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Adolf Sauerland kämpft um seine Rente

Samstag, 31. Juli 2010-12:39 -|- Eingestellt von: |

Von Roman | Wirt­schafts­facts | - Der (noch) amtie­rende Ober­bür­ger­meister von Duis­burg, Adolf Sau­er­land, wehrt sich mit Händen und Füßen gegen einen gefor­derten Rück­tritt von seinem Amt, obwohl die Oppo­si­tion unter Bür­gern, Par­teien und auch aus den eigenen Reihen immer größer wird.

Ein Rück­tritt komme einem Schuld­ein­ge­ständnis gleich, so Sau­er­land. Bei Licht besehen gibt es jedoch auch noch völlig andere Gründe, die für den Amts­träger eine weitaus wich­ti­gere Rolle spielen dürften: näm­lich finanzielle.

Ein selbst ver­kün­deter Rück­tritt würde finan­zi­elle Ansprüche ausradieren

Es sei hier eine kurze Pas­sage aus einem ges­tern auf spiegel​-online​.de erschie– nen Artikel zitiert:

Nach Angaben des nordrhein-​westfälischen Steu­er­zah­ler­bundes käme Sau­er­land ein Rück­tritt offenbar finan­ziell teuer zu stehen. Der Poli­tiker ver­löre dadurch sämt­liche Ansprüche auf Dienst– bezüge und Ver­sor­gung, sagte Jus­ti­tiar Heinz Wirz. Der Experte ver­wies darauf, dass das Lan­des­be­am­ten­ge­setz einen Rück­tritt aus poli­ti­schen Gründen nicht vor­sehe. Sau­er­land müsste einen Antrag auf Ent­las­sung stellen. Damit gingen auch die Pen­sions– ansprüche ver­loren, die sich Sau­er­land vor der Wahl 2004 in vielen Jahren als Ober­stu­di­enrat im benach­barten Kre­feld er– worben habe.

Fritz Pleitgen, Chef des Kulturhauptstadt-​Projekts “Ruhr.2010″, sagte im ZDF-​Morgenmagazin: Die Situa­tion für Sau­er­land sei der­zeit sehr schwierig – unter anderem auch finanziell.

“Er würde alle Ansprüche ver­lieren, er hätte über­haupt keine Pen­sion. Auch da müsste eine Lösung gefunden werden.”

Anm.: Keine Sorge, Adolf Sau­er­land scheint gerade seinen Fall­schrim zu organi– sieren, denn heute heißt es: “Duis­burgs Ober­bür­ger­meister – Linke und Libe­rale ver­langen Abwahl Sau­er­lands”. Im Falle einer Abwahl darf Adolf Sau­er­land natür­lich sein Pen­si­ons­bündel mit­nehmen, das bei rund 77% seiner vor­he­rigen Ver­dienste als Ober­bür­ger­meister der Stadt liegen würde, in dessen Amt Adolf Sau­er­land 10.000 Euro pro Monat nach Hause brachte.

Na, wer von uns würde nicht um Ren­ten­an­sprüche in Höhe von schlappen rund 7.700 Euro kämpfen wie ein Löwe, auch wenn es noch so vieler Win­kel­züge bedürfte und die wei­teren Akti­vi­täten Sau­er­lands Hohn und Spott im Ange­sicht der Opfer und eine schal­lende Ohr­feige für die Duis­burger Bürger bedeuteten?

Man darf hoffen, dass die anschei­nend aus reiner Eitel­keit, Pfau­en­ge­habe und Pres­ti­ge­denken gefällten Fehl­ent­schei­dungen dieses Mannes zumin­dest einmal straf­recht­liche Kon­se­quenzen nach sich ziehen werden.

Aber da Adolf Sau­er­land vor dem ver­meint­li­chen Mit­ver­schulden des Todes von 21 Men­schen eine absolut sau­bere Weste hatte, dürfte ihm seine Tat selbst im Falle einer star­frecht­li­chen Ver­ur­tei­lung mit einer Geld– und Bewäh­rungs­strafe abge­golten werden. Wir wissen nur zu gut, an wel­chen Kri­te­rien sich unsere Justiz orientiert.

Sau­er­land darf sich also bestimmt auf einen red­li­chen Lebens­abend auf Kosten der deut­schen All­ge­mein­heit freuen. Je größer das began­gene Übel, desto be– lang­loser die Strafe. Oder haben wir das nicht vor allem in den letzten Jahren mehr als deut­lich von den Prot­ago­nisten auf höchster Ebene vor­ge­lebt bekom– men? Nur Ver­ant­wor­tung will keiner von ihnen für ihre Taten über­nehmen. Wenn etwas schief geht, waren es immer die anderen.

Wie tief kann eine Gesell­schaft eigent­lich noch sinken?

Quelle: Wirt­schafts­facts – Mit freund­li­cher Geneh­mi­gung. Danke, Roman !

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