Vorstufe zur Implantation: “Der Chip” als Personalausweis
Sonntag, 27. Juni 2010-16:32 -|- Eingestellt von: Julie |
Von Wahrheiten.org | — Am 1. November 2010 ist es soweit: Der neue Ausweis des Personals der BRD erblickt das Licht der Lesegeräte. Sicher und komfortabel soll er sein laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière.
Doch obwohl die neue “Scheckkarte” insbesondere im Onlinehandel große Vor– teile bringen soll, sind die Bürger alles andere als begeistert. Gefragt werden sie freilich nicht, denn dazu müsste man Demokratie leben und sie nicht nur spielen.
Wer zum neuen Personalausweis zwischen den Zeilen liest, schaut in eine total– überwachte Zukunft, in der schon bald kein Kaufen und Verkaufen mehr ohne Chip die Realität darstellen wird.
Sofern die im Internet gezeigten Muster dieser neuen Chipkarte dem zukünfti– gen fertigen Exemplar entsprechen, wird auch dieser neue elektronische Perso– nalausweis im Scheckkartenformat wieder nur “DEUTSCH” als Staatsangehörig– keit eines nicht existierenden Staates “Deutsch” aufweisen.
Andererseits ist das auch völlig logisch, denn rechtlich hat sich an unserer bescheidenen Lage schließlich nichts verändert. Dem Bericht von FR-Online vom 18.06.2010 zufolge, werden auf dem Chip fast nur dieselben Daten gespeichert, die der Ausweis auch bereits sichtbar beinha tet:
Im Unterschied zum alten Personalausweis ist der neue künftig kleiner und enthält im Inneren einen Chip. Auf diesem werden standardmäßig der vollständige Name, Geburtsdatum– und Ort, Staatsangehörigkeit, Gültigkeitsdauer, sowie Serien– und Zu– gangsnummer des Dokuments gespeichert. Zudem wird ein digi– tales Foto des Ausweisinhabers hinterlegt.
Freiwillig ist hingegen die Möglichkeit, zwei digitale Fingerab– drücke auf dem Chip zu speichern.
Da Fingerabdrücke sehr sensible Daten darstellen, wird uns zunächst noch die Wahl gelassen, diese auf dem Chip abspeichern zu lassen. Sobald der Chip jedoch physisch mit seinem Träger verbunden sein wird, kann dies wieder entfallen.
Vermutlich wurde auch deswegen auf den Zwang dazu verzichtet. Oder zwei– feln Sie noch daran, dass schon die nächste Generation des Personalausweises im Jahre 201X direkt unter Ihre Haut geht?
Bis dahin versuchen uns die Meldebehörden wegen der Datenspeicherung zu beruhigen, wie FR-Online weiter schrieb:
Nach dem Abholen des Personalausweises werden die Fingerab– druckdaten unwiderruflich aus der amtlichen Datenbank gelöscht, eine bundesweite Speicherung ist gesetzlich untersagt. Zudem würden die Fingerabdrücke “in keinem Fall zur Nutzung privater Anbieter freigegeben”, versicherte der Innenminister.
Natürlich, niemand hatte die Absicht, eine Mauer zu bauen oder die Steuern nach der gewonnenen Wahl zu erhöhen. Selbstverständlich glauben wir ihnen jedes Wort, liebe Regierungsmitglieder.
Im Übrigen sollten Sie sich nicht davon täuschen lassen, dass der Chip ja “nur” die oben erwähnten Daten speichert und daher keine große Gefahr von Daten– klau oder sonstiger Datenweitergabe ausgeht. Das Problem entsteht an ande– rer Stelle, die für den Normalbürger kaum erkennbar ist.
Was viele nicht wissen: Auch der aufgedruckte Barcode auf jedem unserer Supermarktartikel enthält an sich keinerlei verborgene Informationen, sondern referenziert lediglich auf Daten in einer Datenbank im Supermarktzentralrech– ner. Beim Kauf wird registriert, welches Produkt gerade über den Scanner gezo– gen wird und aus der Datenbank kommen dann Preis und Name des Artikels. Umgekehrt “weiß” die Datenbank dadurch, wieviele dieser Produkte wieder nachgekauft werden müssen.
