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Von petrapez | Radio Utopie | - Am 28.Juli gab die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Verabschiedung einer Resolution über das Menschen- recht auf Zugang zu sauberen Wasser und Sanitärversorgung bekannt.

Die folgende umfangreiche Dokumentation wirft ein erschreckend erhellendes Licht auf die Rolle der Welthandelsorganisation WTO, der grossen Konzerne, der Banken und Regierungen in ihrem Bestreben, das Wasser auf diesem Pla- neten unter ihre Kontrolle zu bekommen.

Diese Gruppierungen werden diese Resolution, die sie für ihre Zwecke mit un- terstützt haben, nach Strich und Faden dazu missbrauchen, ihre weiteren Ziele der Privatisierung der Wasservorräte voranzutreiben.

Gleiches gilt für viele andere Beispiele wie das “humane” Engagement im Ge- sundheitswesen, dem Klimawandel und der Nahrungsmittelproduktion – es geht ausschliesslich um das Geldverdienen. Einzelne Schicksale spielen absolut keine Rolle.

Alles auf dieser Erde ist für diese Kartelle Ware: vom Menschen selbst als Ar- beitskraft und Konsument angefangen über das Patentieren der Pflanzen, Tiere und Ideen bis hin zum letzten Tropfen Wasser. Sogar die Luft ist eine Ware in Form der Verschmutzungsrechte inklusive dem CO2-Handel.

Die Privatisierung dieses höchsten Gutes des Lebens, das so wie die Sonne und die Luft niemandem auf dieser Welt gehört, schreitet in den meisten Staaten unaufhörlich voran.

Die WTO erpresst Regierungen damit, dass keine Kredite zur Entwicklungshilfe gewährt werden, wenn die Wasserversorgung nicht in die Hände kompetenter Konzerne gelegt werden, die im Interesse der Bevölkerung mit ihrem Wissen und Technologien allein in der Lage sind, den Menschen Zugang zu sauberen Trinkwasser zu gewährleisten.

Es hat sich konsequenterweise herausgestellt, dass eine grosse Anzahl der Armen dadurch von Wasser erst recht abgeschnitten wurden, denn sie können es nicht bezahlen. Es leuchtet jedem ein, dass die Wasserversorgung, die in private Hände gelegt wurde, dem Ziel dient, maximalen Profit zu erwirtschaften. Kein Konzern wäre ein Konzern so wie er heute existiert, würde er nach ethi- schen Gesichtspunkten handeln.

Grosse Staudammprojekte werden von der WTO bevorzugt mit Kreditvergaben finanziert, die mit der Vertreibung der lokalen Bevölkerung mit ihrem bis dahin intakten Gemeindewesen und Selbstversorgung einhergehen.

Die meisten Menschen in den europäischen Ländern mit ihrem zur Selbstver- ständlichkeit gewordenem fliessenden Wasserhahn, Dusche und WC in ihrer Wohnung – der hier als “Standard” festgeschrieben ist – werden in diesem Zusammenhang an die ärmsten Länder und die Slum-Viertel auf dieser Welt denken.

Der Zugang zu sauberen Trinkwasser wird auch in den Industrienationen zu einem zunehmenden Problem durch aktuelle und seit vielen Jahrzehnten einge- leitete Industrieabfälle und Chemikalien, die zum Teil durch das Einbringen in den Boden einer Zeitverzögerung unterliegen, der durch den Grundwasserkreis- lauf bedingt ist.

Hier geht es nicht in erster Linie um Verunreinigungen durch Bakterien sondern um Hormone und Gifte der Industrie. Der Tablettenkonsum ist enorm angewach- sen dank der Pharmaindustrie, die für jede existierende oder eingeredete Krankheit ein Mittel anbietet. Nicht nur für Erkrankungen gilt dieses Überange- bot zu Lasten der Naturheilkunde, sondern auch gesunden Menschen werden schlank- und fitbleibende Mittelchen für einen gesunden Körper angeboten.

