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Senkt die Regierung Hartz IV um 30 Prozent?

Montag, 21. Dezember 2009-17:50 -|- Eingestellt von: |

Von Robert Meyer | Dummer weiser Deutscher

Kurz vor dem Fest scho­ckiert der Sach­ver­stän­di­genrat der Bun­des­re­gie­rung mit der For­de­rung, den Regel­satz für das Arbeits­lo­sen­geld II um 30 Pro­zent zu kürzen.

Als gut ver­die­nender Pro­fessor und Berater der Bun­des­re­gie­rung fällt es einem natür­lich leicht, sich ein Urteil über das Leben am unteren Rand der Gesell­schaft zu bilden. Natür­lich ist es für einen neo­li­beral den­kenden Men­schen nur logisch, jedem Arbeits­losen gleich zu unter­stellen, er wäre ja nur zu faul um sich eine Arbeit zu suchen.

Doch genau in diese Rich­tung geht der Vor­stoß des Sach­ver­stän­di­gen­rates der schwarz-​gelben Bun­des­re­gie­rung und stößt damit Mil­lionen von Men­schen vor den Kopf. Der Vor­sit­zende dieses “Exper­ten­rates”, Wolf­gang Franz, for­dert eine grund­le­gende Reform der Hartz IV Gesetzgebung.

Kern dieses Umbaus ist die Kür­zung des ALG II Regel­satzes um ganze 30 Pro­zent! Wohl­ge­merkt in Zeiten, wo das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt dar­über ent­scheidet, ob der Regel­satz bei Kin­dern nicht schon viel zu gering ausfällt!

Kom­bi­lohn soll das Heil bringen

Würde man den Regel­satz tat­säch­lich ein­kürzen, so würden von den aktuell 359 Euro nur noch knapp 250 Euro im Monat übrig bleiben. Glück­li­cher­weise weiß Franz jedoch selbst, dass seine For­de­rungen momentan “nicht durch­setzbar” seien. Mal schauen, was die Bun­des­re­gie­rung von den Vor­schlägen ihres Experten hält, wenn 2010 plötz­lich und uner­wartet fest­ge­stellt, dass die Schul­denuhr schneller tickt.

Der Herr Pro­fessor sagt natür­lich nicht, dass er alle Arbeit­lose für ein faules über­be­zahltes Pack von Aso­zialen hält, son­dern ver­packt diese Aus­sage per­fide hinter dem Deck­män­tel­chen namens Hin­zu­ver­dienst­mög­lich­keiten bzw. einem Kombilohn.

Über­setzt würde dieses Modell fol­gendes bedeuten: Da die 250 Euro monat­lich bei weitem nicht für ein wür­de­volles Über­leben aus­rei­chen, müssten ALG II Bezieher so ziem­lich jede Stelle zu jedem erdenk­li­chen Preis annehmen.

Schließ­lich sind Arbeits­plätze rar und die Kon­kur­renz auf dem Skla­ven­markt groß. Die Wirt­schaft freut es, kann sie doch mit Stun­den­löhnen von zwei oder drei Euro locken, da Vater Staat den Rest oben drauf legen müsste.

Für die Unter­nehmen wäre dies ein kos­ten­güns­tiger Bil­lig­lohn­ar­beiter auf Kosten des Staates. Für den Lohn­ab­hän­gigen ALG II Bezieher wäre dies eine wei­tere Entmündigung.

Quelle: Dummer weiser Deutscher

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Anmer­kung: Hier der Link zum Nach­lesen — Wirt­schafts­weiser will Hartz IV um 30 Pro­zent kürzen

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Kategorie » Arbeit/Gewerkschaft, Gesellschaft/Soziales « | Tags » , «

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Ein Kommentar

  1. 1

    Kommentar ohne Gravatar

    landbewohner 21.12.2009 um 20:42 Uhr

    nun ja — das is die milde ver­sion — (neo oder sozial) faschisten wie dieser unmensch würden lieber heute als morgen arbeits­lager einführen.