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Menschenkette NABU Pressemitteilung von NABU (Naturschutzbund) | – Die Auseinandersetzung um den Atomausstieg geht in die heiße Phase: In Kürze wird darüber entschieden, ob die Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel vor der Haustür Hamburgs wieder ans Netz gehen – oder für immer abgeschaltet bleiben.

Auch die Uraltmeiler Neckarwestheim 1 und Biblis A in Baden-Württemberg und Hessen könnten endlich für immer still stehen, denn ihre gesetzlich festgelegte Strommenge ist fast aufgebraucht.

Doch parallel verhandeln Bundesregierung und Atomkonzerne im stillen Kämmerlein über längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke. Vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen Anfang Mai sollen die Verhandlungsergebnisse jedoch nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

All dies ist Anlass genug, ein klares Signal an Bundesregierung und Energiekonzerne zu senden: Der gesellschaftlich vereinbarte Atomausstieg muss so umgesetzt werden, wie er vor fast zehn Jahren im Konsens festgeschrieben wurde und von der Mehrheit der Gesellschaft getragen wird! Dazu wird es in den kommenden Monaten mehrere Protestaktionen geben, an denen sich der NABU beteiligt:

Vom 10. bis 18. April läuft die bundesweite Stromwechselwoche. Sie wird organisiert vom Bündnis „Atomausstieg selber machen“, zu dessen Gründern der NABU zählt. Interessierte Einzelpersonen und Gruppen in Deutschland sind aufgerufen, Menschen in ihrem Umfeld von einem Wechsel hin zu Ökostrom zu überzeugen. Informationsmaterialien, Plakate und Aufkleber gibt es kostenlos unter www.atomausstieg-selber-machen.de.

NABU

Am 24. April, zwei Tage vor dem Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986, werden zigtausend Menschen eine große Aktions- und Menschenkette zwischen den Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel bei Hamburg bilden.

Unter dem Motto „KETTENreAKTION: Atomkraft abschalten!“ rufen zahllose Organisationen alle Menschen dazu auf, sich an der Kette zu beteiligen und damit ein starkes Zeichen gegen längere Atomlaufzeiten zu setzen.

Der NABU unterstützt die Organisation der Menschenkette finanziell.
Auch die nördlichen Landesverbände des NABU rufen dazu auf, sich in die Menschenkette einzureihen. Für Interessierte aus Berlin bietet die Naturschutzjugend NAJU einen Bustransfer zur Menschenkette und zurück an. Informationen dazu gibt es bei Christoph Röttgers (christoph.roettgers@nabu.de).

Alle weiteren organisatorischen Hinweise zur Menschenkette finden sich im Internet unter www.anti-atom-kette.de.

Bereits für den 21. März ist am Atomkraft-Standort Neckarwestheim unter dem Motto „Endlich abschalten!“ eine große Demonstration geplant. Alle weiteren Informationen zu den Planungen gibt es unter www.endlichabschalten.de. Der NABU Baden-Württemberg ist Mitglied im Trägerkreis für die Demonstration und unterstützt die Aktivitäten.

Für Rückfragen:
Elmar Große Ruse
NABU-Referent für Energiepolitik und Klimaschutz
Charitéstraße 3
10117 Berlin
Tel. + 49 (0)30-28 49 84-16 11
elmar.grosse-ruse@nabu.de
Organisatorische Fragen zur Menschenkette am 24. April: www.anti-atom-kette.de

Quelle: NABU (Naturschutzbund)

Bilder: Dito

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gelesen: 155 · heute: 2 · zuletzt: 27/07/2010

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