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NWO und anderer Verschwörungsunsinn

Samstag, 07. November 2009-14:25 -|- Eingestellt von: |

Jochen Hoff | Duckhome

Ver­schwö­rungs­theo­rien sind eine feine Sache. Man kann sich wun­derbar mit ihnen beschäf­tigen und mit etwas Fleiß findet man auch ständig neue Beweise die sie unter­mauern. Man kann mit ihnen viel Zeit ver­bringen und sich richtig glück­lich machen, dadurch dass man sich ständig selbst beweist. Ein erfülltes Leben.

Selbst­ver­ständ­lich gibt es Ver­schwö­rungen, Ver­ab­re­dungen zu Ver­bre­chen, Mord und Mas­sen­mord. Aber man­ches ergibt sich auch ganz ein­fach so. Grippe ist für die Phar­ma­in­dus­trie ein gutes Geschäft. Das gilt für alle. Des­halb müssen die Vor­stände der Phar­ma­in­dus­trie auch nicht zusammen sitzen um zu beschließen, die jähr­lich große Kam­pagne gegen die Grippe zu beschließen. Das ergibt sich automatisch.

Sie müssen auch die Medien nicht kaufen. Die wissen eh, was sie an der Phar­ma­wer­bung haben. 20.000 Tote brachte die ganz nor­male Grippe 2002 in Deutsch­land. Heute sind 9 Tote bei der Schwei­ne­grippe schon eine rie­sige Schlag­zeile in allen Medien. Ist das Ver­schwö­rung. Nein das ist Geschäft. Sogar ein sehr gutes Geschäft. Auch für die Medien. Sie haben ein Thema bei dem sie nichts falsch machen können.

Die Medien müssen sich auch dafür nicht ver­schwören. Die kom­mer­zi­ellen Medien brau­chen Wer­bung und werden also immer denen bei­pflichten von denen sie die Wer­be­ein­nahmen bekommen. Meist sogar mit vor­aus­ei­lendem Gehorsam, weil der am meisten Wer­bung bekommt, der das Haupt am tiefsten beugt. Die in den öffent­lich recht­li­chen müssen sich auch nicht ver­schwören. Sie müssen den Poli­ti­kern zu Diensten sein, die sich ihrer­seits wieder ganz indi­vi­duell an das Kapital ver­kauft haben.

Das unge­zü­gelte Kapital hat nur ein Inter­esse — noch mehr Kapital anhäufen. Dabei gibt es keine Freunde, bes­ten­falls kurz­fris­tige Ver­bün­dete, denen man aber bei der ersten besten Gele­gen­heit dann gerne das Messer ins Kreuz stößt. Natür­lich tau­chen einige Namen schon seit fast 100 Jahren immer wieder auf. Beson­deres Augen­merk finden dabei immer die Namen Roth­schild und Rocke­feller. Natür­lich gibt es auch viele andere.

Die Roth­schilds hatten vor allem zwei Gründe wes­halb sie sich so lange und bis heute halten konnten. Sie hei­ra­teten in der Früh­zeit ihrer Geschichte genau wie der Adel in der engsten Ver­wand­schaft um das Geld bei­ein­ander zu halten und waren als beken­nende Juden, ständig äußerem Druck aus­ge­setzt. Auch die Rocke­fel­lers dachten und han­deten dynastisch.

Für alles alte große Geld aber gilt, dass es immer ver­suchte die Ver­mögen durch Heirat zu kon­so­li­dieren und zu akku­mu­lieren. Dazu kamen häufig Erb­schafts­re­geln, die das Geld und die Macht im wesent­li­chen auf den Erst­ge­bo­renen kon­zen­trierten. Für alle der­ar­tigen Fami­lien aber gilt, dass sie zwar immer kurz­fris­tige Alli­anzen ein­gingen um gemein­same Ziele zu errei­chen, sich dann aber auch sehr schnell wieder trennten und bekämpften. Beim Geld hört eben die Freund­schaft zumeist auf.

An dieser Stelle erfolgt dann meist der Hin­weis auf die Bil­der­berger oder das Welt­wirt­schafts­forum in Davos. An dieser Stelle muss man dann ein­fach bemerken, dass 2007 Guido Wes­ter­welle Gast bei den Bil­der­ber­gern war. Wer Humor hat, kann sich deut­lich vor­stellen wie Guido da mit Henry Kis­singer, David Rocke­feller und Zbigniev Brze­zinski im trauten Kreis am Kamin bespricht, wie sie gemeinsam die Welt lenken.

Guidos her­vor­ra­gendes Eng­lisch machte ihn da sicher zu einem hoch­in­ter­es­santen Gesprächs­partner. Natür­lich kauft großes Geld die Politik. Aber warum sollte jemand Guido kaufen? Der macht seine Gehor­sams­übungen doch umsonst. Übrigen müsste es Spaß machen mal Kis­singer und Brze­zinski auf­ein­ander los zu lassen. Die ver­treten in sehr wesent­li­chen Punkten näm­lich sehr gegen­sätz­liche Ansichten, was auch aus der unter­schied­li­chen Inter­es­sen­lage kommt.

