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Richtig-​Dichtung: Merkels Neujahrsansprache

Samstag, 01. Januar 2011-13:35 -|- Eingestellt von: |

Merkels NeujahrsanspracheVon Unter­schichtler | Wut

Liebe Mit­bür­ge­rinnen und Mitbürger,

Liebe Bür­ginnen und Bürgen,

lassen Sie mich ganz offen sein: […]

glauben sie mir, die ich sonst um keine Lüge ver­legen bin, dass ich hier ganz offen bin.


Als ich vor einem Jahr genau hier saß und zu Ihnen sprach, da habe ich bei aller Zuver­sicht durchaus auch mit gemischten Gefühlen in die Zukunft geschaut, denn unser Land steckte tief in der Finanz– und Wirt­schafts­krise. Es war die schwerste Krise seit über 60 Jahren.

Vor einem Jahr saß ich schon einmal hier, und ich habe mit sehr gemischten Gefühlen in die Zukunft geschaut. Denn die Spe­ku­la­tionen meiner Freunde aus der Banken– und Finanz­mafia in den Bör­sen­ca­sinos der Welt waren so richtig schief gegangen, und zum ersten Mal seit sechzig Jahren hätten meine spen­da­blen und mich stets unter­stüt­zenden Freunde unter den Vam­piren ordent­liche Ver­luste machen können.

Doch zum Glück habe ich es zusammen mit meinen aso­zialen Freunden aus der classe poli­tique, mit der INSM, meinen Spei­chel­le­ckern aus der Jour­naille und diversen so genannten Talk­shows hin­be­kommen, dass überall nur zu hören war, dass die „Ret­tung“ dieser Vam­pire alter­na­tivlos sei. Gut, dass ich das mit der Agi­ta­tion und Pro­pa­ganda damals in der DDR gelernt habe.

Doch trotz aller berech­tigten Sorgen – es wurde ein gutes Jahr für Deutschland.

So wurde es trotz aller Sorgen für einige Men­schen in Deutsch­land ein gutes Jahr — und es regte sich kein ernst­zu­neh­mender Wider­stand. Das erfüllt mich mit großem Opti­mismus, dass ich mit meinen ganzen Ver­bre­cher­freunden auch in Zukunft mit jeder noch so win­digen Nummer durch­kommen werde. Haupt­sache, die Men­schen lassen sich davon ver­blenden, wie gut es Deutsch­land geht und fragen nie­mals danach, wie es der Mehr­zahl der Men­schen in Deutsch­land geht.

Und über eines vor allem können wir uns freuen: Noch nie hatten im geeinten Deutsch­land mehr Men­schen Arbeit als heute. Die Zahl der Arbeits­losen ist die Nied­rigste seit fast 20 Jahren.

Über eines habe ich mich mit meinen Ver­bre­cher­freunden ganz beson­ders gefreut: Noch nie gab es in Deutsch­land so viele Men­schen in völlig recht­losen und skla­ven­haften Elends­ar­beits­ver­hält­nissen wie heute.

Deutsch­land hat die Krise wie kaum ein anderes Land gemeis­tert. Was wir uns vor­ge­nommen hatten, das haben wir auch geschafft: Wir sind sogar gestärkt aus der Krise her­aus­ge­kommen. Und das ist vor allem Ihr Ver­dienst, liebe Mit­bür­ge­rinnen und Mitbürger.

Die pro­fi­tie­rende Min­der­heit in Deutsch­land hat das Schei­tern ihrer ver­ant­wor­tungs– losen Spe­ku­la­tionen in einer Weise gemeis­tert, wie sie sonst auf der Welt nur selten zu beob­achten ist, weil sich, wenn man von der VR China einmal absieht, andern­orts die Men­schen kaum der­maßen belügen lassen, dass sie dar­über ihre eigenen Inter­essen und ihr eigenes Lebens­recht verachten.

Ja, die pro­fi­tie­rende Min­der­heit hat sich sogar ordent­lich Geld in die Taschen stopfen können und ist aus dem Schei­tern ihrer ver­ant­wor­tungs­losen Spe­ku­la­tionen gestärkt her­aus­ge­kommen. Und das, liebe Bür­ginnen und Bürgen, wird vor allem von ihnen bezahlt und geht auf Kosten ihres jet­zigen Lebens und ihrer Zukunft.

Deutsch­land ist so erfolg­reich, weil Sie Tag für Tag Ihre Arbeit machen. Sie sind früh mor­gens auf den Beinen. Sie arbeiten im Schicht­dienst, an Sonn– und Fei­er­tagen. Sie küm­mern sich um Auf­träge und um Ihre Mit­ar­beiter. Sie meis­tern Ihren Alltag, wie schwer er oft auch sein mag.

