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Schweinegrippe: Wie konnte diese Hysterie nur entstehen?

Donnerstag, 03. September 2009-10:04 -|- Eingestellt von: |

Keine Panik!Von Chris­toph Pfluger | Zeitpunkt

Aus einer harm­losen som­mer­li­chen Influ­enza ent­wi­ckelt sich eine gefähr­liche, die ganze Welt bedro­hende Pan­demie – ein Rätsel mit Antworten.

Um den unge­heur­li­chen Vor­gang zu ver­stehen, muss man wissen, dass die Grippe mit einer Mil­li­arde Fällen die häu­figste Krank­heit der Welt ist. Auf der Erde herrscht also gewis­ser­massen ein «Influenza-​Grundrauschen», wie «Impf-​Report»–Her­aus­geber Hans U.P. Tolzin schreibt, mit einer absolut unüber­sicht­li­chen Fülle ständig wech­selnder Formen und 1370 Todes­fällen – pro Tag (WHO)! Viren über­leben im Kampf gegen die Abwehr­stoffe ihrer Wirte nur durch dau­ernde Veränderung.

Der gesunde Men­schen­ver­stand weiss: Ohne Behand­lung klingt eine Grippe nach einer Woche ab, mit Behand­lung nach sieben Tagen. Um spe­zi­fi­sche Prä­pa­rate und Impf­stoffe zu ent­wi­ckeln, arbeiten Labors und Phar­ma­kon­zerne seit der Ein­füh­rung des PCR-​Gentests (PCR = Polymerase-​Chain-​Reaction) in den 80er Jahren sys­te­ma­tisch an der Klas­si­fi­zie­rung der Erreger.

Die Stra­tegie basiert auf der wis­sen­schaft­lich nicht veri­fi­zierten Annahme, dass beim Aus­bruch von Erkäl­tungs­krank­heiten der Erreger die ent­schei­dende Rolle spielt und nicht der Zustand der betrof­fenen Indi­vi­duen. Schliess­lich werden alle Men­schen ständig mit Mil­li­arden von Mikro­or­ga­nismen kon­fron­tiert, wobei immer nur eine Min­der­heit tat­säch­lich krank wird.

Das Denken in Feind­bil­dern ist nach wie vor attraktiv, aber auch ver­schroben: Nach ein­schlä­gigen medi­zi­ni­schen Inno­va­tionen bricht jeweils eine Erreger-​Phobie aus, wie etwa in den 50er Jahren bei der Ver­brei­tung des Peni­cil­lins, als mil­lio­nen­fach Tür­klinken des­in­fi­ziert wurden. Ein biss­chen Geschichts­kenntnis kann helfen, angst­frei zu leben.

Nun ist die Iden­ti­fi­ka­tion der Viren über ein­zelne Abschnitte auf der DNA kei­nes­wegs ein­deutig, auch nicht im Fall der Schwei­ne­grippe. So waren die Erreger, die man im März bei zwei kali­for­ni­schen Kin­dern in 200 Kilo­me­tern Ent­fer­nung fand, gemäss offi­zi­ellen Infor­ma­tionen der ame­rikan­si­chen Seu­chen­be­hörde CDC (Cen­ters for Disease Con­trol) nur «ähnlich» (similar), aber nicht iden­tisch mit denen der später auf­ge­tre­tenen mexi­ka­ni­schen Fälle.

Der Test der CDC, der am 28. April von der CDC unter Umge­hung der nor­malen Prü­fungen an lizen­zierte Labors aus­ge­lie­fert wurde, ist also mit Sicher­heit ungenau: Er iden­ti­fi­ziert unter­schied­liche Viren als Erreger ein und der­selben Krankheit.

Auch das nor­male wis­sen­schaft­liche Pro­ze­dere mit Publi­ka­tionen in Fach­zeit­schriften und Dis­kus­sion in der For­schungs­ge­meinde wurde ausser Kraft gesetzt. Kein Wunder, wenn dann auf der ganzen Welt Fälle von Schwei­ne­grippe auftauchen.

Ein schiefes Licht auf die Geschichte wirft auch die Tat­sache, dass der Pharma-​Konzern Baxter bereits ein halbes Jahr vor Aus­bruch der «Pan­demie» einen Impf­stoff gegen den H1N1-​Virus paten­tieren liess, von den per­so­nellen Ver­flech­tungen zwi­schen WHO, CDC und Pharma-​Konzernen ganz zu schweigen. Man kann also davon aus­gehen, dass die Schwei­ne­grippe als solche real nicht exis­tiert, son­dern bes­ten­falls als Grüpp­chen unbe­deu­tender Influenza-​Formen.

Mass­ge­bend mit­ge­holfen bei der Ver­brei­tung der Hys­terie hat der Trick mit der Namens­ge­bung. Seit rund einem Jahr ist der ent­schei­dende Ein­fluss der Bezeich­nung von Krank­heiten auf die Ver­brei­tung von Angst und Schre­cken wis­sen­schaft­lich erwiesen (M.E. Young u.a.: «The role of medical lan­guage in chan­ging public per­cep­tion of ill­ness». PLoS ONE, 3/​12, 2008, e3875). Ein guter Begriff ist schon die halbe Miete bei der Ver­mark­tung einer «Krankheit».

Auch eine Pan­demie der höchsten Stufe konnte die WHO am 11. Juni nur aus­rufen, nachdem sie im Mai die Kri­te­rien im Schnell­ver­fahren geän­dert und die «hohe Sterb­lich­keit» gestri­chen hatte. Im Influenza-​Grundrauschen mit jähr­lich rund einer halben Mil­lion Todes­fällen (gemäss WHO) ist die Schwei­ne­grippe mit einem Anteil von 0,7 Pro­zent sozu­sagen bedeutungslos.

Und zur Bekämp­fung dieser weit­ge­hend erfun­denen Seuche werden die Regie­rungen dieser Welt, d.h. die Steu­er­zahler, sechs bis zehn Mil­li­arden Euro bezahlen, ohne Berück­sich­ti­gung der volks­wirt­schaft­li­chen Schäden durch die Panik und all­fäl­liger Impfschäden!

Die ganze Schwei­ne­grippe ist also eine Mischung aus wis­sen­schaft­li­chem Humbug, cle­verem Betrug und Mas­sen­hyp­nose. Wer sich die Mühe nimmt und die Quellen stu­diert, kann die Zusam­men­hänge leicht erkennen.

Umso mehr erstaunt, wie die Mas­sen­me­dien, Poli­tiker und Gesund­heits­be­hörden auf der ganzen Welt jeg­li­ches kri­ti­sche Denken aus­ge­schaltet haben, sich hin­ters Licht führen liessen und die Ver­brei­tung der Hys­terie zum Teil unter­stützt haben. Es ist irgendwie unfassbar!

Quelle: Zeit­punkt 

Quelle Bild oben: von Opa­Rolf via Pixelio

Mit freund­li­cher Geneh­mi­gung von “Zeit­punkt” zur Ver­öf­fent­li­chung hier auf Mein Poli​tik​blog​.de

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