Sofern Sie im Supermarkt in bar bezahlen, verläuft Ihr Kauf gänzlich anonym. Verwenden Sie dagegen EC-Karte oder gar Datensammeldienste wie Payback, dann können und werden die vorhandenen Informationen, wer was wann ge– kauft hat, dagegen sogar kommerziell weiterverwendet. Unternehmen wie der Großhandel etwa speichern unter der obligatorischen Kundenkarte alle Ihre Käufe bis zu zehn Jahre lang.
Ebenso verhält es sich auch mit dem neuen Personalausweis. Zwar sind auf dessen Chip nur wenige Ihrer persönlichen Daten abgelegt, aber durch das Ver– wenden des Ausweises als “eID” im Internet werden sehr schnell hochspan– nende Profile jedes Nutzers angelegt.
Der Focus publizierte zum Thema neuer Personalausweis am 17.06.2010 wei– tere interessante Details:
Mit der neuen Karte ist das „Sich-Online-Ausweisen“ (eID-Funk– tion) möglich. Und schließlich können künftig Verträge, Anträge und Urkunden online mit einer digitalen Unterschrift unterzeich– net werden.
[…]
Walloschke zeigte am Donnerstag in Berlin, wie einfach ab November das Online-Shoppen werden soll. Statt eines umständ– lichen Einloggens mit Username und Passwort reicht künftig ein Klick auf den Button „Mit neuem Personalausweis registrieren“. Das langwierige Ausfüllen von Formularen entfällt.
Für die Online-Händler ergibt sich gewiss ein großer Vorteil, weil Bestellungen durch eID mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit keine Falschbesteller sind. Dadurch lassen sich durchaus Kosten und Arbeit einsparen. Verknüpft mit der vom Käufer gewählten Zahlungsweise, sind ruckzuck unglaubliche Rückschlüsse auf die Zahlungsmoral der Kunden möglich, man muss diese Daten nur in zentralen Datenbanken ablegen.
Sagen Ihnen die Begriffe Schufa und Creditreform etwas? Deren Dienstleistun– gen ließen sich genau mit der eID-Funktion zu ganz neuen Anwendungen ver– binden. Ohne dass Sie als Kunde davon etwas mitbekämen, könnte im Hinter– grund ein legaler Datenaustausch und eine Datenarchivierung stattfinden, die alles übertrifft, was in der Vergangenheit schon an Sammelwut herrschte.
Durch diesen Chip im neuen Personalausweis ergibt sich eine einmalige Zuord– nungsmöglichkeit, die Ihnen als Kunde zwar Tür und Tor öffnet, Ihnen diese aber auch ebenso erfolgreich verschließen kann, sofern Sie sich nicht an die vorgegebenen Regeln halten sollten.
Stellen Sie sich Geschäfte und Dienstleister vor, die den Zutritt nur per neuem Personalausweis mit diesem RFID-Chip ermöglichen. Natürlich würde sich zu Anfang jeder Geschäftsmann ins eigene Fleisch schneiden, der allen anderen Kunden ohne den Chip den Zutritt verweigert. Doch vielleicht kommt ja Schützenhilfe “von oben”, indem bestimmte Unternehmen diese Art Zutrittskon– trolle als Auflage zur Wahrung der Sicherheit erhalten.
Dies beginnt schon mit dem “Terrorschutz”. Es wird nicht lange dauern, dann werden z.B. alle internationalen Flüge nur noch mit diesem elektronischem Ausweis möglich sein. Dazu genügt eigentlich schon eine Neuauflage von 9/11. Schauen Sie sich doch an, wie bereits heute die Anforderungen für Flüge in die USA sind.
