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Papandreou hat die wahren Schuldigen ausgemacht!

Von Roman | Wirtschaftsfacts | - Was der griechische Premierminister Papandreou in seiner heute gehaltenen Rede in Washington von sich gegeben hat, sei hier nachfolgend in den wichtigsten Auszügen beschrieben und kommentiert.

Natürlich tragen – gemäß seinen Ausführungen – externe Kräfte die Hauptschuld am Desaster Griechenlands, die er in erster Linie in den bösen Spekulanten ausmacht, die beabsichtigen, sein Land in einen Staatsbankrott zu treiben. Dies ist jedoch noch lange nicht alles. In Papandreous Rede wimmelt es von selbst konstellierten Wahrheiten und zum Teil Blödsinn, wie er haarsträubender kaum sein kann.

Wie bloomberg.com berichtet, hat der griechische Premierminister Papandreou die wahren Schuldigen an der aktuellen Lage Griechenlands nun ausgemacht. Bei den Lesern soll deshalb folgender Artikelschnipsel Berücksichtigung finden:

Der griechische Premierminister George Papandreou zieht Parallelen zu dem Kampf aus dem Jahr 1947, der darauf abzielte, den sich in Europa ausbreitenden Kommunismus zurück zu drängen. Er rief deshalb nach einer transatlantischen Kooperation, um gegen “charakterlose Spekulanten” anzukämpfen, die durch ihr Agieren eine neue globale Finanzkrise auslösen könnten.

Anm.: Hey Papandreou, hier sind News für Dich: Griechenland hat seine ökonomische Malaise also nicht selbst verschuldet, indem es die Märkte, die Europäische Union und die Bürger aller anderen Mitgliedsstaaten Jahre lang wissentlich betrogen hat, über einen viel zu langen Zeitraum vollkommen über seine Verhältnisse lebte und seine Bücher fälschte unter Hilfestellung derselben Spekulanten, die der griechische Premier heute an den Pranger stellt?

Wen will dieser Bankrottverwalter mit derartigen Ausführungen beeindrucken? Sein Heil im Angriff zu suchen, wenn man mit dem Rücken bereits zur Wand steht, kann sehr gefährlich werden, denn es heißt auch: beiße nicht die Hand, die Dich streichelt…aber er wird sich der verbalen Hilfeleistungen eines Sarkozy versichert wissen, was ihn wohl dazu ermuntert, heute Worte in den Mund zu nehmen, die ihm die Märkte zu einem späteren Zeitpunkt noch die Kehle runter prügeln könnten. Weiter heißt es:

„Europa und Amerika müssen zu diesen Spekulanten sagen ‘genug ist genug’, die ihren einzigen Fokus auf kurzfristige Gewinne ausrichten, und die schlimmen Folgen und Konsequenzen für das gesamte wirtschaftliche System dabei ausblenden“, sagte er heute in einer Rede in Washington.

Anm.: Und für Griechenland selbst trifft dies nicht zu? Wann sagt die EU zu Griechenland “genug ist genug”? Raus aus der Eurozone Ihr Betrüger! Zu welchem Zeitpunkt hat sich die griechische Regierung jemals Gedanken über die Konsequenzen für alle anderen Mitgliedsländer gemacht, die aus den Bilanzfälschungen des Landes für die Eurozone erwachsen??? Weiter heißt es:

„Eine anhaltende Euro-Krise könnte einen Dominoeffekt anstoßen, was dazu führen würde, die Finanzierungskosten in die Höhe schießen zu lassen für andere Staaten mit großen Budgetdefiziten und zu einer großen Volatilität an den Bond- und Währungsmärkten in der ganzen Welt führen.“

Anm.: Na, wie schön. Er ist sich der Folgen der Aktivitäten seines Landes also bereits bewusst geworden, nachdem die Märkte die Hellas-Bonds auf Talfahrt und die Zinsen parallel up in the sky geschickt haben. Nur verantwortlich will er selbst nicht dafür gemacht werden. Als hätten andere Kräfte als Griechenland selbst die Bilanzfälschung und den aufgedeckten Betrug begangen. Weiter heißt es:

Papandreou und andere Staatslenker wie die deutsche Kanzlerin Angela Merkel haben einen großen Teil der in die Höhe schießenden Finanzierungskosten für Griechenland auf Spekulationen an den Märkten zurückgeführt, anstatt auf die Probleme des Landes, das größte Budgetdefizit unter allen Eurozonen-Staaten in den Griff zu bekommen. Deutschland und Frankreich drängen auf Einschränkungen für “Spekulanten”, die Kreditderivate dafür nutzen, um gegen die ausstehenden griechischen Schulden zu wetten, die im Juni fällig werden, wie offizielle Vertreter heute in Berlin und Brüssel erklärten.

