Und genau das befürchtet man auch bei der Schweinegrippe.“

Prof. Dirk Stich­te­noth, Phar­ma­ko­loge, Medi­zi­ni­sche Hoch­schule Hannover

Denn das Schweinegrippe-​Virus ist eng ver­wandt mit den resis­tenten Stämmen.

Trotzdem ver­lassen sich die Bun­des­länder in der Vor­sorge vor allem auf Tamiflu. Sie kaufen weiter für Mil­lionen Euro Vorräte.

Auf den Schutz von Tamiflu ver­traut auch die Ber­liner Gesund­heits­se­na­torin.
Die War­nung vor einer mög­li­chen Resis­tenz des Schweinegrippe-​Virus ist der Sena­torin nicht bekannt. Ihr geht es da wie den meisten ver­ant­wort­li­chen Politikern.

„Im Ein­zelnen kenne ich die Stu­dien natür­lich nicht, die jetzt aktuell auf den Markt kommen, aber ich gehe davon aus, dass unsere Exper­tInnen ganz gut auf der Höhe der Zeit sind und die Aus­sagen auch bewerten können.“

Katrin Lomp­scher (Die Linke), Gesund­heits­se­na­torin Berlin

KON­TRASTE frage dies­be­züg­lich beim Robert-​Koch-​Institut nach:

„Ist das nicht eine trü­ge­ri­sche Sicher­heit, ich weiß eigent­lich noch gar nicht, ob es wirkt und trotzdem setze ich es ein und kaufe es?“

Prof. Jörg Hacker, Prä­si­dent Robert-​Koch-​Institut
„Na ja, es wird ein­ge­setzt, und Sie haben völlig Recht natür­lich, weil es das ein­zige Medi­ka­ment ist, und die ein­zige Medi­ka­men­ten­klasse, von der beschrieben ist, dass sie wirksam ist. Und das ist bei so neuen Situa­tionen, neuen Aus­bruchs­ge­schehen so, dass man natür­lich die Medi­ka­mente ein­setzen muss, die jetzt hier eine Hoff­nung auf Hei­lung versprechen.“

Die obersten deut­schen Gesund­heits­wächter ver­lassen sich also auf Hoff­nung und Versprechen.

Obwohl die Schwei­ne­grippe bisher milder ver­läuft als die nor­male Grippe, raten die Gesund­heits­be­hörden, alle Pati­enten und deren Umfeld mit Tamiflu zu behan­deln. Ein Irr­sinn: weil genau dieser welt­weite, mas­sen­hafte Ein­satz die Resis­tenz gegen Tamiflu noch mehr befördert.

In anderen Län­dern wird schon längst eine öffent­liche Debatte über Tamiflu geführt. Dort warnen Wis­sen­schaftler die Öffent­lich­keit davor, sich auf Tamiflu zu ver­lassen. Doch in Deutsch­land wollen die Behörden das Pro­blem lieber nicht thematisieren.

Das ist der Sitz des renom­mierten, phar­ma­kri­ti­schen Arz­nei­te­le­gramms. Her­aus­geben von dem Arzt Wolf­gang Becker-​Brüser. Er hält es für falsch, dass die Bun­des­länder Tamiflu im großen Stil einkaufen.

„Das Geld, was jetzt aus­ge­geben wird oder aus­ge­geben worden ist für die Ein­la­ge­rung von Tamilfu bei­spiels­weise, ist in meinen Augen sinnlos aus­ge­geben und raus­ge­schmis­senes Geld. Erstmal müsste man eigent­lich belegen, dass man von Tamiflu einen ent­spre­chenden Gegen­wert kriegt, und zwar, dass weniger Men­schen sterben dadurch und dass Fol­ge­er­kran­kungen, schwere Erkran­kungen einer Virus­er­kran­kung nicht pas­sieren. Aber das ist leider nicht belegt.“

Wolf­gang Becker-​Brüser, Her­aus­geber „arznei-​telegramm“

Auch Frontal21 hat ein Län­geres Inter­view mit Wolf­gang Becker-​Brüser geführt das man in der ZDF Media­thek unter Kritik an Schweinegrippe-​Impfung abrufen kann.

Der Phar­ma­kon­zern Roche pro­fi­tiert von der Hys­terie um die Schwei­ne­grippe. Bevor sie auf­tauchte, sind die Ver­kaufs­zahlen von Tamiflu immer mehr gesunken. Wegen der Debatte um die Resis­tenzen stand das Mittel quasi vor dem Aus.

Die Schwei­ne­grippe – ein Glücks­fall für Roche. Seitdem kaufen die Bun­des­länder wieder.

