Kaufen sie eigentlich noch bei Schlecker?
Samstag, 19. Dezember 2009-13:08 -|- Eingestellt von: Julie |
Enge Gänge, ein irgendwie schmutzig wirkender Fußboden, Sicherheitsleute die mehr der Einschüchterung und Überwachung der Verkäuferinnen dienen sollen, als tatsächlich diese vor Überfällen zu schützen. Das ist Schlecker.
Dazu immer wieder ein paar fiese Nachrichten über einen Umgang mit dem Personal der nur als unmöglich zu bezeichnen ist. Bei den Kunden ein diffuses Gefühl der Unbehaglichkeit.
Aber zum Glück gibt es ja andere Buden in diesem Bereich, man kann ausweichen. Rossmann, DM und viele andere, dazu die Discounter und die Supermärkte, die zumindest einen Teil des Angebotes abdecken. Dieses Kundenverhalten macht sich bei der Familie Schlecker in der Kasse bemerkbar.
Die einzige Lehre die daraus gezogen wird, ist die Vergrößerung der Läden. Sie nennen das dann Schlecker XL. Aber natürlich wollen sie das ganze nicht selbst bezahlen.
Bezahlen sollen wie immer die Arbeitnehmer. Diesmal über einen ganz miesen Trick. In einer Pressemitteilung der LINKEN geht Ulrich Maurer das Thema an:
16.12.2009 – Ulrich Maurer
Schlecker-Lohndumping durch Boykott bekämpfen
"Das skandalöse Lohndumping der Firma Schlecker durch Leiharbeit auf Basis einer Strohmann-Konstruktion muss sofort durch Intervention der Bundesregierung beendet werden. Ich rufe zugleich zum Boykott der neuen Schlecker-XL-Läden auf", erklärt Ulrich Maurer zur möglichen Schließung von rund 4.000 Schlecker-Filialen und Wiedereinstellung des überwiegend weiblichen Personals als Leiharbeiterinnen mit halbiertem Gehalt. Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:
"Die Praxis des Schlecker-Konzerns, sich aus der selbst verschuldeten Misere dramatischer Umsatzeinbrüche und eines verfehlten Geschäftsmodells durch Leiharbeit und Gehaltskürzungen zu retten, ist schamlos und letztlich illegal. Das in den Alt-Filialen entlassene Personal wird unter Androhung einer Versetzung in bis zu 100 km entfernte Geschäfte zu Leiharbeit ohne Tarifbindung gezwungen — bei einem Gehalt bis zu 50 Prozent unter Tarif, weniger Urlaub und ohne Weihnachts– und Urlaubsgeld. Die neu eröffneten Geschäfte befinden sich in direkter Nähe der Alt-Filialen, zum Teil direkt gegenüber. Weil die Beschäftigten von 6,50 Euro Brutto-Stundenlohn statt wie bisher 12,50 Euro nicht leben können, werden sie zu Hartz-IV-Aufstockerinnen.
Der Geschäftsführer der von Schlecker gegründeten Verleihfirma MENIAR, der weiter im Konzern beschäftigt ist, fungiert als Strohmann. MENIAR hat mit der ‚Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP)’, der soeben vom Landesarbeitsgericht Berlin die Tariffähigkeit abgesprochen wurde, den Dumpinglohn ausgehandelt. Ich nenne das Tarifflucht und konzerninterne Arbeitnehmerüberlassung auf der Basis von Hungerlöhnen.
Die Regionalagentur der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz entscheidet heute über die Verlängerung der MENIAR-Betriebserlaubnis. Ich fordere Ursula von der Leyen als zuständige Bundesarbeitsministerin auf, im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht dafür Sorge zu tragen, dass diese windige Konstruktion zur Umgehung von Tarifbindung und Kündigungsschutz auf Kosten des Steuersäckels umgehend gestoppt wird."
Ulrich Maurer hat wie so häufig vollständig recht. Aber dann fehlt es ihm, wie der gesamten Linken so oft an der Forderung nach den richtigen Konsequenzen. Bei Zensursula von der Leyen um Mitleid oder gar Recht für Arbeitnehmer zu bitten, ist einfach lächerlich. Die Dame ist eine Wirtschaftsfaschistin erster Güte.
Sie hat nur das Ziel ihresgleichen oben zu halten. Normale Menschen, Arbeitnehmer gar, sind ihr nicht nur lästig sondern zutiefst zu wider. Diese Frau gibt eher der Familie Schlecker ein paar Milliarden und spart sie bei den Ärmsten wieder ein.
Die Regionalagentur der Bundesanstalt für Arbeit in Chemnitz wie die gesamte verkommene Arbeitsagentur überhaupt, ist lediglich ein Unterdrückungsorgan gegen Arbeiter und Arbeitslose. Natürlich kommen die Schleckers da durch und Die genannten christlichen Gewerkschaften sind genau die Antwort, die von den Kirchen gegen die Menschen gegeben wird. Es ist wie früher wo der Bischof zum Fürsten sagte: "Halt du sie arm, ich halte sie dumm, dann bleiben sie schon ruhig.".
Man kann in solch einem Fall nur eine Forderung stellen. Nicht Schlecker boykottieren sondern vergesellschaften. 51 Prozent der Anteil an die Arbeitnehmer, 49 Prozent in eine Staatsholding für die Absicherung der Sozialrenten. Das restliche Vermögen der Schleckers einziehen und ihnen Arbeit bei der Straßenhandreinigung mit einem schönen neuen Besen zuweisen.
DIE LINKE wird irgendwann aufhören müssen, so zu tun, als lasse sich in diesem Land irgendetwas durch politisches Gerede ändern. Sie haben ja noch nicht mal ihren Mann im Kontrollausschuss für die Geheimdienste unterbringen können. DIE LINKE muss mit dem Volk kämpfen oder untergehen.
Der Worte sind genug gewechsel,
nun lasst uns endlich Taten sehen!
Quelle: Netzwerkpartner Duckhome
Quelle Bild: Wikipedia
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Kategorie » Arbeit/Gewerkschaft, Gesellschaft/Soziales « | Tags » Arbeit, Schlecker «
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