Bei soviel erzwungener Transparenz könnte dem einen oder anderen im Nach– hinein aber durchaus in den Sinn kommen, seine Daten bei diversen Anbietern wieder löschen zu lassen. Der Focus schrieb dazu weiter:
Die Informationen über den Kunden würden nicht für immer und ewig gespeichert, berichtet der Internethändler. Per Mausklick kann man den neuen Personalausweis nicht nur hinzufügen, son– dern auch deaktivieren oder entfernen.
Als wesentliche Erkenntnis der Vorarbeiten nennt Walloschke, dass der Kunde das rückgängig machen kann, was er zuvor von sich preisgegeben hat.
Auch das sollten Sie keinesfalls glauben. Sie können schon an Datenkraken wie Google und Facebook erkennen, was mit Ihren Daten geschieht. Das Internet vergisst nichts. Und schon gar nicht werden wertvolle Daten von irgendeinem Unternehmen freiwillig gelöscht, welches dafür Geld und Aufwand investiert hat. Wer weiß denn schon, was in Wirklichkeit mit den Daten geschieht?
Das Problem ist, dass es keine Garantie dafür gibt, ob ein Anbieter Ihre Daten löscht oder nicht. Sie müssen ihm schlicht glauben, denn alle elektronisch einmal erfassten Informationen können beliebig oft vervielfältigt und gespeichert werden.
Selbst wenn die von Innenminister Thomas de Maizière beschworene Fälschungssicherheit des neuen Personalausweises Bestand haben sollte, wird es unter Garantie in der massenhaften Anwendung zu echten oder manipulier– ten schwerwiegenden Problemfällen kommen.
Daraufhin werden vermutlich Stimmen laut, die dann doch eine verpflichtende Speicherung von Fingerabdrücken oder weiteren Merkmalen auf dem Chip fordern.
Sobald diese Diskussion beginnt, werden wir dann schon die nächste Stufe am Horizont erkennen: Absolute Sicherheit wird gefordert und diese wird es nur mit einer diebstahlsicheren Chipkarte geben.
Da exakt dieselbe Problematik auch mit dem Geld besteht – siehe die neuerliche Diskussion in Schweden um die Abschaffung von Bargeld – wird die Rettung in der Not ein implantierter Kombi-RFID-Chip sein, der sowohl Personalausweis als auch gesetzliches Zahlungsmittel darstellt.
Der Chip unter Ihrer Haut wird die angebliche Lösung aller scheinbaren Proble– me sein:
- Er ist absolut diebstahlsicher
- Sie sind fälschungssicher identifizierbar
- Geldbörse und Ausweis bzw. Reisepass als implantierter RFID-Chip sind eine einheitliche und weltweit anerkannte Anwendung
- Sie können sowohl in allen Geschäften wie auch im Internet sicher und bequem einkaufen
- Bezahlen war noch nie so schnell und einfach möglich
- Einmalig implantiert, hält der Chip Ihr Leben lang und muss nicht mehr wie ein Plastikausweis alle zehn Jahre gegen Gebühr neu beantragt werden
- Kommerzielle Anwendungen in vielfältigster Form wie beispielsweise die Integration in Haustürsysteme zur Zugangskontrolle oder auch in Fahrzeuge als Diebstahlsicherung sind denkbar
In der wirtschaftlich höchst desolaten Zukunft wird die Kriminalität enorm an– steigen und das Geldsystem gänzlich zusammenbrechen, sodass die Argumen– tation für eine Implantationslösung vermutlich zum Selbstläufer werden wird. Wenn es kein Bargeld mehr gibt, kann es auch niemand mehr stehlen.
Wir können zwar nur darüber spekulieren, was uns hier konkret bevorsteht, aber wer eins und eins zusammenzählt, der erkennt schon jetzt, wohin der Hase läuft.
Wie schnell dies alles auf uns zukommen wird, ist von den Geschehnissen der nahen Zukunft abhängig. Aber dass es so kommen wird, daran dürfte inzwi– schen wohl kaum mehr jemand zweifeln.
Quelle: Wahrheiten.org – Mit freundlicher Genehmigung.
Bild: Dito
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Kategorie » Daten « | Tags » Chip, Chipkarte, Daten, Personalausweis «
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