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Nun erfüllt die Hornissenkoalition die Wünsche der Pharmaindustrie

Montag, 25. Januar 2010-14:24 -|- Eingestellt von: |

Von Jochen Hoff | Duckhome

Der Phar­ma­in­dus­trie geht es in Deutsch­land prächtig. Im inter­na­tio­nalen Ver­gleich sind Medi­ka­mente nir­gendwo so teuer wie in Deutschland.

Das schafft Gewinne und Boni für die Manager. Um noch mehr Gewinne zu schaffen, hat die Phar­ma­in­dus­trie im wesent­li­chen die For­schung ein­ge­stellt, bzw auf son­der­bare Weise umge­baut. Meist geht es nur noch darum, einem alt­be­kannten Medi­ka­ment irgend­einen Wirk­stoff hin­zu­zu­fügen und es dann als neu­este medi­zi­ni­sche Erfin­dung, für sehr teures Geld zu verkaufen.

Diese Medi­ka­mente unter­scheiden sich in ihrer Wir­kung nicht von den alten Medi­ka­menten. Meist sind sie über­flüssig wie ein Kropf oder es ent­stehen durch die neuen Bei­mi­schungen sogar schwe­rere Neben­wir­kungen. Aber damit und mit Ärzten die sich alles auf­schwatzen lassen, ent­stehen präch­tige Gewinne. Ein ele­gantes Geschäfts­mo­dell. Aller­dings hatte es einen kleinen Schönheitsfehler.

Das Institut für Qua­lität und Wirt­schaft­lich­keit im Gesund­heits­wesen (IQWiG) nahm anders als die meisten deut­schen Kon­troll­be­hörden seine Auf­gabe ernst und viele schöne Betrugs­me­di­ka­mente wurden nicht ange­nommen, bzw. ihre Wirk­sam­keit nicht bestätigt.

Das führte dazu, dass die Phar­ma­in­dus­trie einige gut aus­ge­dachte Gewinne nicht rea­li­sieren konnte, was natür­lich von seiten solch mäch­tiger Par­tei­spender nicht geduldet wird. In der Politik wurde alles in Bewe­gung gesetzt um Ein­fluss auf das (IQWiG) und seinen Leiter Peter Sawicki zu nehmen. Aber anders als z.B. bei den Imp­f­emp­feh­lungen, war Sawicki nicht käuf­lich. Je größer der aus­ge­übte Druck wurde, desto bock­bei­niger und kor­rekter ver­hielt er sich.

Er scheute keine Aus­ein­an­der­set­zung mit der Phar­ma­in­dus­trie und sparte so den Kran­ken­kassen Mil­li­arden, die ande­rer­seits in den Gewinnen der Phar­ma­buden fehlten. Das konnte nicht so wei­ter­gehen und die Regie­rung von Mutti und Wes­ter­welle sorgte schluss­end­lich dafür, das Peter Sawicki Ende August mit aus­laufen seines Ver­trages gehen muss. Das bedeutet gleich­zeitig Mil­li­ar­den­ge­winne für die Phar­ma­be­trüger und Mil­li­ar­den­ver­luste für die gesetz­li­chen Kran­ken­kassen. Also genau das was der Minister für die För­de­rung pri­vater Kran­ken­ver­si­che­rungen Rösler will.

Die soli­da­ri­sche Kran­ken­ver­si­che­rung soll auf jedem nur mög­li­chen Wege zer­stört werden, damit die käuf­liche FDP end­lich an ihrem Ziel ist, die Pri­vaten Kran­ken­ver­si­che­rungen voll im Geschäft zu haben. Das ist übri­gens kein neues Vor­haben. Schon 2003 hat Guido Wes­ter­welle in seinem Drei­kö­nigs­brief den FDP-​Mitgliedern einen Ver­si­che­rungs­ver­trag mit der DKV ange­boten, der zwi­schen 5 und 8.5 Pro­zent unter den übli­chen Tarifen liegt. Bei der FDP sind eben schon die ein­fa­chen Mit­glieder käuf­lich, wie die ganze Partei.

Mutti und die CDU haben zur Zeit über­haupt keinen Plan und des­halb macht Mutti alles mit, solange sie selbst nichts tun muss. Wie schon öfter in der Ver­gan­gen­heit, wedelt der Schwanz FDP mit dem Hund CDU und haut diesen gleich­zeitig auch der CSU um die Ohren. Wer in NRW so däm­lich ist CDU zu währen, wird noch mehr FDP bekommen. Selbst­mord mit dem Wahlzettel.

Quelle: Netz­werk­partner Duck­home

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Kategorie » Bundesregierung, Gesundheitswesen, Parteien u. Politiker, Politik/Wirtschaft « | Tags » , , , «

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gelesen: 117 · heute: 2 · zuletzt: 17. Mai 2012

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