Von Ali Akbar Dareini | Navy Times | Übersetzung Wolfgang Jung | Luftpost | – Der Iran will sich gegen die über einhundert vor seinen Küsten kreuzen- den ausländischen Kriegsschiffe mit vielen kleinen bewaffneten Booten ver- teidigen.
TEHERAN – Nach Aussagen des ehemalige Marinechefs der Iranischen Revolu- tionsgarde hält der Iran zur Bekämpfung jedes Kriegsschiffs der USA oder einer anderen ausländischen Macht, das den Iran bedroht, 100 eigene Boote bereit; das berichtete eine iranische Zeitung am Samstag.
Eine militärische Konfrontation auf den lebenswichtigen Öltransport-Routen im Persischen Golfs hätte schwerwiegende globale Auswirkungen. Die Warnung ergänzt frühere Drohungen des Irans, die strategisch bedeutsame Straße von Hormuz, durch die 40 Prozent der Erdöltransporte der Welt abgewickelt werden, im Falle eines militärischen Angriffs zu blockieren.
"Wir sind in der Lage, jedes US-Kriegsschiff, wenn nötig, mit 100 eigenen Booten anzugreifen," wurde General Morteza Saffari von der konservativen (iranischen) Wochenzeitung PANJEREH zitiert.
Die USA und Israel haben angekündigt, militärische Gewalt anwenden zu wollen, wenn es auf diplomatischem Weg nicht gelingt, das von ihnen vermu- tete iranische Atomwaffenprogramm zu stoppen. Der Iran bestreitet, solche Waffen entwickeln zu wollen, und behauptet, sein Atomprogramm diene nur friedlichen Zwecken wie der Energiegewinnung.
Das Hauptquartier der 5. US-Flotte befindet sich in Bahrain – auf der dem Iran gegenüberliegenden Seite des Persischen Golfs.
Saffari teilte mit, zur Zeit befänden sich über 100 ausländische Kriegsschiffe im Persischen Golf und im Arabischen Meer und fügte hinzu, ihre Matrosen seien im Kriegsfall "Häppchen" für das iranische Militär, berichtete die Zeitung.
"Wenn der erhabene höchste Führer Ayatollah Ali Khamenei es befiehlt oder wenn der Feind die geringste Drohung gegen das im Iran herrschende islamische System ausstößt, ist die Garde bereit, sofort zu reagieren," wird er zitiert.
Da der General die Anzahl der ausländischen Kriegsschiffe mit 100 angibt, müsste der Iran selbst über 10.000 bewaffnete Boote verfügen. Es ist bekannt, dass die Garde viele schnelle Motorboote hat, man weiß aber nicht, wie viele größere Kriegsschiffe der Iran besitzt.
Im Januar 2008 umkreisten fünf kleine, schnelle Motorboote der Iranischen Revolutionsgarde kurzzeitig drei US-Kriegsschiffe, die sich im Persischen Golf iranischen Gewässern genähert hatten, und drohten über Funk, sie zu ver- nichten. (Siehe hier) Der Krieg der Worte zwischen dem Iran und dem Wes- ten hat sich verschärft, seit der UN-Sicherheitsrat im letzten Monat schärfe- re Sanktionen gegen den Iran verhängt hat – als Antwort auf die Weigerung des Irans, seine Urananreicherung einzustellen, eine Technologie die sowohl zur Herstellung von Kernbrennstäben, als auch zur Gewinnung von atomwaf- fenfähigem Uran verwendet werden kann.
Der Iran hat seine stärkste militärische Streitmacht, die Revolutionsgarde, be- reits im Jahr 2008 damit beauftragt, die iranischen Gewässer im Persischen Golf zu verteidigen.
"Wir glauben, dass uns der Feind, durch verstärkte psychologische Kriegs- führung nötigen will; aber der Iran ist … vorbereitet," sagte Saffari, der bis Anfang Mai Marinechef der Garde war. "Der Feind wird nicht wagen, den Iran anzugreifen."
(Wir haben den Artikel komplett übersetzt und mit einem Link in Klammern und Hervorhe – bungen versehen. Da sich nach Aussage des iranischen Generals bereits über 100 ausländische Kriegsschiffe in den Gewässern vor der iranischen Küste aufhalten, dürfte der von Obama angeordnete Aufmarsch von vier bis fünf US-Flugzeugträgergruppen im Persischen Golf und im Arabischen Meer bald beendet sein (siehe hier). Vermutlich ist auch die unter US-Kommando operierende deutsche Fregatte "Hessen" dabei. Es dürfte nicht mehr allzu lange dau- ern, bis der "Krieg der Worte" zu einem "Krieg der Waffen" mit unabseh- baren Folgen eskaliert. Anschließ end drucken wir den Originaltext ab.)














Die Geschichte lehrt uns, daß auf einen Krieg der Worte meist ein heisser Krieg folgte.
Als alles noch im Obama Jubel war, wussten diejenigen, welche seine Äusserungen vor der Wahl aufmerksam verfolgten bereits, daß mit “Friedenspreisträger” Obama ein Wolf im Schafspelz zum US-Präsidenten gewählt wurde.
Das Einzige, was ihn wirklich in der US Aussenpolitik von George W. Bush unterscheidet ist, daß er seine Kriegspolitik medial besser “verkauft.”
In der Tat, auch ich sehe einen “heissen” Konflikt in Sachen Iran auf die Welt zukommen, einen Krieg mit unabsehbaren Folgen für die Menschheit.
Wie Irak und Afghanistan beweisen, haben die USA nichts aus der Geschichte, wie z.B. in Vietnam hinzugelernt.
Sie werden also weitermachen wie bisher und ein weiteres Land bombardieren.