QR Code Business Card

Die Schavan privatisiert die Bildung — Mohn/​Bertelsmann am Ziel

Dienstag, 01. Dezember 2009-16:48 -|- Eingestellt von: |

Annette SchavanVon Jochen Hoff | Duckhome

Annette Schavan wurde in Jüchen geboren, was nicht weit von Gre­ven­broich liegt, von wo aus ein anderer Abzo­cker stammt, der gegen­über Frau Schavan aber der reinste Wai­sen­knabe ist, auch wenn sein Typus von der Politik gegen Bil­dung die Frau Schavan betreibt, am meisten profitiert.

Viel­leicht ist es gut, dass ganz in der Nähe von Jüchen und Gre­ven­broich, das Braun­koh­le­ta­ge­bau­ge­biet Garz­weiler II liegt, das droht die ganze Gegend zu fressen. Manchmal ist weniger eben mehr. Es ist eine seltsam bigotte Gegend und Bevöl­ke­rung dort. Fromm und gierig. Bay­ri­sches Rheinland.

Annette Schavan wuchs dort auf. Jahr­gang 55. Rand­deutsch­land. Geis­tige Frei­heit annä­hernd gleich Null. Da war nichts vom Auf­bruch der 68 er zu spüren. Selbst Jahr­gang 57 im Sau­er­land war dagegen schon in die Wiege gelegte Revo­lu­tion. Frau Schavan nahm den typi­schen katho­li­schen Weg für Frauen mit höherem Bildungsanspruch.

Sie stu­dierte Erzie­hungs­wis­sen­schaft, Phi­lo­so­phie und Katho­li­schen Theo­logie in Bonn und Düs­sel­dorf — immer schön rund um den Kirch­turm — und schloss das Stu­dium 1980 mit der Pro­mo­tion in Phi­lo­so­phie ab. Ihr Thema war "Person und Gewissen — Stu­dien zu Vor­aus­set­zungen, Not­wen­dig­keit und Erfor­der­nissen heu­tiger Gewis­sens­bil­dung" Nein das ist nicht lächer­lich, das ist Methode. Grau­same Methode.

Sie hätte in die Befrei­ungs­theo­logie gehen können oder sich um das Dekanat und die Pries­ter­schaft der Frau küm­mern können. Nein, das war nichts für sie. Sie arbei­tete lieber für das eta­blierte Katho­li­kentum. Katho­li­sche Eli­ten­för­de­rung. Sozu­sagen eine Form der Ent­schul­di­gung der katho­li­schen Kirche gegen­über den durch sie miss­brauchten Kinder. Natür­lich werden beim Cusa­nus­werk nicht die Miss­brauchten, son­dern die Eliten geför­dert, oder besser das was treu und ohne zu hin­ter­fragen im Glauben steht und sich auch an der Uni vom nor­malen Stu­denten absondert.

Ver­mut­lich sieht sich Frau Schavan auch als Elite. Des­halb ist sie ja so eine eif­rige Ver­fech­terin von Stu­di­en­ge­bühren. Schließ­lich soll doch nicht jeder­mann Bil­dung erwerben können, son­dern nur solche die sie selbst und andere Eli­ten­aus­wähler für geeignet halten. Kurz um nur die, die schlei­mend um Altäre krie­chen und eifrig neo­li­be­rale Ärsche lecken sollen stu­dieren dürfen. Und dann darf das Stu­dium natür­lich kein Wissen son­dern nur Mei­nung vermitteln.

Da sind sich kle­ri­kale und neo­li­be­rale Men­schen­ver­ächter einig. Sie wollen die Deu­tungs– und Bestim­mungs­ho­heit haben. Jeder stu­die­rende Arbeiter oder gar jemand aus der Unter­schicht der stu­diert ist ihnen ein Gräuel. Die Familie Mohn hat ja an ihrem unfä­higen Sohn bewiesen dass selbst Mil­lionen vom Staat aus einem geistig Armen keinen Unter­neh­mens­führer machen. Das gleiche fürchtet die Kirche, die den­kende Men­schen natür­lich nicht mehr nieder halten kann, vor einem Gott des Mordes und der Unterdrückung.

