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Adolf Sauerland kämpft um seine Rente

Von Roman | Wirtschaftsfacts | - Der (noch) amtierende Oberbürgermeister von Duisburg, Adolf Sauerland, wehrt sich mit Händen und Füßen gegen einen geforderten Rücktritt von seinem Amt, obwohl die Opposition unter Bürgern, Parteien und auch aus den eigenen Reihen immer größer wird.

Ein Rücktritt komme einem Schuldeingeständnis gleich, so Sauerland. Bei Licht besehen gibt es jedoch auch noch völlig andere Gründe, die für den Amtsträger eine weitaus wichtigere Rolle spielen dürften: nämlich finanzielle.

Ein selbst verkündeter Rücktritt würde finanzielle Ansprüche ausradieren

Es sei hier eine kurze Passage aus einem gestern auf spiegel-online.de erschie- nen Artikel zitiert:

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Steuerzahlerbundes käme Sauerland ein Rücktritt offenbar finanziell teuer zu stehen. Der Politiker verlöre dadurch sämtliche Ansprüche auf Dienst- bezüge und Versorgung, sagte Justitiar Heinz Wirz. Der Experte verwies darauf, dass das Landesbeamtengesetz einen Rücktritt aus politischen Gründen nicht vorsehe. Sauerland müsste einen Antrag auf Entlassung stellen. Damit gingen auch die Pensions- ansprüche verloren, die sich Sauerland vor der Wahl 2004 in vielen Jahren als Oberstudienrat im benachbarten Krefeld er- worben habe.

Fritz Pleitgen, Chef des Kulturhauptstadt-Projekts “Ruhr.2010″, sagte im ZDF-Morgenmagazin: Die Situation für Sauerland sei derzeit sehr schwierig – unter anderem auch finanziell.

“Er würde alle Ansprüche verlieren, er hätte überhaupt keine Pension. Auch da müsste eine Lösung gefunden werden.”

Anm.: Keine Sorge, Adolf Sauerland scheint gerade seinen Fallschrim zu organi- sieren, denn heute heißt es: “Duisburgs Oberbürgermeister – Linke und Liberale verlangen Abwahl Sauerlands”. Im Falle einer Abwahl darf Adolf Sauerland natürlich sein Pensionsbündel mitnehmen, das bei rund 77% seiner vorherigen Verdienste als Oberbürgermeister der Stadt liegen würde, in dessen Amt Adolf Sauerland 10.000 Euro pro Monat nach Hause brachte.

Na, wer von uns würde nicht um Rentenansprüche in Höhe von schlappen rund 7.700 Euro kämpfen wie ein Löwe, auch wenn es noch so vieler Winkelzüge bedürfte und die weiteren Aktivitäten Sauerlands Hohn und Spott im Angesicht der Opfer und eine schallende Ohrfeige für die Duisburger Bürger bedeuteten?

Man darf hoffen, dass die anscheinend aus reiner Eitelkeit, Pfauengehabe und Prestigedenken gefällten Fehlentscheidungen dieses Mannes zumindest einmal strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen werden.

Aber da Adolf Sauerland vor dem vermeintlichen Mitverschulden des Todes von 21 Menschen eine absolut saubere Weste hatte, dürfte ihm seine Tat selbst im Falle einer starfrechtlichen Verurteilung mit einer Geld- und Bewährungsstrafe abgegolten werden. Wir wissen nur zu gut, an welchen Kriterien sich unsere Justiz orientiert.

Sauerland darf sich also bestimmt auf einen redlichen Lebensabend auf Kosten der deutschen Allgemeinheit freuen. Je größer das begangene Übel, desto be- langloser die Strafe. Oder haben wir das nicht vor allem in den letzten Jahren mehr als deutlich von den Protagonisten auf höchster Ebene vorgelebt bekom- men? Nur Verantwortung will keiner von ihnen für ihre Taten übernehmen. Wenn etwas schief geht, waren es immer die anderen.

Wie tief kann eine Gesellschaft eigentlich noch sinken?

Quelle: Wirtschaftsfacts – Mit freundlicher Genehmigung. Danke, Roman !

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gelesen: 253 · heute: 3 · zuletzt: 03/09/2010

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