Die Bil­der­berger als geheime Welt­re­gie­rung, als Krea­toren der neuen Welt­ord­nung. Wohl eher nicht. Natür­lich wären sie das gerne, genau wie Bayer-​Chef Werner Wen­ning in Davos die Welt­wirt­schafts­krise beenden wollte. Sie möchten es gerne, aber sie können es nicht. Oh ja, Wen­ning ist sich mit Mons­anto einig, dass er zum Nutzen von Bayer und sich selbst die Welt und die Mensch­heit mit gen­tech­nisch ver­än­derten Pflanzen zer­stören will. Da ist er sich mit seinen Kol­legen bei Mons­anto einig. Aller­dings wollen die, den Nutzen nur für sich und Monsanto.

Bayer und Mons­anto würden sich sofort an die Kehle gehen, wenn sie es könnten. Da sie es im Moment nicht können, arbeiten sie ver­eint daran mög­lichst viel Gen­dreck auf die Felder zu bringen um dies unum­kehrbar zu machen. Beide Firmen sind glei­cher­maßen Feinde der Men­schen, aber das macht sie nicht zu Freunden. Sie bilden Zweck­ge­mein­schaften um gleiche Ziele durch­zu­setzen. Mehr nicht.
Aber selbst wenn es eine geplante NWO geben sollte, die mehr als der geis­tige Durch­fall einiger gekaufter oder reli­giös ver­wirrter Volks­wirte ist, würde sie nicht funktionieren.

Es gibt immer den einen, der nicht dicht hält, der "Herr Lehrer, ich weiß was!" schreit. Den­je­nigen der das Wasser nicht halten kann. Spä­tes­tens dann wenn einer von denen nicht mehr dazu­ge­hört, weil sie ihn aus­ge­grenzt haben beginnt er zu reden, noch schlimmer sind die, die bevor sie sterben noch ihr Gewissen erleich­tern müssen, dass sie erst dann ent­de­cken. Wenn das nicht pas­siert dann werden ein­fach ihre Tage­bü­cher von den Erben veröffentlicht.

Ver­schwö­rungen in kleinstem Kreis sind schon schwierig geheim zu halten. In großen Kreisen mit mehr als Hun­dert Leuten sind sie unmög­lich. Das heißt nicht, dass es sie nicht gibt. 9/​11 ist solch ein Thema. Es ist mehr als unwahr­schein­lich, dass es so abge­laufen ist, wie es offi­ziell ver­kauft wird. Die Ver­mu­tung liegt nahe, dass 9/​11 von Ame­ri­ka­nern selbst insze­niert wurde.

Nun gibt es zwei Mög­lich­keiten. Man kann ver­su­chen den Beweis anzu­treten, dass es Ame­ri­kaner waren und sich damit für den Rest seines Lebens beschäf­tigen.
Man kann aber auch ganz klar sagen, dass man der offi­zi­ellen Mei­nung nicht traut und unter Freunden mal zum Spaß eigene Theo­rien zum Besten geben und ansonsten sich nicht ver­wirren und ablenken lassen. 9/​11, Bil­der­berger, Vogel– oder Schwei­ne­grippe dienen wie die angeb­liche Opel­ret­tung natür­lich auch immer anderen Zielen. Aber es macht keinen Sinn eine Ver­schwö­rung daraus zu machen.

Der bay­ri­sche Minis­ter­prä­si­dent See­hofer musste sich nicht ver­schwören um den Quelle Katalog zu bezahlen. Der brauchte nur die Anzahl der Wähler hoch­zu­rechnen und was es pro Stimme den Steu­er­zahler kosten würde. Merkel und Stein­meier wollten Opel vor der Wahl in tro­ckenen Tüchern haben. Ganz ohne Ver­schwö­rung und was dann hin­terher dabei her­aus­kommen würde, störte beide nicht, weil sie nur an die nächste Wahl denken, wie Manager nur an den Boni und den nächsten Quar­tals­be­richt denken.

Wer in grö­ßeren Zeit­räumen denkt, kommt logi­scher­weise zu anderen Ergeb­nissen als Poli­tiker oder Manager. Des­halb ist es das wich­tigste Ziel der herr­schenden Klasse die Men­schen vom Nach­denken abzu­halten. Aus diesem Grunde werden auch viele Ver­schwö­rungs­theo­rien von den Herr­schenden selbst auf­ge­bracht oder durch Schein­fakten unter­stützt. Was wie eine unvor­sich­tige Aus­sage aus­sieht, kann einem Plan folgen, dessen Ziel es ist die Men­schen zu beschäf­tigen und abzulenken.

Im Infor­ma­ti­ons­zeit­alter und an den Ufern des Inter­nets fällt es schwer, sich nicht ablenken zu lassen. Aber genau darin besteht die Kunst. Es ist egal wie 9/​11 gedreht wurde, solange man die offi­zi­elle Ver­sion nicht glaubt. Das gleiche gilt für die Blon­die­rungs­bomber aus dem Sau­er­land. Das Ziel ist nicht nach dem nächsten dahin gehal­tenen Stöck­chen zu suchen, son­dern Alter­na­tiven her­aus­zu­bilden zu dem was jetzt passiert.

Wir brau­chen keinen Beweis für angeb­liche Ver­schwö­rungen son­dern ein Plan, der den Men­schen so schnell wie mög­lich hilft. Den in nächster Nähe und wei­tester Ent­fer­nung. Dafür ist alle Kraft nötig die ver­fügbar ist. Die Ablenker weg­schi­cken und igno­rieren ist das Wich­tigste was zur Zeit ansteht.

Quelle: Netz­werk­partner Duck­home

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gelesen: 106 · heute: 2 · zuletzt: 17. Mai 2012

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