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Das Streichkonzert der Hornissenkoalition

Freitag, 29. Januar 2010-10:14 -|- Eingestellt von: |

HornisseVon Jochen Hoff | Duck­home | — Eigent­lich wollen sie ja bis zur Wahl in NRW nichts preis­geben. Ihre gemeinen Pläne sollen die Bürger erst dann ken­nen­lernen, wenn sie sich bei der Wahl wieder einmal über den Tisch ziehen ließen.

Der Regie­rung Merkel II bleibt nur ein kleines Zeit­fenster all ihre Gemein­heiten durch­zu­ziehen. Zwi­schen dem 9. Mai 2010 und dem Spät­herbst 2010 muss alles gelaufen sein, bevor im Früh­jahr 2011 ein Super­wahl­jahr los­bricht, das diese Regie­rung wohl voll­ständig hin­weg­fegen wird, wenn es über­haupt noch so lange ohne Volks­auf­stand und Neu­wahlen geht.

Gerade das enge Zeit­fenster macht es aber erfor­der­lich, dass die Gemein­heiten schon vor der Wahl in NRW unter­schrifts­reif vor­liegen müssen, damit Mutti Merkel und die Wes­ter­welle ihr Pack noch schnell durch die Abstim­mungen jagen können, bevor wieder Wahl­kampf ist.

Des­halb werden jetzt in aller Stille überall die ent­spre­chenden Gesetze in den Minis­te­rien zurecht gefeilt. Natür­lich kann das nicht geheim bleiben, weil es zumin­dest unter den Mit­ar­bei­tern noch einige Anstän­dige gibt, die die Bevöl­ke­rung warnen wollen oder auch einige, deren per­sön­liche Ste­cken­pferde, nun dem Streich­kon­zert zum Opfer fallen.

Das Peter Ram­sauer als Ver­kehrs­mi­nister wie auf allen anderen denk­baren Posten ein voll­stän­diger Ver­sager sein würde, war schon vor seinem Antritt klar. Aber die CSU hatte eben keinen anderen und nun muss eben der Ram­sauer ran. Aber die Deut­schen sind Kummer gewohnt. Nie­mand kann sich mehr an einen guten und ver­nünf­tigen Ver­kehrs­mi­nister erin­nern, des­halb ist es egal, dass Ram­sauer total unfähig ist.

Dafür fällt es ihm leicht, den Streich­listen der Bun­des­bahn seinen Segen zu erteilen. Die Bahn hat kein Geld für Inves­ti­tionen in Deutsch­land, egal wie wichtig sie wären. Sie arbeitet sol­chen Unfug wie Stutt­gart 21 ab, die zur Beste­chung der Lan­des­fürsten für den Bör­sern­gang der Bahn gehörten, auch wenn dieser wohl in weite Ferne gerückt sein dürfte.

Aber der Rest ent­fällt. Inves­tiert wird im Aus­land. Für das Inland bleibt nichts als wei­tere Stre­cken­stil­le­gungen und die Ver­schie­bung selbst wich­tigster Infra­struk­tur­maß­nahmen auf den St. Nimmerleinstag.

Wenn Herr Grube schon nicht mit der Deut­schen Bahn an die Börse darf, dann macht er eben die Bahn in Deutsch­land weit­ge­hend zu und ver­zieht sich mit seinem Freund Meh­dorn und dem Geld der Deut­schen ins Aus­land. Den deut­schen Stra­ßenbau kann Ram­sauer nicht ins Aus­land ver­legen, aber er lässt gerade in seinem Minis­te­rium eine große Streich­liste erstellen. Dabei geht es nicht um unsin­nige Pro­jekte, sonder darum Geld zu sparen wo es eben geht.

Das bedeutet, dass unsin­nige Auto­bahn­pro­jekte wei­ter­ver­folgt werden, wäh­rend die Umge­hungs­straßen um Dörfer und Klein­städte wohl nie mehr rea­li­siert werden sollen. Am Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan sollen die deut­schen Bankster genesen.

Aber auch Zen­sur­sula von der Lüge, all­ge­mein als Ursula von der Leyen bekannt, beginnt schon mit der Tabula Rasa im Arbeits­mi­nis­te­rium. Da richtet sich ihr Zorn vor allem gegen die Hartz IV Emp­fänger, die ver­hin­dern, dass ihre Freunde noch mehr Dia­manten und wert­lose Aktien kaufen können.

Sie will prak­tisch sämt­liche Wei­ter­bil­dungs­maß­nahmen strei­chen. Das bringt zwar nur 6,6 Mil­li­arden, aber sie wird auch die Hartz IV Sätze absenken und so richtig Geld rein­schau­feln. Wenigs­tens beendet sie damit den Blöd­sinn von För­dern und For­dern und gibt ehr­lich zu, dass es nur um For­dern und Quälen geht.

Volker Kauder, der ja schon bewiesen hat, dass er ein ver­ant­wor­tungs­loses Groß­maul ist, hat beschlossen, dass die Renten nicht analog der Lohn­ent­wick­lung steigen dürfen, weil vor der Wahl die Union ja ein Rent­ner­kauf­ge­setz gemacht hatte, indem sie Ren­ten­kür­zungen aus­schloss, auch wenn diese nach der Formel not­wendig gewesen wären.

Dieses Wahl­ge­schenk nimmt er nun zum Anlass, die Rentner auf lange Zeit mit mini­malsten Ren­ten­er­hö­hungen abzu­speisen und damit real Ren­ten­kür­zungen vor­zu­nehmen. Aber was scheren ihn die Rentner wenn er sich nicht gerade als Wähler braucht.

Im Grunde hat ein gefaktes Wahl­kampf­plakat aus den Zeiten vor der Bun­des­tags­wahl die Dinge schon richtig vor­aus­ge­sehen. Leider ist der Rech­te­in­haber nicht bekannt. Duck­home wird das Bild auf dessen Wunsch sofort ent­fernen, bzw. den Autoren nennen. Aber es trifft ein­fach zu gut um es nicht zu bringen:

CDU Wahlplakat

Nein, die können es wirk­lich nicht. Eigent­lich können die nichts, außer den Wähler zu belügen und zu betrügen und ihren neo­li­be­ralen Herren zu Diensten zu sein. Wenn Abwählen nicht geht, dann ist weg­streiken eine gute Lösung.

Quelle: Netz­werk­partner Duck­home

Quelle Bild: von Anne Wie­land via Flickr Bestimmte Rechte vorbehalten

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