Viele Sport- und Kampfstudios sowie Schönheitssalons sind an Vertreiberketten solcher Produkte angeschlossen. Diejenigen, die darauf hereinfallen, sollten zu- erst ihren Geist hygienisch in Ordnung bringen, um dann feststellen zu können, was für einer Verkaufswerbestrategie sie auf den Leim gegangen sind. Keine industriell hergestellte Wirkstoffpille kann ein Naturprodukt ersetzen.

Die Nahrungsmittelproduktion ist zu einer industriellen Massenabfertigung ver- kommen, die mit dem Produzieren von Pflanzen und Tieren unter Einsatz chemischer Stoffe zur Ertragssteigerung anfängt und mit der Verarbeitung und Endfertigung der Erzeugnisse aufhört. Diese Massenindustrie kann nicht mehr ohne Chemiezuschlagsstoffe auskommen. Das Ergebnis ist ein Kunstprodukt, selten noch von ursprünglichen Vitaminen und Spurenelementen versehen, die künstlich wieder zugeführt werden.

Hinzu kommen noch Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Haltbarkeits- und Antiverklumpungsstoffe, viel zu viel Zucker, Süssstoffe, Jod, Fluorid und andere Chemikalien. Diese belasten den Körper und werden zum Teil über den Ausscheidungsprozess in das Grundwasser eingeleitet. Selbst moderne Kläranlagen sind ausserstande, diese Hormone und Gifte aus dem Wasser zu filtern.

Der Anteil der Schadstoffe im Wasser wird durch weitere Industrieansiedelun- gen wie die Petrochemie, die KFZ-Produktion – eben alle Fabrikationen, die eine Industrienation auszeichnen – erhöht. Der industrialisierten Welt ist Nachhaltig- keit auf Grund des Konkurrenzdrucks fremd.

Umweltverbände und Bürgerrechtsbewegungen kämpfen in einem ständigen Kampf wie David gegen Goliath gegen Lobbyverbände an. Kleine Teilerfolge kommen zeitlich gesehen viel zu spät. Studien zum Thema werden gefälscht, unliebsame Ergebnisse unterdrückt oder mit Hilfe fingierter unabhängiger Insti- tute angefertigt. Die Chefetagen lassen mit politischer und finanzieller Unter- stützung ihrer Regierungen Produktionen in andere Länder verlagern, die über die Ansiedelung erfreut sind und nicht genau hinschauen oder über keine Ge- setze verfügen, die die Umwelt schützen.

Selbst in den Industrienationen ist es nicht mehr selbstverständlich, eine unab- hängige Institution zu finden, die bereit ist, belastende Proben zu untersuchen und zu dokumentieren.

Wasser ist ein Mittel der Kriegsführung. Wer sich anmasst, es zu besitzen, will Profit daraus ziehen oder anderen Gruppen seinem Willen und Diktat unterwer- fen. Geschichte und Gegenwart zeugen in unzähligen Beispielen von dieser unseligen Konditionierung einiger Personengruppen, die stets nur Gewalt als Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele kennen.

Der Dokumentarfilm “Flow – Wasser ist Leben” zeigt auf, wie wichtig auch für die Menschen, die das angebliche “Glück” haben, in einer modernen Wohl- standsgesellschaft zu leben, das Menschenrecht auf Zugang zu sauberen und bezahlbaren Wasser ist und wie sehr es gilt, sich für das Überleben der nächs- ten Generationen einzusetzen, damit diese nicht verkrüppelt und deformiert an Körper und Geist die ihnen zugestandene Lebenszeit dahinvegetieren müssen.

Der Mensch neigt dazu, nicht in entfernteren Zeiträumen zu denken und der Gedanke an die Urenkel ist ihm fremd, da sie ihm völlig unbekannt im Dunkeln der Zukunft liegen. Bei der Geburt eines Kindes wird schon an dessen Zukunfts- aussichten gedacht, meist in dem Sinne, dass es den Lebensstandard der Eltern halten oder übertreffen sollte – im finanziell-materieller Hinsicht, versteht sich.

