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Polen: Regierung kauft kein A/H1N1-Grippeimpfstoff ein

Von Petrapez | Radio Utopie

Premierminister Tusk: internationale Hysterie und Atmosphäre der Angst wegen der Schweinegrippe.

Der polnische Premierminister Donald Tusk sagte am Freitag, dass seine Regierung keine Grippe-Impfstoffe gegen die Schweinegrippe einkaufen wird, die nicht ordnungsgemäss getestet worden sind oder von Herstellern produziert werden, die anschliessend nicht die Verantwortung für mögliche auftretende Nebenwirkungen übernehmen wollen.

Er beanstandete die Vorgehensweise der Hersteller dieser Produkte, die Regierungen unter Druck zum Kauf zu setzen und dabei noch von ihnen verlangen, dass sie selbst die Haftung und Entschädigung an die Patienten übernehmen müssen.

In Polen würde es ausserdem bisher nur wenige Fälle mit leichtem Verlauf geben und bisher keinen einzigen Todesfall. (1)

Die Informationen des Ministeriums für Gesundheit zeigen, dass im Hinblick auf die Zahl der Fälle der saisonalen Grippe sich die Situation in Polen von dem der Vorjahre unterscheiden.

In einigen Regionen ist die Zahl der Fälle ist sogar niedriger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Bis zum 31. Oktober gab es mehr als einundvierzigtausend saisonale Influenza-Fälle. (2)

Diesen normalen üblichen Grippeerkrankungen stehen bisher mit Stand vom 9. November nur zweihunderteindunddreissig Erkrankungen durch den A/H1N1-Virus gegenüber. (3)

41000 : 231 …

Der Ministerpräsident fügte hinzu, dass zusätzlich zu den staatlichen Beständen von Tamiflu den Apotheken genügend Impfstoff für die gewöhnlichen Grippe für zwei Millionen Polen zur Verfügung stehen, berichtete das polnische Radio Fox FM.

Das Gesundheitsministerium steht mit den Pharmafirmen immer noch in Verhandlungen, Abschlussverträge für A/H1N1-Impfstoffe wurden bisher nicht getätigt.

Auch wiadomosci24 zitierte Donald Tusk am 6. November, dass die polnische Regierung nicht die Absicht hat, mit in die internationale Hysterie einzufallen, die in einer Atmosphäre der Angst vorsätzlich verursachten Druck auf die Regierungen für den Erwerb von Impfstoffen ausübt. (4)

Dass ein europäischer Staatschef einen derartig eindeutigen Standpunkt einnimmt und auch deutlich vor der Presse ausspricht, hat in diesen Tagen Seltenheitswert.

Quelle: Netzwerkpartner   Radio Utopie

Quellen:
(1) http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=15990
(2) http://www.voxfm.pl/index.php?page=news2_voxfm&ph_tresc_glowna_start=fullview&cmn_id=43709
(3) http://www.voxfm.pl/index.php?page=news2_voxfm&ph_tresc_glowna_start=fullview&cmn_id=43790
(4) http://www.wiadomosci24.pl/artykul/tusk_polski_rzad_nie_zamierza_ulegac_miedzynarodowej_114998.html

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gelesen: 46 · heute: 2 · zuletzt: 27/07/2010

1 Kommentar auf “Polen: Regierung kauft kein A/H1N1-Grippeimpfstoff ein”

  1. Bernd sagt:

    Also die Meldungen zur Schweinegrippe sind – um es milde auszudrücken – vielseitig und verwirrend. Polen will nicht – irgendwo hab ich in den letzten Tagen mal gehört dass Angst besteht weil es nicht genug Impfstoff zu kaufen gibt – und allgemein ist der Bürger eigentlich nur mehr orientierungslos.
    Ist diese Grippe gefährlich? Ja / Nein / suchs dir aus.
    Sollte man sich impfen lassen? Ja / Nein / suchs dir aus.
    Gibts Nebenwirkungen? Ja / Nein / suchs dir aus.
    Wenn DAS die politische und gesundheitliche Organisation für Ernstfälle ist dann kann man eigentlich nur mit Angst auf eine Epidemie schaun die vielleicht irgendwann wirklich gefährlich wird.
    Möglicherweise ist das alles eigentlich nicht so schlimm (auch die Vogelgrippe wurde als “Angstszenario” dargestellt und war dann schnell weg aus den Medien) – dann fragt man sich aber warum da solche Angsszenarien aufgebaut werden? Ist das vor allem eine Marketingstratie der Pharmakonzerne um da Umsatz zu generieren?
    Also so verunsichert, was nun wirklich stimmen könnte war ich schon lange nicht und ich finde, dass hier die diversen Gesundheitsorganisationen definitiv versagt haben. Und – wie gesagt – was passiert dann wenn wirklich mal ein gefährlicher Virus auftaucht? Werden die Menschen dann noch Vertrauen in die Meldungen (und Gesundheitssysteme) haben?

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