Angela Merkel als Versicherungsvertreterin und der Fall Rürup
Montag, 23. November 2009-11:22 -|- Eingestellt von: Julie |
Von Jochen | Duckhome
Das Angela hat mal wieder ihre wöchentliche Videobotschaft ins Land gebrüllt und spricht darin von einer kapitalgedeckten Komponente der Pflegeversicherung, die für mehr Generationengerechtigkeit sorgen soll.
Das hatte sich die Hornissenkoalition ja bereits in den Koalitionsvertrag geschrieben und die FDP will ja alle sozialen und solidarischen Versicherungen an die Versicherungswirtschaft verschenken, die sich dann mit Leistungslosigkeit und höheren Kosten, aber eben auch Pöstchen für abgehalfterte Politiker bedankt.
Es könnte allerdings sein, dass Merkel wie auch die käufliche FDP auf das falsche Pferd gesetzt haben. Bisher war es üblich über ein System der nachgelagerten Bestechung, Poltiker, "Wissenschaftler" und auch Journalisten für geleistete Dienste zu belohnen. Das hatte zwar auch einen Geschmack, rief aber den Staatsanwalt nicht auf den Plan.
Gegenüber dem Verfahren dass Wolfgang Schäuble angewendet hat, als er zumindest einmal hunderttausend DM vom Waffenschieber Schreiber angenommen hat, schadet die nachgelagerte Bestechung auch nicht mehr dem Ruf. Allerdings wäre eine Rufschädigung bei Wolfgang Clement wohl auch nur schlecht möglich gewesen.
Dass er, der als Superminister alles zur Förderung der Zeitarbeit tat, nun von einer Zeitarbeitsbude bezahlt wird und er der alles tat um die Atomwirtschaft zu stützen nun einen Job bei RWE hat, ist deutlich, lässt sich aber nicht mehr als Bestechung nachweisen.
Das gleiche galt auch für Bert Rürup der ja vom AWD dafür belohnt werden sollte, dass er alles ihm mögliche getan hat um die solidarischen Versicherungssysteme zu zerstören und die private Versicherungswirtschaft mit Gewinnen zu versorgen. Allerdings ist hier zum ersten Mal ein Bruch zu verzeichnen.
Zum einen hat der AWD-Gründer Carsten Maschmeyer einfach überzogen und musste wesentliche Anteile seines Unternehmens an die Swiss Life übergeben, die bei sinkenden Einnahmen der AWD und wohl auch in Unkenntnis der Tatsache, dass Rürups Gehalt eben nicht seine aktuellen, sondern bereits geliefertern Leistungen wie die Rürup Rente bezahlen soll, nun den Vertrag mit Rürup nicht mehr will.
Schon nach weniger als einem Jahr ist die Dankbarkeit zu Ende und Rürup ist der erste, bei dem die nachgelagerte Bestechung wohl nicht funktioniert. Zwar können jetzt noch schnell andere Versicherungen einspringen und Rürup für seine tollen Leistungen belohnen, aber warum sollten sie das tun. Rürup ist längst verbrannt und schadet einem Unternehmen heute mehr, als er noch nutzen könnte. Der einzige Grund mit Rürup Geschäfte zu machen, kann nur darin liegen die Sicherheit der nachgelagerten Bestechung zu beweisen.
Denn der Fall Rürup beweist, dass Zusagen für die Zerstörung Deutschlands, Mithilfe bei der Umverteilung von unten nach oben oder die Zerschlagung der sozialen Sicherungssystem eben nicht sicher im Nachhinein vergolten wird. Dies könnte bedeuten, dass die Käuflichen zwar liefern, aber nicht belohnt werden. Ein grausamer Scherz, weil sie ja selbst andere um alles betrogen haben um an die Belohnung zu kommen.
Wie sieht das aus wenn der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) der gerade Mitglied des Aufsichtsrats des Stahlkonzerns ThyssenKrupp wurde, schon nach kurzer Zeit wieder in die Wüste geschickt wird. Da findest sich dann bald kein käuflicher Politiker mehr und es könnten sogar Gesetze für, anstatt gegen die Menschen gemacht werden.
Die deutsche Wirtschaft wird sich schnell entscheiden müssen, wer Rürup auffängt. Ansonsten droht ein gut laufendes System der nachgelagerten Bestechung zu zerbrechen. Dem deutschen Volk würde das helfen, die Gewinne des Großkapitals allerdings schmälern. Irgendwer wird Rürup schon sponsern. Schließlich geht es um das Große und Ganze.
Quelle: Netzwerkpartner Duckhome
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Kategorie » Deutschland, Parteien u. Politiker, Politik/Wirtschaft « | Tags » Angela Merkel, Bestechung, rürup, Sozialversicherung, Steinbrück, Versicherungen «
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