Von Pressetext | – Regierung will U-Boot-Flotte mit Milliarden seetauglich machen | – Canberra – Siemens will die australische Marine wieder flott machen und hofft auf milliardenschwere Rüstungsaufträge.
Zwei Drittel der U-Boot-Flotte liegen wegen technischer Gebrechen auf dem Trockenen. Wie das Handelsblatt berichtet, plant die Regierung daher rund 100 Mrd. Australische Dollar (rund 66,6 Mrd. Euro) in deren Sanierung zu stecken.
Der Konzern sei mit den Behörden bereits in Gesprächen über die Lieferung von Systemen und Dienstleistungen. Neben der Erneuerung der alten Flotte interessiere sich Siemens auch für eine Neuausrüstung der Boote.
Bei Exporten von Kriegswaffen und Rüstung liegt die Bundesrepublik hinter den USA und Russland weltweit auf dem dritten Platz. Unter der schwarz-gelben Regierung könnten die Ausfuhrbestimmungen nun weiter gelockert werden (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/100114009/).
"Der Trend zu höheren Exporten im Rüstungsbereich ist derzeit weltweit zu beobachten", meint Niklas Schörnig von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung http://www.hsfk.de im Gespräch mit pressetext.
Rüstung gegen Wirtschaftskrise
"Regierungen versuchen überall, Marktanteile auf dem Rüstungsmarkt zu gewinnen. Deutschland bildet hier keine Ausnahme", erklärt Schörnig. In der Regel werde dabei aktuell mit den Folgen der Wirtschaftskrise argumentiert. Die deutsche Regierung hatte sich in den Koalitionsverhandlungen etwa darauf geeinigt, Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen Ländern abzubauen.
Rüstungsexporte aus Deutschland sollen somit weniger restriktiv gehandhabt werden als bislang. Die Tausenden Arbeitsplätze in der Rüstungsbranche sollten erhalten werden, so die Argumentation.
Siemens stellt weltweit den größten Teil von Antriebssystemen nicht nuklear betriebener U-Boote her. Nach Australien sollen neben Antriebssystemen vor allem Lösungen aus den Bereichen Informationstechnologie und Systemintegration geliefert werden, um die U-Boote der Collins-Klasse wiederherzustellen. Die Boote gelten seit einigen Jahren als besonders anfällig und erweisen sich als Fass ohne Boden für Steuergelder. (Ende)
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Redakteur: Manuel Haglmüller
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Quelle: Pressetext
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