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Von Chris | F!XMBR

Sehr geehrter Herr Gabriel,
sehr geehrte Frau Nahles,
sehr geehrter Herr Steinmeier,

2001 beschloss die FDP unter Guido Westerwelle und Jürgen W. Möllemann das Projekt 18.

Die Bürgerinnen und Bürger waren sehr amüsiert über dieses Vorhaben – niemand glaubte ernsthaft daran, dass die Klientelpartei die avisierten 18% bei der Bundestagswahl 2002 erreichen würde.

Das Projekt 18 scheiterte wie erwartet auf ganzer Linie – seitdem hat die Partei der Ärzte, Anwälte und Lobbyisten das Problem, politisch ernstgenommen zu werden; Stichwort: Spaßpartei. Nach der Bundestagswahl 2002 wurde das Projekt 18 dann neu aufgelegt. Frohen Mutes, nicht wie Guido Westerwelle und Jürgen W. Möllemann zu versagen, verkündete der Bundeskanzler freudestrahlend die Agenda 2010. Sekundiert wurde er dabei auch von Ihnen, lieber Herr Gabriel, liebe Frau Nahles, lieber Herr Steinmeier.

Das Projekt 18 nahm schnell an Fahrt auf, Hartz I & II wurden 2003 umgesetzt, Hartz III folgte 2004 – das Synonym für die Agenda 2010, Hartz IV, passierte 2005 die Gesetzgebung. Die Hartz-Kommission bestand fast ausschließlich aus Lobbyisten der Arbeitgeber und Sie haben den Auftrag gerne und willig angenommen. Damit haben Sie den Umbau unseres Sozialstaates vorangetrieben, die Schere zwischen Arm und Reich weiter geöffnet. Der Weg zu einem wirklich erfolgreichen Projekt 18 war geebnet.

In der Folge ernteten Sie bereits bei unzähligen Landtagswahlen Ihre Erfolge, welche 2005 bei der Bundestagswahl ihren Höhepunkt fanden. Doch noch war das Projekt 18 nicht erreicht. Sie, lieber Herr Gabriel, liebe Frau Nahles, lieber Herr Steinmeier, arbeiteten weiter an dem großen Traum, der großen Aufgabe, das Projekt 18 abzuschließen.

2007 passierte die Rente mit 67 den Deutschen Bundestag, unzählige Sicherheitsgesetze, die unser wunderbares Land schützen sollen, wurden ebenso unter Ihrer tatkräftigen Mithilfe verabschiedet. Dass dabei unsere Freiheit auf dem Altar der Sicherheit geopfert wurde, ist von Ihnen lächelnd beiseite geschoben worden.

Nun schreiben wir das Jahr 2009 und die Europa- und die Bundestagswahl waren der letzte Schritt in Richtung Projekt 18. Die Wahlen nutzten Sie als Zwischenetappen um Ihrem großen Ziel näher zu kommen. Sie übernahmen Ihre Partei – fast handstreichartig – um Ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Sie haben auf dem letzten Parteitag ein Vorwärts in die Vergangenheit ausgerufen, damit Ihre große Vision endlich wahr wird – das Projekt 18.

Lieber Herr Gabriel, liebe Frau Nahles, lieber Herr Steinmeier, es freut mich, dass ich Ihnen heute bekannt machen kann, dass Sie ihr Ziel nahezu erreicht haben. Das Projekt 18 ist endlich fertiggestellt worden. Dazu möchte ich Ihnen von ganzem Herzen gratulieren. Wer so lange für sein Ziel gekämpft und Überzeugungsarbeit geleistet hat, der hat es nach all diesen Jahren schlicht und ergreifend verdient, diesen großen Erfolg zu feiern.

Was Guido Westerwelle und Jürgen W. Möllemann nicht vergönnt war, haben Sie mit Ihrer unermüdlichen Arbeit endlich geschafft – das Projekt 18 ist nicht mehr länger eine Träumerei, es ist Wirklichkeit. Bitte übersenden Sie auch die allerbesten Wünsche an Gerhard Schröder und Franz Müntefering.

Herzlichen Glückwunsch. :)

Mit freundlichen Grüßen

Chris

P.S. Oh, ich merke gerade, bei Ihnen geht es gar nicht um die FDP. Entschuldigung.

Quelle: F!XMBR

Dieser Artikel ist unter einer CC-Lizenz lizenziert.

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gelesen: 47 · heute: 2 · zuletzt: 29/07/2010

1 Kommentar auf “Großer Erfolg – das Projekt 18 in greifbarer Nähe”

  1. Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann sagt:

    Arme SPD: mit Nahles geht gar nichts! Andrea Nahles steht in der neuen SPD gleichermaßen für dreiste wie lärmende Torheit. Sonst hat die glücklose Königsmörderin von Müntefering bei dessen erstem Verzicht auf den Parteivorsitz nichts zu bieten, nicht einmal ihren geordneten Rückzug aus der Politik. Die SPD bekommt noch 19%, Nahles davon 69,6%, macht 13%. So wenig Deutsche stehen hinter der neuen Generalin der SPD. Einfach erbärmlich! Weg mit dieser Frau!

    Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann

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