SPD — Wasch mir den Rücken aber mach mich nicht nass
Donnerstag, 19. August 2010-13:26 -|- Eingestellt von: Julie |
Von Jochen Hoff | Duckhome | — Tja, es ist schon schwierig, wenn man nach einer verlorenen Wahl mit dem abgewählten Personal wie Frank Walter Steinmeier weitermachen will um ja nicht zu seinen Fehlern stehen zu müssen.
Steinmeier wie Schröder wollten nur die Genossen der Bosse sein und das Großkapital fett füttern. Das war ihr einziges Ziel. Aber die Bosse wollten lieber schwarz/gelb weil die noch verlässlicher beim Ausbeuten helfen.
Dumm gelaufen für die Verräter SPD. Hartz IV, Rente mit 67, Ausbau der Zeit– arbeit genannten Sklavenarbeit, Abbau der Arbeitnehmerrechte und des Kündigungsschutzes, sowie ständiger Druck auf die Löhne haben ihr die Gunst der Bosse nicht kaufen können. Pech gehabt.
Aber die SPD ist ja nicht lernfähig. Anstatt mit den Neoliberalen aus dem Seehei– mer Kreis und den anderen aufzuräumen, die sich als unfähig erwiesen haben und völlig neu anzufangen, kam es zu einem Kompromiss. Steinmeier wurde Fraktionsvorsitzender, die Nahles Generalsekret und Gabriel Obermime. Ledig– lich Müntefering bekam nur eine junge Frau, Steinbrück wird vom Großkapital mit Vortragshonoraren für das belohnt, was er den arbeitenden Menschen angetan hat und tut ansonsten gar nichts mehr.
Die SPD ist nach Ansicht der Demoskopen im Aufwind. Sicher nicht aus Eigenleis– tung, denn sie leistet gar nichts. Sie hat kein Zukunftskonzept und das fällt immer mehr auf. Deshalb soll wenigsten Hartz IV ein wenig angehoben und die Rente mit 67 beseitigt werden.
Aber selbst das ist in dieser zwischen einer starken neoliberalen Rechten und einer schwachen Linken zerrissenen Partei nicht mehr möglich. Der Formelkom– promiss zur Rente mit 67 zeigt das mit der SPD keine Bewegung mehr möglich ist:
Nach Informationen des Berliner "Tagesspiegels" (Donnerstag-Ausgabe) wollen SPD-Chef Sigmar Gabriel, der Fraktionsvorsit– zende Frank-Walter Steinmeier und Generalsekretärin Andrea Nahles dem Parteipräsidium vorschlagen, den Beginn der Reform so lange auszusetzen, bis die Quote der sozialversicherungs– pflichtig Beschäftigten im Alter zwischen 60 und 64 Jahren auf 50 Prozent gestiegen ist. Außerdem knüpft das SPD– Führungs– trio die Reform an flexible Regelungen für besonders belastete Berufsgruppen.
Genau so arbeitet die SPD. Die Zahl der Beschäftigten zwischen 60 und 64 Jah– re wird zwar nie mehr auf 50 Prozent steigen, aber da hilft das Bundesamt für Statistik und die Arbeitsagentur. Die machen jede gewünschte Zahl möglich. Steinmeier kann sein Gesicht wahren, weil die Rente mit 67 bleibt und die Neo– liberalen von den Seeheimern sind auch zufrieden.
Die Nahles und der Gabriel werden ständig daraufhinweisen, dass sie etwas getan haben, was sie gar nicht hätten tun müssen, wenn sie die Rente mit 67 überhaupt nicht eingeführt hätten. Stichtag für all die tollen Maßnahmen soll 2015 sein und bis dahin soll die Rente mit 67 ausgesetzt werden.
Ja die Zukunft wird schön, wenn man mit der SPD träumt, aber wenn man von ihr regiert wird, dann sind all die schönen Zukunftsträume geplatzt und die harte Hand des Kapitals benutzt die SPD als willige Handpuppe und zerdrückt damit die letzten Arbeitnehmer– und Bürgerrechte.
Gabriel, Steinmeier und die Nahles haben es auf jeden Fall wieder einmal ge– schafft, sich den Rücken zu waschen, ohne sich dabei nass zu machen. Das ist aber auch ihre einzige Leistung.
Quelle: Duckhome – Mit freundlicher Genehmigung. Danke, Jochen !
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Kategorie » Arbeit/Gewerkschaft, Parteien u. Politiker, Renten/Riesterrente « | Tags » Arbeit, Frank-Walter Steinmeier, Neoliberalismus, Peer Steinbrück, Rente, Rente mit 67, Sigmar Gabriel, SPD «
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