Frank Walter Steinmeier und sein seltsamer Demokratiebegriff
Montag, 09. November 2009-8:18 -|- Eingestellt von: Julie |
Jochen Hoff | Duckhome
Eigentlich müsste Steinmeier und mit ihm das ganze Agendapack bereits Geschichte sein. Statt dessen macht er jetzt auf Fraktionsvorsitzender und redet dabei immer wieder gerne über die Linke um von seinen Fehlern abzulenken.
Dabei hat er jetzt einmal mehr offenbart was er von Demokratie hält:
Berlin (dts) — Für SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier ist die Linke in Nordrhein-Westfalen eine "Chaotentruppe". Wenn die Partei ernst genommen werden wolle, "muss die Berliner Führung ihren Laden in NRW noch kräftig umkrempeln", sagte Steinmeier der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".
Dass er die Linke in NRW als Chaotentruppe bezeichnet ist sein gutes Recht. Er kann als Sprachrohr der neoliberalen Menschenverächter natürlich nicht verstehen, dass eine 30 Stunden-Woche mehr Arbeitsplätze schafft, als die von ihm und seinem Vorgänger mit durchgedrückten Reallohnsenkungen.
Völlig unverständlich aber dürfte für ihn sein, dass ein Landesverband sich ein eigenes Wahlprogramm gibt. Das kennt die SPD, in der ja schon seit langem das Führerprinzip gilt, überhaupt nicht mehr.
Er ist eben in einer Partei groß geworden, die weder sozial noch demokratisch ist und deshalb fordert er die Berliner Führung der Linken auf, dem demokratischen Treiben in NRW ein Ende zu machen. Er kann sich überhaupt nicht vorstellen, dass ein Landesverband und seine Basis Forderungen aufstellen, die sie für gut halten.
Es ist für ihn eine Gefahr, wenn die Verstaatlichung von RWE und Eon gefordert wird. Wo sollen sich dann Leute wie er und Clement ihren nachträgliche Belohnung für die unerträglichen und menschenverachtende Politik holen, die sie gegen die Wähler betrieben haben. Dabei redet sogar die CDU von Entflechtung.
Steinmeier kennt nur den Basta-Schröder und einen Struck der den Abgeordneten keine Gewissen ließ, weil er selbst keines hatte. Steinmeier ist kein Demokrat und die meisten Leuten des Seeheimer Kreises sind es ebenfalls nicht. Man kann den wenigen verbliebenen sozialen und demokratischen Kräften in der SPD nur raten diesen Trümmerhaufen zu verlassen.
Diese Partei wird nie den Weg zurück finden. Sie ist endgültig verdorben. Daran ändert auch das vorsichtige Abrücken von Nahles und Gabriel von den Agendaleuten nichts.
Das ist nichts anderes als Maskerade.
Quelle: Netzwerkpartner Duckhome
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Kategorie » Demokratie, Parteien u. Politiker « | Tags » Demokratie, Die Linke, SPD, Steinmeier «
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