KON­TRASTE liegen E-​mails vor, die Roche an Gesund­heits­mi­nis­te­rien ver­schickte. Als die Pan­de­mie­stufe 4 aus­ge­rufen wurde, for­derte Roche zum Kauf von Tamiflu auf. Das Angebot galt nur ganz kurz: mit Frist von heute 17.Uhr könnten noch ca. 650.000 Packungen Tamiflu gekauft werden. Wenn man das Angebot nicht annehme, der Hin­weis, Zitat:
„Es ist absehbar, dass wir in eine Lie­fer­un­fä­hig­keit geraten könnten.“

Die nächste Mail kam prompt zur Pan­de­mie­stufe 5. Roche erhöht den Druck. Und wieder heißt es:
„Wir räumen den Län­dern neu­er­lich eine Frist bis heute 15 Uhr ein.“

Wer später bestellt, dem könne Roche
„kein defi­ni­tives Lie­fer­datum zusi­chern“, die Lie­fe­rung könne sich dann um „einen Zeit­raum von meh­reren Monaten“ ver­zö­gern und auch von „Lie­fer­un­fä­hig­keit“ ist anschlie­ßend die Rede.

„Das ist so, wie die Pis­tole auf die Brust setzen. Das ist also für einen ethisch han­delnden Phar­ma­be­trieb gar nicht zu recht­fer­tigen so eine Sache. Ich denke, hier soll Druck gemacht werden, damit ein­ge­la­gert wird und bestellt wird, bevor nach­ge­dacht wird. Und das ist eigent­lich eine Sache – das ist unethisch.“

Wolf­gang Becker-​Brüser, Her­aus­geber „arznei-​telegramm“

Wolf­gang Becker-​Brüser, Her­aus­geber „arznei-​telegramm“

Auch Anita Petek vom Verein AEGIS (Aktives Eigenes Gesundes Immun­system) “Imp­fungen: Sinn oder Unsinn” warnt und infor­miert in ihren sehr bemer­kens­werten Vor­trag bei der Anti Zensur Kon­fe­renz (AZK) in der Schweiz!

In einen sehr bewe­genden Vortag gibt Anita Petek sehr detailiertes Hin­ter­grund­wissen über die letzten 200 Jahre Impf­ge­sichte preis, die gene­rell die Prak­tiken der Phar­ma­kon­zerne in ein sehr zwei­fel­haftes Licht stellt!

Recht­liche Immu­nität für die Her­steller von Schweinegrippe-​Impfstoffen

F. Wil­liam Engdahl

Die ame­ri­ka­ni­sche Gesund­heits­mi­nis­terin Kath­leen Sebe­lius hat einen Erlass unter­zeichnet, der den Her­stel­lern von Impf­stoffen gegen die Schwei­ne­grippe voll­stän­dige recht­liche Immu­nität bei allen Straf­ver­fahren garan­tiert, die im Zusam­men­hang mit neuen »Schweinegrippe«-Impfstoffen ange­strengt werden könnten.

Dar­über hinaus wird das sieben Mil­li­arden Dollar teure Eil­pro­gramm der Regie­rung, noch vor Beginn der Grip­pe­saison im Herbst Impf­stoffe gegen die Schwei­ne­grippe auf den Markt zu bringen, ohne die nor­ma­ler­weise übli­chen Sicher­heits­prü­fungen durch­ge­zogen. Geht es viel­leicht bei der offi­zi­ellen, von der WHO geschürten Hys­terie, das soge­nannte H1N1-​Virus zur welt­weiten »Pan­demie« zu erklären, um etwas ganz anderes?

Zunächst einmal hat weder die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion WHO, noch das ame­ri­ka­ni­sche Center for Disease Con­trol (CDC), noch irgendein wis­sen­schaft­li­ches Institut den nötigen wis­sen­schaft­li­chen Beweis für das Vor­liegen des angeb­li­chen Influenza-​A-​H1N1-​Virus erbracht.

Für einen sol­chen Beweis wäre es erfor­der­lich, dass Virus nach wis­sen­schaft­li­chen Kri­te­rien zu iso­lieren, zu bestimmen und mit einem Elek­tro­nen­mi­kro­skop zu foto­gra­fieren – das ist all­ge­meiner wis­sen­schaft­li­cher Stan­dard. Trotzdem nutzt man es jetzt schon, um welt­weit vor einer »Pan­demie« zu warnen.

Die der­zeit von offi­zi­eller Seite geschürte Panik vor einer angeb­li­chen Bedro­hung durch die Schwei­ne­grippe nimmt inzwi­schen Dimen­sionen eines George Orwell’schen Science-​Fiction-​Romans an. Der Erlass, den Minis­terin Sebe­lius soeben unter­zeichnet hat, garan­tiert den Her­stel­lern von Impf­stoffen gegen die Schwei­ne­grippe gemäß dem 2006 in Kraft getre­tenen Gesetz über öffent­li­chen Gesund­heits­not­stand recht­liche Immunität.

“Groß­ver­such an der deut­schen Bevölkerung”

Impf­be­schei­ni­gung – Ärzt­liche Imp­fer­klä­rung Muster pdf zur Rechtssicherheit!

Quelle: Netz­werk­partner Yoi­ceNet

Quelle Bild: von Coo­kieM via Flickr. CC Lizenz

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gelesen: 97 · heute: 2 · zuletzt: 15. Mai 2012

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