QR Code Business Card

Ausländische Berufsabschlüsse besser anerkennen und gleichzeitig deutsche Berufsabschlüsse entwerten

Freitag, 27. November 2009-15:20 -|- Eingestellt von: |

Von Jochen Hoff | Duckhome

Die Hor­nis­sen­ko­ali­tion schlägt um sich. Diesmal ist es die Inte­gra­ti­ons­be­auf­tragte der Bun­des­re­gie­rung, Maria Böhmer, die noch in diesem Jahr dafür sorgen will, das aus­län­di­sche Berufs­ab­schlüsse in Deutsch­land schneller aner­kannt werden.

Damit hofft sie eine halbe Mil­lion Aka­de­miker in Jobs bringen zu können, deren Berufs­ab­schlüsse bisher nicht aner­kannt wurden. Das ist im Grund­satz ja lobens­wert, wenn man die wahre Inten­tion nicht erkennen würde.

Es geht darum mehr Wett­be­werb zu schaffen und mehr Gast­ar­beiter nach Deutsch­land zu locken. Frau Schavan hatte ja schon lange ange­kün­digt, dass sie Aka­de­miker aus dem Aus­land die min­des­tens 30.000 Euro pro Jahr in Deutsch­land ver­dienen, bevor­zugt ein­reisen lassen will. Böhmer und Schavan gehen geschickt vor. So lässt man zuerst die Abschlüsse der Migranten zu und schafft damit ein rie­sen­großes Ein­flugstor dem viele schnell folgen werden.

Damit schaffen die beiden Poli­ti­ke­rinnen einen aka­de­mi­schen Min­dest­lohn von 30.000 Euro, der sehr schnell bei den bereits beschäf­tigten Aka­de­miker rapide Ein­kom­mens­ver­luste und Arbeits­lo­sig­keit her­vor­rufen wird, aber natür­lich dem Groß­ka­pital nutzt, weil Lohn­kosten gesenkt werden. Es ist die gleiche Geschichte wie mit den Gast­ar­bei­tern von früher. Das Kapital freute sich und schenkte Armando Rod­ri­gues de Sá ein Moped, weil sie sich ihn als Mil­li­onsten Gast­ar­beiter her­aus­ge­sucht hatten.

Der Por­tu­giese war erstaunt, die deut­schen Arbeit­nehmer die Betro­genen. Denn natür­lich dienten die Gast­ar­beiter nur dem Zweck die Löhne zu drü­cken. Als sie nicht mehr gebraucht wurden, mussten die Arbeit­nehmer über die Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung die Kosten für diese Men­schen über­nehmen und die Gewinne ver­blieben beim Kapital.

Wer heute über eine Unter­schicht von Deut­schen und Migranten redet, der muss deut­lich dabei sagen, dass auf­grund der unbän­digen Gier des Kapi­tals genau diese Unter­schicht geschaffen werden sollte, an deren Kosten sich das Kapital nicht beteiligt.

Selbst­ver­ständ­lich kann man das auf der aka­de­mi­schen Ebene auch machen. Es sind ja die Aka­de­miker die solche Par­teien wie die FDP und den den rechten Rand der CDU wählen. Sollen sie doch an ihrer eigenen Dumm­heit zu Grunde gehen. Tat­säch­lich ist dies aber falsch. Denn es macht für die Arbeit­nehmer keinen Sinn wenn es anderen auch schlechter geht. Es muss darum gehen, dass es allen besser geht.

Es macht auch keinen Sinn sich wie die Schweizer Bun­des­rätin Miche­line Calmy-​Rey zu ver­halten und Schweizer Jobs für die Schweizer zu for­dern, weil Migra­tion für alle Staaten Europas not­wendig ist. Calmy-​Rey könnte aber Deutsch­land einen Gefallen tun, in dem sie für die Herren Straub­haar und Acker­mann Arbeits­plätze in der Schweiz findet, bevor die beiden Deutsch­land ganz zer­stört haben.

Die Aka­de­miker die begreifen, dass sie nun ange­griffen werden, sollten sich mit den Arbeit­neh­mern soli­da­ri­sieren. Deutsch­land braucht den Gene­ral­streik für anstän­dige Min­dest­löhne und für ein Grund­ein­kommen, das jedem eine Teil­habe am gesell­schaft­li­chen Leben sichert und nicht wie Hartz IV Mil­lionen aus­grenzt und schikaniert.

Wichtig ist auch allen Aus­bil­dungs­be­rufen Sicher­heit zu geben. Es kann nicht sein, dass die Handwerks-​, Indus­trie, und Han­dels­kam­mern zusammen mit der Politik immer wieder Berufe neu zusam­men­stellen, so dass gut aus­ge­bil­dete Arbeit­nehmer prak­tisch berufslos werden.

Das ist zwar gut für das Kapital, weil auch dadurch die Löhne gesenkt werden, schadet aber den flei­ßigen Arbeit­neh­mern die, die wirk­li­chen Leis­tungs­träger sind.

Wer sich nicht wehrt, der hat schon verloren.

Quelle: Netz­werk­partner Duck­home

Beitragsdetails

Kommentar-Autor

Kategorie » Arbeit/Gewerkschaft, Gesellschaft/Soziales, Migration/Asyl « | Tags » , , «

Trackback: Trackback-URL |  Kommentar-Feed: RSS 2.0 | Beitrag drucken |
gelesen: 138 · heute: 2 · zuletzt: 15. Mai 2012

Kommentare und Pings sind geschlossen.