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Zeuginnen des Klimawandels treffen sich in New York

5vor12Von Jan Hottmann | Greenpeace

Das UN-Klimatreffen am Dienstag in New York hat ohne konkrete Zusagen für den Klimaschutz geendet. Die Regierungschefs der Welt blieben vage, Bundeskanzlerin Merkel glänzte gar durch Abwesenheit.

Ihre Untätigkeit steht in krassem Gegensatz zu den Geschichten von vier Frauen, die sich diese Woche in New York getroffen haben. In ihrer Heimat erleben sie den Klimawandel am eigenen Leib.

Schon heute sterben jedes Jahr mehr als 300.000 Menschen durch die Folgen des Klimawandels. Mehr als 325 Millionen sind ernsthaft gefährdet. Das zeigt der neueste Bericht des Weltgesundheitsforums. Doch das sind nur Zahlen. Hinter ihnen stecken Menschen und Geschichten.

Die vier Frauen in New York können solche Geschichten erzählen. Sie haben den Klimawandel direkt erlebt, haben ihr Zuhause verloren, ihre Arbeit oder Nahrungsquelle – durch Überschwemmungen, Dürren oder andere Katastrophen.

Sie kommen von überall auf der Welt. Da ist zum Beispiel Constance Okollete aus Uganda. Sintflutartiger Regen zerstörte Häuser und Nahrungsversorgung in ihrem Dorf. Seitdem leidet die Bevölkerung unter einer Hungersnot. Oder Ulamila Kurai Wragg. Sie lebt mit ihrem Mann und vier Kindern auf den Cookinseln im Pazifik. Ihre Heimat ist vom Ansteigen des Meeresspiegels bedroht. Sie fordert die Politiker auf, ihre Notlage anzuerkennen und endlich zu handeln.

Sharon Hanshaw lebt in Biloxi im US-Bundesstaat Mississippi. Über zwanzig Jahre betrieb sie einen Friseursalon und arbeitete als Gemeinderätin. Durch den Wirbelsturm Katrina verlor sie alles. Ihr Haus wurde von Wasser und Schlamm verwüstet. Wenige Monate später räumten Planierraupen den gesamten Block.

Heute befindet sich dort der Parkplatz eines Casinos. Sharon engagiert sich seitdem in der Hilfsorganisation Coastal Women for Change. Sie arbeitet daran, die Gemeinde wiederaufzubauen, die der Wirbelsturm Katrina zerstört hat.

Diese Frauen stehen stellvertretend für unzählige Menschen auf der Welt. Ihre Stimmen dürfen nicht verloren gehen. Auf unserer Internetseite werden wir ihre Geschichten in den folgenden Wochen nach und nach veröffentlichen.

 

 

Quelle: Greenpeace

Quelle Bild: von Kladu via Pixelio

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