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Die Schleimerei um Otto Graf Lambsdorff

Dienstag, 08. Dezember 2009-13:07 -|- Eingestellt von: |

Von Jochen Hoff | Duckhome

Nor­ma­ler­weise soll man die Toten ruhen lassen, aber das was zur Zeit um den Kri­mi­nellen Otto Graf Lambs­dorff für ein Theater gemacht wird, ist absolut unerträglich.

Da berichtet ein Blätt­chen, dass er auf ein Staats­be­gräbnis ver­zichtet hat. Ein Staats­be­gräbnis für einen Kri­mi­nellen, der den deut­schen Steu­er­zahler im Rahmen der Flick-​Affäre um rund 500 Mil­lionen Euro betrogen hat? Viel­leicht noch eine extra Ehren­halle vor dem Reichstag?

Fakt ist, das Otto Graf Lambs­dorff wegen Steu­er­hin­ter­zie­hung zu einer Geld­strafe in Höhe von 90.000 Euro ver­ur­teilt wurde und dass damit die bun­des­re­pu­bli­ka­ni­sche Politik ihre Unschuld voll­ständig ver­loren hatte.

Lambs­dorff war der Pro­toyp für Kohls geheime Spender und das Geld das Schäuble vom Waf­fen­schieber Schreiber nahm. Die Tat­sache das Lambs­dorff sich nach seiner Tat in der deut­schen Politik halten konnte, Par­tei­chef der FDP werden durfte, ja sogar zum Ehren­vor­sit­zenden der FDP ernannt wurde, sagt viel über Deutsch­land und sehr viel über die ver­kom­mene FDP aus.

Nachdem er die die Block­flöten aus der DDR in seine Partei ein­ge­meindet hatte, die genau wie die SED für die Politik der DDR ver­ant­wort­lich waren, kam seine nächste Großtat. Er pre­digte den neo­li­be­ralen Mark­tra­di­ka­lismus und war der Vater der Wies­ba­dener Grund­sätze, die end­gültig das Ende des soli­da­ri­schen und ver­ant­wor­tungs­be­wussten Staates zu Gunsten des Raub­tier­ka­pi­ta­lismus ausriefen.

Wenn man es zusam­men­fassen möchte, han­delt es sich bei dem kri­mi­nellen Lambs­dorff um einen Mann, der Deutsch­land und vor allem der Mehr­heit der Men­schen in Deutsch­land viel Schaden zuge­fügt hat und dessen ver­kom­menes Gedan­kengut auch noch lange fort­wirken wird. Wer da wie die NZZ von einem "wirk­lich respekt­er­hei­schenden deut­schen Poli­tiker" spricht, muss eine andere Person meinen.

Gen­scher faselt in der Bild vom 7.012.2009

Otto Graf Lambs­dorff gehörte zu den Gestal­tern der deut­schen Nach­kriegs­ge­schichte. Der Markt­graf, wie er respekt­voll genannt wurde, sah in der sozialen Markt­wirt­schaft stets auch die ethi­sche Ver­ant­wor­tung der Han­delnden. So wurde er zum Vorbild.

Umge­kehrt wird ein Schuh daraus. der neo­li­be­rale und mark­tra­di­kale Kri­mi­nelle Lambs­dorff ver­schob die Ver­ant­wor­tung zu denen die sie nicht tragen konnten, weil Leute wie er ihnen jede Ein­fluss­mög­lich­keit genommen hatten. Die Kranken, Arbeits­losen, Allein­er­zie­henden sollten ver­ant­wort­lich dafür sein, dass seine Freunde nicht noch mehr ver­fressen und ver­saufen konnten. Zusammen mit Springer begann er eine Hetz­jagd gegen die Schwa­chen die ohne Glei­chen ist, weil man den Ver­gleich mit der Juden­hatz der Nazis ange­sichts von 6 Mil­lionen Opfern ein­fach nicht als Ver­gleich her­an­ziehen kann.

Aber tat­säch­lich hat er eifrig daran mit­ge­wirkt, das rund 10 Mil­lionen Deut­sche oder in Deutsch­land lebende keine Hoff­nung und keine Zukunft mehr haben. Es ist gut, dass er tot ist und es ist schade, dass er seinen Tod in Frei­heit erleben durfte. Aber damals wie heute, ist die deut­sche Justiz nicht bereit, die Ver­ant­wort­li­chen zu bestrafen, wenn sie zur herr­schenden Klasse gehören. Die werden nur gestreichelt.

Die Wahre Lüge hat einen sehr lesens­werten Nachruf zu Lambs­dorff geschrieben, der sich wohl­tuend von den Lobes­hymnen der Sys­tem­me­dien abhebt. Der Qua­li­täts­jour­na­lismus in Deutsch­land ist eben mitt­ler­weile die Sache der Blogs.

Quelle: Netz­werk­partner Duck­home

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Kategorie » Deutschland, Parteien u. Politiker « | Tags » «

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