Wie die Kinder dieses Neugeborenen und wiederum deren Nachwuchs leben werden ist schon ausserhalb der normalen Vorstellungskraft. Darüber sich Ge- danken zu machen, Verantwortung durch nachhaltiges Leben auch für nachfol- gende Generationen zu übernehmen, sind nur wenige bereit und in der Lage und wird auch nicht von staatlicher Seite erwünscht und gefördert.

Wäre das anders, würde es kaum Gemeinden geben, die auf ihre autarke Ver- sorgung mit Grundgütern freiwillig verzichten würde. Beim heutigen Stand der Technik könnte jedes Haus über eine eigene Zisterne für die Versorgung der Dusche, das Klosett, die Waschmaschine und die Bewässerung eines Gartens sowie über Solaranlagen zur Teilversorgung von Energie verfügen.

Hier stellt sich in diesem Land die böse Frage, wem gehört eigentlich das Was- ser, das vom Himmel fällt. Kommunen erheben eine Regenwassersteuer, die sich nach Dachfläche und versiegeltem Boden berechnet, auch wenn der Bürger das Wasser in Tonnen zum Giessen seiner Pflanzen auffängt. Grössere Regen- wasserbehälter und Zisternen sind genehmigungspflichtig und können von den Behörden verweigert werden – einzig aus dem Grund, das teure Leitungswas- ser an den Mann zu bringen.

Dabei braucht die kommunale Kanalisation das eingeleitete Regenwasser, dass der Hausbesitzer zahlen muss – in einigen Städten fängt es bei langer Trocken- heit bestialisch aus den Gullis zu stinken an. Diese Probleme der Abzockerei der Kommunen verblassen jedoch angesichts der Milliarden von Menschen, die unt- er ständigen Wassermangel zu leiden haben und für die jeder aufgefangene Tropfen einen Segen bedeutet und eine Frage des Überlebens ist.

Da der Mensch jedoch für sein heutiges Tun oder Unterlassen mit der schon stattgefundenen und immer noch stattfindenden Verseuchung des Bodens und des Wassers für diese späteren Bewohner der Erde den Grundstein für deren lebenswerten Leben oder Siechtums legt, trägt er im Hier und Jetzt die volle Verantwortung – JEDER.

Kein Einziger kann seine Hände in Unschuld waschen und sagen, er hätte nichts damit zu tun oder nichts gewusst. Denn, er weiss es: es gibt genügend Doku- mentationen darüber, selbst in der billigsten Tratschpresse werden Themen wie Umweltgifte oder -unfälle aufgenommen, um mal wieder was Sensationelles zu bringen.

Es gilt, ganzen Kartellen, Syndikaten und Verbrechern an der Menschheit und an dem Leben des Planeten im Interesse unserer Nachgeborenen und auch im eigenen, den Kampf anzusagen.

“Flow” zeigt auf, warum das zwingend notwendig geworden ist und es gibt auch die Hoffnung, dass noch viel mehr Menschen erfolgreiche Initiativen ergrei- fen werden, so wie diese zahlreich in dem Filmbeitrag vorgestellt werden.

Die Bevölkerungen aller Staaten sollte es wie die Regierung in Bolivien machen und die Wasserhaie aus dem Land schmeissen, nachdem sie nach erfolgter Ge- nehmigung zur Verbesserung der Wasserversorgung ihre unersättliche Fratze gezeigt hatten und grosses Elend über Teile der Bewohner gebracht hatten.

Mein besonderer Dank gilt Jörg für den Hinweis auf diese umfangreiche entlarvende Dokumentation über die Folgen der Privatisierung des Wassers.

Flow – Wasser ist Leben 1

 

Flow – Wasser ist Leben 2

Flow – Wasser ist Leben 3

Flow – Wasser ist Leben 4

Flow – Wasser ist Leben 5

Flow – Wasser ist Leben 6

Flow – Wasser ist Leben 7

Flow – Wasser ist Leben 8

Nach uns die Sintflut?

Quelle: Radio Utopie – Mit freundlicher Genehmigung. Dankeschön !

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