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Annette Schavan Von Jochen Hoff | Duckhome

Annette Schavan wurde in Jüchen geboren, was nicht weit von Grevenbroich liegt, von wo aus ein anderer Abzocker stammt, der gegenüber Frau Schavan aber der reinste Waisenknabe ist, auch wenn sein Typus von der Politik gegen Bildung die Frau Schavan betreibt, am meisten profitiert.

Vielleicht ist es gut, dass ganz in der Nähe von Jüchen und Grevenbroich, das Braunkohletagebaugebiet Garzweiler II liegt, das droht die ganze Gegend zu fressen. Manchmal ist weniger eben mehr. Es ist eine seltsam bigotte Gegend und Bevölkerung dort. Fromm und gierig. Bayrisches Rheinland.

Annette Schavan wuchs dort auf. Jahrgang 55. Randdeutschland. Geistige Freiheit annähernd gleich Null. Da war nichts vom Aufbruch der 68 er zu spüren. Selbst Jahrgang 57 im Sauerland war dagegen schon in die Wiege gelegte Revolution. Frau Schavan nahm den typischen katholischen Weg für Frauen mit höherem Bildungsanspruch.

Sie studierte Erziehungswissenschaft, Philosophie und Katholischen Theologie in Bonn und Düsseldorf – immer schön rund um den Kirchturm – und schloss das Studium 1980 mit der Promotion in Philosophie ab. Ihr Thema war "Person und Gewissen – Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung" Nein das ist nicht lächerlich, das ist Methode. Grausame Methode.

Sie hätte in die Befreiungstheologie gehen können oder sich um das Dekanat und die Priesterschaft der Frau kümmern können. Nein, das war nichts für sie. Sie arbeitete lieber für das etablierte Katholikentum. Katholische Elitenförderung. Sozusagen eine Form der Entschuldigung der katholischen Kirche gegenüber den durch sie missbrauchten Kinder. Natürlich werden beim Cusanuswerk nicht die Missbrauchten, sondern die Eliten gefördert, oder besser das was treu und ohne zu hinterfragen im Glauben steht und sich auch an der Uni vom normalen Studenten absondert.

Vermutlich sieht sich Frau Schavan auch als Elite. Deshalb ist sie ja so eine eifrige Verfechterin von Studiengebühren. Schließlich soll doch nicht jedermann Bildung erwerben können, sondern nur solche die sie selbst und andere Elitenauswähler für geeignet halten. Kurz um nur die, die schleimend um Altäre kriechen und eifrig neoliberale Ärsche lecken sollen studieren dürfen. Und dann darf das Studium natürlich kein Wissen sondern nur Meinung vermitteln.

Da sind sich klerikale und neoliberale Menschenverächter einig. Sie wollen die Deutungs- und Bestimmungshoheit haben. Jeder studierende Arbeiter oder gar jemand aus der Unterschicht der studiert ist ihnen ein Gräuel. Die Familie Mohn hat ja an ihrem unfähigen Sohn bewiesen dass selbst Millionen vom Staat aus einem geistig Armen keinen Unternehmensführer machen. Das gleiche fürchtet die Kirche, die denkende Menschen natürlich nicht mehr nieder halten kann, vor einem Gott des Mordes und der Unterdrückung.

Frau Schavan geht nun aber den entscheidenden Schritt, der von den miesen Mohn/Bertelsmännern ja seit langem gefordert wird. Bildung soll insgesamt zahlungspflichtig werden. Damit nicht sofort alle aufschreien, führt sie angeblich eine sozial gerechte Komponente, nämlich das Bildungssparen ein. Dazu benutzt die Schavan die dreckigsten Lügen um ihre Reichenförderung zu kaschieren.

Sie erklärte Riester und Rürup zu einer Erfolgsgeschichte, obwohl längst bewiesen ist, das beide nur der Versicherungswirtschaft nützen und die Menschen in den meisten Fällen nicht einmal das eingezahlte Kapital, geschweige denn eine Verzinsung heraus bekommen.

Frau Schavan ist eine schmutzige aber sehr bewusste Lügnerin und Betrügerin. Eben typisch aus der katholischen Leitungsebene. Diese Frau macht sich über die Armen lustig. Sie verbaut denen jede Bildungschance indem sie die staatlichen Bildungssystem zerstört und auf private Schulen setzt, die natürlich jede Art von Demokratie unterdrücken und nur für die Reichen angenehme Inhalte unterrichten.

Dazu will sie wie bei Riester und Rürup den Armen und der Mittelschicht über Steuern Geld wegnehmen und es den Reichen geben. Die können sparen und Sparleistung steuerlich absetzen. Alle anderen dürfen nur bezahlen. Die Absicht von Frau Schavan ist klar. Die Hornissenkoalition aus gelb-braun-schwarzem Dreck wird dieses Gesetz machen.

Wahrscheinlich werden wir noch in dieser Legislaturperiode erleben, dass schon das Gymnasium kostenpflichtig wird. Wer arm ist muss dumm bleiben. Alle die sich verzweifelt um Bildung für ihre Kinder bemühen werden grausam abgezockt. Allerdings ist das Maß voll. Dieser Dreck lässt sich auf demokratischen Wege nicht mehr beseitigen. Niemals mehr.

Noch kann man sie wegstreiken und die Reichen endlich anständig besteuern und damit Bildung für alle bezahlen. Aber das wird nicht mehr lange gehen. Sie haben sich die Sarrazins und Buschkowskys geholt die sich hasserfüllt über trinkende Unterschichten auslassen, die sie am liebsten vernichten möchten.

Es kann so einfach nicht weitergehen.

Quelle: Netzwerkpartner   Duckhome

Quelle Bild: von Steamtalks via Flickr   CC Lizenz

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gelesen: 121 · heute: 2 · zuletzt: 04/09/2010

1 Kommentar auf “Die Schavan privatisiert die Bildung – Mohn/Bertelsmann am Ziel”

  1. Jochen Gattermann sagt:

    Das ist mit kleinen Gesetzesänderungen nicht mehr in den Griff zu bekommen. Da hilft nur ein radikaler Systemwechsel. Der ganze Filz muß ausgemistet werden.
    Ich bin ja zuversichtlich, die tun ja selber alles, um dies bald herbeizuführen.

    Liebe Grüße aus Berlin

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