Anm.: Ja, natürlich. Dass Investoren sich ganz simple Sorgen darüber machen könnten, dass sich ihre Investitionen in Hellas-Bonds nicht nur in äußerster Gefahr befinden, sondern sie ihre Anlagen – siehe Argentinien – komplett einbüßen könnten, da Griechenland nach allen zur Verfügung stehenden Maßstäben vor dem Staatsbankrott steht ohne externe Hilfe, das will einmal mehr nicht gesehen werden.

Wie im Falle des Aktiencrashs 2008 werden dann die bösen Spekulanten dafür verantwortlich gemacht, dass Fannie Mae bankrott ist und verstaatlicht wird, was der wahre Grund dafür ist, warum Investoren das Papier in Masse auf den Markt geworfen haben. Die Frage ist: Glauben sie es selbst, was sie da von sich geben oder belügen sie sich selbst oder was soll das? Verstehen diese Leute eigentlich die einfachsten Marktmechanismen nicht? Man könnte fast den Eindruck haben. Weiter heißt es:

Papandreou nannte die Märkte für Credit-default Swaps eine “Plage”, die “Griechenland und uns alle heimsucht”. Die Aufsichtsbehörden in den USA und Europa müssen sich auf gemeinsame Regularien einigen, um derartige Aktivitäten einzudämmen, sagte er, oder “ein kleines Problem könnte sich zum Zusammenbruchaspekt innerhalb eines bereits sehr volatilen Systems entwickeln”.

Anm.: Oh, ja. Wie schön. Ein “kleines Problem” nennt er die 600 Billionen Dollar Bombe! Na bitte, jetzt erleben sie erst einmal, welches Monster sie durch ihre Jahre lange Deregulierung der Finanzmärkte selbst geschaffen haben. Dieses Monster holt sie gerade ein und beißt sie in den Allerwertesten.

Man darf gespannt sein darauf, wie erfolgreich Herr Papandreou dabei sein wird, den Herren Dimon, Pandit, Moynihan, Blankfein, Ackermann und Co. zu erklären, dass sie doch bitte ihr Derivategeschäft an den Nagel hängen sollen, das bereits 15 Mal größer ist als das Weltbruttosozialprodukt.

Götterdämmerung zieht herauf…und die Angst davor, das Heft des Handelns aus den Händen zu verlieren. Nichts anderes wurde seit zwei bis drei Jahren prognostiziert. Als ob sich die Märkte von einem kleinen, bankrotten Bürokraten aus Griechenland die Welt erklären lassen würden.

Darauf haben alle noch gewartet. Ich bin gespannt, was in Griechenland erst los sein wird, wenn Papandreou und seine Regierungsmannschaft auf der Abschussrampe Platz genommen haben. Dafür ist wahrlich nicht viel Fantasie nötig. Weiter heißt es:

Papandreou sagte, dass Griechenland wahrscheinlich “harte Zeiten” bevorstünden im Zuge der Ausführung der beschlossenen Kürzungspläne, wenn Verbesserungen “aufgefressen werden durch unerschwingliche Zinsanstiege.”

Anm.: Die kommen so oder so. Wie John Brynjolffson zuletzt erklärte, wird kein Investor, der noch alle sieben Sinne beisammen hat, Euch noch Kapital zur Verfügung stellen, wenn Ihr nicht ordentliche Zinsen bietet für derartige Risikoinvestments. Dies schließt natürlich ebenfalls eine bevorrechtigte Rückzahlung mit ein im Falle eines Staatsbankrotts. Weiter heißt es:

Einige europäische Aufsichtsbehörden stellten die Behauptungen in Frage, dass “Spekulanten hinter dem Absturz der griechischen Bonds stehen. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin teilte heute mit, dass es “bislang keinerlei Beweise” dafür gäbe, dass eine “massive” Spekulationswelle in Form von Credit-default Swaps gegen griechische Bonds im Gange sei.

Anm.: Die Antwort folgt auf dem Fuß. Wer so bankrott ist und dafür externe Kräfte verantwortlich macht, den soll man doch bitte einfach fallen lassen wie eine heiße Kartoffel! Müssen deutsche Steuerzahler denn jetzt auch noch für solch einen Unsinn und Murks in naher Zukunft bluten?

Zumal diese „Investitionen“ nichts abwerfen, sondern dem Werfen von gutem Geld in ein schwarzes Loch gleichen, das einfach zu tief reicht auf der Peloponnaise. Es macht den Eindruck, dass einem diese “Staatenlenker” heutezutage nicht einmal den größten ökonomischen Blödsinn ersparen wollen.

Quelle: Wirtschaftsfacts

Die Veröffentlichung wurde von “Wirtschaftsfacts” genehmigt. Danke, Roman !

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