Eine kleine Min­der­heit der Ein­wohner Deutsch­lands ist so erfolg­reich, weil eine große Mehr­heit der Ein­wohner Deutsch­lands jeden Tag klaglos funk­tio­niert, das eigene Lebens­recht ver­achtet, Pro­pa­ganda mit Wahr­heit ver­wech­selt und das Gehirn an der Gar­de­robe abgibt.

Gemeinsam haben wir Enormes geleistet. Wir haben erfahren, was mög­lich ist.

Gemeinsam ist uns die Leis­tung. Immer mehr Men­schen erbringen immer mehr Leis­tung, damit sich immer weniger Men­schen immer mehr leisten können. Unfassbar, dass das so ein­fach mög­lich ist, da wäre sogar Ulbricht noch nei­disch geworden.

Das ist wichtig, denn wir Deut­schen sind uns unserer Stärken selbst nicht immer bewusst. Unsere Fußball-​Nationalmannschaft hat in Süd­afrika ganz wun­derbar genau die Tugenden gezeigt, die uns stark machen: Fleiß und Dis­zi­plin, Ide­en­reichtum und Technik auf höchstem Niveau.

Es ist wichtig, dass die meisten Ein­wohner Deutsch­lands auch wei­terhin mit­helfen, die Zukunft ihrer Heimat zu zer­stören und den Patrio­tismus mit dem Vuvuzela-​Hupen zur größten kom­mer­zi­ellen Sport­ver­an­stal­tung der Welt ver­wech­seln. Also bleibt schön fleißig, dis­zi­pli­niert, lasst die Besit­zenden durch eure Ideen noch rei­cher werden und kauft euch tech­ni­schen Tinnef aller Art, von dessen Funk­ti­ons­weise ihr nichts versteht.

Nur ein Wort noch zum Fuß­ball: Wenn nächstes Jahr die Frauen-​WM in Deutsch­land statt­findet, dann will unsere Mann­schaft zum dritten Mal den Titel holen. Mit unserer Unter­stüt­zung kann sie es wirk­lich schaffen, ich jeden­falls freue mich schon auf das Eröff­nungs­spiel in Berlin.

Und auch zu den Frauen könnt ihr hupen. Aber das kriegt das Staats­fern­sehen schon hin, dass sich jeder Halb­affe dabei bis zur Ent­geis­te­rung begeis­tert. So etwas müsst ihr für Deutsch­land halten, wäh­rend wir eure Heimat an den Meist­bie­tenden verkaufen.

Aber bei aller Zuver­sicht: Unsere Stärken werden wir auch in Zukunft beweisen müssen – und zwar nicht nur im Fußball.

Was ich euch jetzt erzähle, ist bei­nahe so sport­lich wie Fußball:

Europa steht in diesen Monaten inmitten einer großen Bewäh­rungs– probe. Wir müssen den Euro stärken. Dabei geht es nicht allein um unser Geld. Der Euro ist ja weit mehr als eine Währung.

Der Euro ist mehr als eine Wäh­rung. Der Euro ist der Kern Europas. Der Euro ist die gesamte euro­päi­sche Kultur und Geschichte. Der Euro ist wichtig. Der Euro ist nicht nur Geld, der Euro ist die große Bewäh­rungs­probe. Wir müssen ihn stark machen, egal was geschieht. Diesem großen, staats­hei­ligen Ziel ist alles unter­zu­ordnen. Opfer! Opfer müssen gebracht werden. Es geht ums Über­leben! Jetzt! Und morgen! Und ges­tern! Und in alle Ewigkeit!

Wir Euro­päer – wir sind zu unserem Glück ver­eint. Das ver­einte Europa ist der Garant für unseren Frieden und Frei­heit. Der Euro ist die Grund­lage unseres Wohlstands.

Der Euro ist Frieden. Der Euro ist Frei­heit. Der Euro ist Ein­heit. Der Euro ist Wohl– stand — zumin­dest für jene, deren Inter­essen ich ver­trete. Der Euro ist Glück. Der Euro ist „Wir“. Klingt „wirr“. Macht nichts, ist alles schneller gesagt, als die Hörer denken können.

Deutsch­land braucht Europa und unsere gemein­same Wäh­rung. Für unser eigenes Wohl­er­gehen wie auch, um welt­weit große Auf­gaben zu bewältigen.

Ohne Euro gibt es kein Deutsch­land. Der Euro ist „Wir“. Der Euro ist „Gemeinsam– keit“. Der Euro ist „Wohl­er­gehen“. Der Euro ist wichtig, um „welt­weit große Auf­gaben“ zu bewältigen…

Wir Deut­sche nehmen unsere Ver­ant­wor­tung wahr – auch wenn sie manchmal sehr schwer ist.