Frau Schavan geht nun aber den ent­schei­denden Schritt, der von den miesen Mohn/​Bertelsmännern ja seit langem gefor­dert wird. Bil­dung soll ins­ge­samt zah­lungs­pflichtig werden. Damit nicht sofort alle auf­schreien, führt sie angeb­lich eine sozial gerechte Kom­po­nente, näm­lich das Bil­dungs­sparen ein. Dazu benutzt die Schavan die dre­ckigsten Lügen um ihre Rei­chen­för­de­rung zu kaschieren.

Sie erklärte Riester und Rürup zu einer Erfolgs­ge­schichte, obwohl längst bewiesen ist, das beide nur der Ver­si­che­rungs­wirt­schaft nützen und die Men­schen in den meisten Fällen nicht einmal das ein­ge­zahlte Kapital, geschweige denn eine Ver­zin­sung heraus bekommen.

Frau Schavan ist eine schmut­zige aber sehr bewusste Lüg­nerin und Betrü­gerin. Eben typisch aus der katho­li­schen Lei­tungs­ebene. Diese Frau macht sich über die Armen lustig. Sie ver­baut denen jede Bil­dungs­chance indem sie die staat­li­chen Bil­dungs­system zer­stört und auf pri­vate Schulen setzt, die natür­lich jede Art von Demo­kratie unter­drü­cken und nur für die Rei­chen ange­nehme Inhalte unterrichten.

Dazu will sie wie bei Riester und Rürup den Armen und der Mit­tel­schicht über Steuern Geld weg­nehmen und es den Rei­chen geben. Die können sparen und Spar­leis­tung steu­er­lich absetzen. Alle anderen dürfen nur bezahlen. Die Absicht von Frau Schavan ist klar. Die Hor­nis­sen­ko­ali­tion aus gelb-​braun-​schwarzem Dreck wird dieses Gesetz machen.

Wahr­schein­lich werden wir noch in dieser Legis­la­tur­pe­riode erleben, dass schon das Gym­na­sium kos­ten­pflichtig wird. Wer arm ist muss dumm bleiben. Alle die sich ver­zwei­felt um Bil­dung für ihre Kinder bemühen werden grausam abge­zockt. Aller­dings ist das Maß voll. Dieser Dreck lässt sich auf demo­kra­ti­schen Wege nicht mehr besei­tigen. Nie­mals mehr.

Noch kann man sie weg­streiken und die Rei­chen end­lich anständig besteuern und damit Bil­dung für alle bezahlen. Aber das wird nicht mehr lange gehen. Sie haben sich die Sar­ra­zins und Busch­kow­skys geholt die sich hass­er­füllt über trin­kende Unter­schichten aus­lassen, die sie am liebsten ver­nichten möchten.

Es kann so ein­fach nicht weitergehen.

Quelle: Netz­werk­partner Duck­home

Quelle Bild: von Steamt­alks via Flickr CC Lizenz

Beitragsdetails

Kommentar-Autor

Kategorie » Bildung, Neoliberalismus, Parteien u. Politiker, Politik/Wirtschaft « | Tags » , , , , , «

Trackback: Trackback-URL |  Kommentar-Feed: RSS 2.0 | Beitrag drucken |
gelesen: 155 · heute: 2 · zuletzt: 13. Mai 2012

Kommentare und Pings sind geschlossen.

Ein Kommentar

  1. 1

    Kommentar ohne Gravatar

    Jochen Gattermann 01.12.2009 um 17:25 Uhr

    Das ist mit kleinen Geset­zes­än­de­rungen nicht mehr in den Griff zu bekommen. Da hilft nur ein radi­kaler Sys­tem­wechsel. Der ganze Filz muß aus­ge­mistet werden.
    Ich bin ja zuver­sicht­lich, die tun ja selber alles, um dies bald herbeizuführen.

    Liebe Grüße aus Berlin