Von PPQ | Polit-Platsch-Quatsch
Nach der großen Enttäuschung mit der sogenannten Schweinegrippe, die die in sie gesetzten Hoffnungen als Angstauslöser nie auch nur ansatzweise einlösen konnte, schickt das Umweltbundesamt jetzt ein völlig neues und noch ganz und gar ungetestetes Panik-Produkt ins Rennen um die größte Furcht.
Die mit modernsten Mitteln aus zahlreichen Science-Fiction-Motiven und Horrorfilmen geklonte Sau trägt den Namen "Nano-Partikel" und kommt im medialen Bereich hervorragend an. Nichts Genaues weiß man nicht, dass aber beunruhigt imm am besten: Nach Ansicht der Experten des Umweltbundesamtes (UBA) könnte es sein, dass es sein könnte, dass nicht auszuschließen ist, dass sie die Gesundheit der Konsumenten gefährden. "Betroffen", schreibt die Agentur AFP in einem Anfall von Realismus, seien "unter anderem Nahrungsmittel, Kleidungsstücke und Kosmetika".
In einer Untersuchung hatte das UBA zuvor herausgefunden, dass die Wirkungen der Nanomaterialien in der Umwelt und mögliche gesundheitliche Risiken für den Menschen noch unzureichend erforscht seien. Vor allem die Langzeitwirkungen von Nano-Sonnencremes oder Nano-beschichteten Backschürzen seien nicht bekannt, vermutlich, weil es die Produkte erst seit kurzem gebe. So lange das so sei, empfehle man, Produkte mit den winzigen Partikeln zu vermeiden.
Die Politik sei gefordert, rechtliche Rahmenbedingungen für den sicheren Umgang mit Nanomaterialien zu schaffen. Eine Kennzeichnungspflicht und ein Melderegister für Produkte mit Nanopartikeln müssten vorgeschrieben werden. Dort würden dann Produkte registriert, die etwa in Textilien das Wachstum von Bakterien hemmen, auf Schokoriegeln die Bildung eines leckeren Grauschleiers zu unterdrücken oder in Sonnencremes bräunende UV-Strahlen abhalten.
Nanotechnisch optimierte Kunststoffe können das Gewicht bei Autos oder Flugzeugen senken, berichtet das Umweltbundesamt, sie sparten damit Treibstoff, wer sie esse, müsse aber damit rechnen, pro Nanopartikel den milliardsten Teil von einem Meter zu essen, was einem Millionstel Millimeter entspreche.
Diese Teile hätten "andere physikalische Eigenschaften als größere Teilchen desselben Stoffs". Die rasch wachsende Zahl von Produkten, die auf den Markjt komme, wirke sich "vermutlich positiv auf Umwelt und Wirtschaft aus", heißt es. Dabei würden Nanopartikel aber vermehrt in Boden, Wasser und Luft verbreitet, wo sie die natürlichen Bestandteile der Welt verdrängen. Der Mensch nehme sie am Ende häufiger zu sich, nach ersten Schätzungen seien die Atemwege "wahrscheinlich der bedeutendste Aufnahmeweg für Nanopartikel".
Wer Sonnencremes oder Kunststoffteile einatme, dem drängen die Partikel bis tief in die Lunge vor, wo sie Entzündungen auslösten, von denen man aber noch nicht sagen könne, ob sie zu leichtem Husten oder bis zum Tode führten. Aus Nanopartikeln nachgebildete Eigenschaften der Lotusblüte, wie sie in Poliermitteln und Scheibenreinigern verwendet würden, jedoch könnten nachgewiesenermaßen zu schweren Fällen von Buddhismus führen.
Wichtig sei jetzt, Angst zu haben, heißt es aus Nanokreisen, empfohlen werde, keine LED-Lampen mehr zu verwenden, Nano-Lacke zu meiden und keinen Nano-Lackreiniger aus der Car-Line mehr zu trinken. Dann werde auch bald eine Impfung angeboten, die Nanoallergikern auf Wunsch auch als Ipod Nano in audibler Form verabreicht werden könne. Lotusblüten sollten gemieden werden, das Nanogebet "Om Mani Padme Hum" hingegen müsse der Gesetzgeber schnellstmöglich auf die Liste der gesundheitsgefährdenden Begriffe setzen.
Quelle: Polit-Platsch-Quatsch
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