Von Jochen Hoff | Duckhome | – Der frühere Siemens-Vorstand Volker Jung wird seit acht Monaten in Griechenland an seiner Ausreise gehindert, weil er verdächtig ist, sehr genau über die Bestechungswelle mit der sich Siemens in Griechenland Aufträge erschachert hatte, informiert gewesen zu sein.
Der arme 70 jährige muss deshalb in seinem Ferienhaus auf der Insel Paros ausharren, bis die Justiz in Athen ihre Anklage formuliert hat. Paros im Winter ist sicher eine sehr harte Strafe.
Vor allem aber geht es darum, dass Deutschland einem anderen Siemensmanager, Michael Christoforakos, ein komfortable Leben in Deutschland ermöglicht, während in Athen wegen Korruption und Geldwäsche gegen ihn verhandelt werden soll.
Die Griechen haben eben nicht kapiert, dass Bestechung und Korruption im heutigen FDP-Deutschland zu den normalen Vorgängen gehört. Ob vom Mövenpickbesitzer oder der Solarbranche. Man ist in Deutschland käuflich, ohne jede Bedenken.
Warum sollte Außenminister Guido Westerwelle von der FDP den Herren Volker Jung und Michael Christoforakos auch nicht helfen. Seine FDP und seine Koalitionspartner CDU und CSU lassen sich doch auch schmieren. Wer selber korrupt ist, versteht die Sorgen der Bestecher doch um so besser.
Auch die deutsche Justiz sieht das so. Sie hat Bauernopfer gebracht, aber von Pierer laufen lassen. Nein. Griechenland kann jede Hoffnung fahren lassen, aber es kann Herrn Jung in Untersuchungshaft nehmen und ein paar Jahre quälen.
Vielleicht ist das Abschreckung genug für andere. Aber wahrscheinlich wird Westerwelle mit dem schon längst beschlossenen Ausschluss aus dem Euro für Griechenland drohen und anderen wirtschaftlich für Griechenland schädlichen Maßnahmen.
Wenn sich Politiker einmal für den schiefen Weg entschieden haben, gibt es meist kein Halten mehr. Auf Bestechlichkeit folgt Erpressung und am Ende muss dann einer Fallschirmspringen oder in Schweizer Hotels baden. Mal sehen wie diese Sache ausgeht.
Quelle: Netzwerkpartner Duckhome













