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“ethecon” ruft zum Boykott gegen BP-​Konzern auf

Sonntag, 18. Juli 2010-17:11 -|- Eingestellt von: |

Boykott BPVon Redak­tion “ethecon” | — Ange­sichts der dra­ma­ti­schen Kata­strophe im Golf von Mexiko und der skan­da­lösen Ent­wick­lungen in diesem Zusam­men­hang, wendet sich „ethecon — Stif­tung Ethik & Ökonomie“ mit einem inter­na­tio­nalen Boykott-​Aufruf an die Öffent– lichkeit.

BP ist mit einem aus­ge­wie­senen Umsatz von 367 Mil­li­arden Dollar der viert­größ– te Kon­zern der Welt. Die durch BP ver­ur­sachte Kata­strophe im Golf von Mexiko ist ein erschüt­terndes Bei­spiel, wie die hinter dem Kon­zern ste­henden Kapital– besitzer und die ver­ant­wort­li­chen Manager in ihrer rück­sichts­losen Jagd nach Gewinn und Profit unseren Pla­neten an den Abgrund des Ruins treiben.

„ethecon — Stif­tung Ethik & Ökonomie“ ruft auf zum Boy­kott des BP-​Konzerns und mög­lichst vieler seiner Toch­ter­un­ter­nehmen und Marken wie AMOCO, ARAL, ARCO, BP-​Solar CASTROL, am/​pm, und WILD BEAN CAFÉ.

Axel Köhler-​Schnura, Vor­sit­zender des Stif­tungs­vor­stands und einer der Grün– dungs­stifter von ethecon, fordert:

„Boy­kot­tieren wir BP bis der Kon­zern die Kata­strophe gestoppt, die Umwelt– und sozialen Schäden besei­tigt und die lang­fris­tige Ver­ant­wor­tung für alle Fol­ge­schäden über­nommen hat!

Boy­kot­tieren wir BP bis die ver­ant­wort­li­chen Manager und die hinter ihnen ste­henden großen Kapi­tal­be­sitzer bestraft sind und für die von ihnen ver­ur­sachten Schäden aufkommen!“

Neben dem Boy­kott ruft ethecon dazu auf, Protest-​Emails an BP und die US-​Regierung zu schi­cken und startet eine Unter­schrif­ten­samm­lung unter die im Boykott-​Aufruf gestellten For­de­rungen (siehe www​.ethecon​.org/​d​e​/bp).

Gleich­zeitig bittet ethecon um die mög­lichst umfang­reiche Ver­brei­tung des Boykott-​Aufrufs per Email und auf Blogs, Face­book, Twitter etc.

Bei einer Aktion gegen den BP-​Konzern im US-​Senat wurde die Preis­trä­gerin des Inter­na­tio­nalen ethecon Blue Planet Award 2006, Diane Wilson, ver­haftet. Der Pro­zess beginnt am 18. Juni, im Falle einer Ver­ur­tei­lung droht ihr ein Jahr Haft.

“ethecon” ist im Gegen­satz zu den vielen Konzern-​, Familien-​, Kirchen-​, Partei– und Staats­stif­tungen eine der wenigen Stif­tungen „von unten“, die sich vor allem in der Ver­ant­wor­tung gegen­über den kom­menden Gene­ra­tionen sieht. Die noch junge Stif­tung finan­ziert sich über Zustif­tungen, Spenden und Fördermitgliedschaften.

Hier Boykott-​Mail an BP schicken

Hier Boykott-​Unterschriftenliste ausdrucken

Quelle: ethecon

Bild: von Rusty Box­cars via Flickr Bestimmte Rechte vorbehalten

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gelesen: 213 · heute: 2 · zuletzt: 16. Mai 2012

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2 Kommentare

  1. 1

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    PeWi 18.07.2010 um 10:56 Uhr

    Ich weiß ja nicht, wie das gehen soll. Nungut, wir tanken nicht BP, haben noch nie­mals eine soge­nannte "Marke" getankt, egal wie sie heißen. Nur, glaube ich nicht, dass BP nur die eigenen Tank­stellen belie­fert. So viele Ölför­derer gibt es ja nun wirk­lich nicht.

  2. 2

    Kommentar ohne Gravatar

    Angelika 18.07.2010 um 16:56 Uhr

    In dem Bericht von ethecon ist ja der gute Gedanke, zum Boy­kott
    gegen BP auf­zu­rufen, vor­handen.
    Aller­dings nur solange, bis die Schäden ent­fernt sind.
    Glaubt die Orga­ni­sa­tion ethecon tat­säch­lich, dass es damit getan ist bzw. dass von BP keine Schäden mehr ange­richtet werden?
    Ich denke, dass BP hieraus nicht all­zu­viel gelernt hat. Im
    übrigen wird BP voller Gier weiter nach Öl bohren.
    Warum erteilt man BP nicht einen rich­tigen Denk­zettel und sperrt
    ihn ganz auf dem Markt, genau wie die Toch­ter­un­ter­nehmen.
    Ich meine, sol­chen Firmen wird es viel zu leicht gemacht.
    Die paar Mil­li­arden ste­cken die doch leicht weg.
    Aber wenn man sie sperren würde, könnte der Staat hier keine
    Steuern mehr ein­strei­chen, oder sehe ich das falsch.
    Alles nur Geschwätz, auch von Obama.
    Und was haben die Tiere und die Natur davon?
    Die sind die Ein­zigen, die hier auf der Strecke bleiben.
    Die inter­es­sieren die Akteure in diesem Spiel am aller wenigsten,
    auch für die Fischer spielt das keine Rolle, denn sie bekommen den Ver­lust bezahlt. Also warum das ganze Geschrei.
    Die Natur und die zu Tode gekom­menen Tiere haben keine Lobby.
    Wie traurig. Ich könnte kotzen zu dieser ganzen schein­hei­ligen
    Verlogenheit.