…und das ist jedes nur erdenk­liche Opfer in den „welt­weit großen Auf­gaben“ wert, sogar…

Unsere Sol­da­tinnen und Sol­daten in Afgha­nistan mussten in diesem Jahr den Tod von neun Kame­raden ver­kraften. Auch wenn kein Wort von mir das Leid der Fami­lien und Freunde der Gefal­lenen tat­säch­lich mil­dern kann, will ich von Herzen sagen: Ich ver­gesse sie nicht.

…einen ver­fas­sungs­wid­rigen Krieg an der „deutsch-​afghanischen Grenze“. Die Sol­daten der Bun­des­wehr morden und ver­re­cken für den Euro.

Auch die kör­per­lich und see­lisch Ver­wun­deten ver­gesse ich nicht. Ich hoffe so sehr, dass sie rasch wieder gesund werden können.

Ich als Kriegs­herrin sage euch mit zum eisernen Kreuz gekreuzten Fin­gern und eis– kalten Kro­ko­dils­kul­ler­trän­chen, dass mir das Elend dieses ver­bre­che­ri­schen Krieges sehr nahe­geht. Aber ist nur halb so schlimm für die Kriegs­ver­sehrten, das wird schon wieder.

Die Sol­da­tinnen und Sol­daten in Afgha­nistan haben mir erzählt, dass viele Men­schen, auch ganz unbe­kannte, ihnen zu Weih­nachten Briefe und Päck­chen geschickt haben. Sie haben mich aus­drück­lich darum gebeten, Ihnen dafür zu danken. Das tue ich hiermit sehr, sehr gerne.

Die Pro­pa­gan­d­a­be­auf­tragten der Kämpfer an der „deutsch-​afghanischen Grenze“ haben mir erzählt, dass sie nach der ker­ner­schen Weihnachts-​Talkshow von der Front Berge von Briefen und Päck­chen von der Hei­mat­front erhalten hätten und ich bedanke mich im Namen der Pro­pa­gan­d­a­be­auf­tragten der Kämpfer an der „deutsch-​afghanischen Grenze“ für diesen Rück­halt. Das ist toll. Gut, dass Kerner so viel mehr Reich­weite als das Grund­ge­setz hat.

Liebe Mit­bür­ge­rinnen und Mitbürger,

Liebe Bür­ginnen und Bürgen,

so wie wir mit Hoff­nung in die Zukunft bli­cken, so tun das auch die Men­schen in anderen Teilen der Welt. Auch sie haben Vor­stel­lungen davon, wie sich ihr Land ent­wi­ckeln soll. Damit for­dern sie auch uns Deut­sche heraus, nicht stehen zu bleiben.

so, wie jene Min­der­heit der Deut­schen, für deren Inter­essen ich stehe, mit Hoff­nung in die Zukunft bli­cken, so tun das auch Men­schen an anderen Orten in der Welt. Die haben Vor­stel­lungen davon, wel­chen Krieg wir als nächstes führen sollen.

Die christlich-​liberale Bun­des­re­gie­rung setzt des­halb alles daran, im kom­menden Jahr wich­tige Etap­pen­ziele zu erreichen.

Die Bande von Ver­bre­chern, die mich zur Kanz­ler­dar­stel­lerin gemacht hat, setzt des­halb alles daran, im kom­menden Jahr jene Ziele zu errei­chen, die für die Bande, die mich zur Kanz­ler­dar­stel­lerin gemacht hat wichtig sind.

Das wohl wich­tigste: Noch mehr Men­schen sollen Arbeit bekommen können.

Das wich­tigste Ziel: Noch mehr Men­schen sollen in recht­loser Quasi-​Zwangsarbeit für einen Hun­ger­lohn zu Gunsten der Besit­zenden malochen.

Auch werden wir unsere Finanzen weiter in Ord­nung bringen und die Steuern vereinfachen.

Auch werden wir den Bun­des­haus­halt ent­lasten, indem wir das Geld, das wir den Bankstern geschenkt haben, damit diese wei­ter­zo­cken können auf offene und ver­steckte Weise allen aus der Tasche ziehen. Ver­mut­lich werden das unsere Pro­pa­gan­da­schreiber als „Ver­ein­fa­chung“ verkaufen.

Wir wollen den Zusam­men­halt in unserem Land stärken, gerade zwi­schen denen, deren Fami­lien immer schon hier gelebt haben, und denen, die sich als Zuwan­derer integrieren.

Zu Sport­er­eig­nissen wollen wir gern etwas hupend und trö­tend auf­ge­führten Zusam­men­halt in diesem Land, aber nie­mals soll es zu so viel Zusam­men­halt kommen, dass sich die Men­schen auf ihr gemein­sames, jedem Men­schen gehö­riges Lebens­recht besinnen und gemeinsam dafür einstehen.

Auch im nächsten Jahr werde ich zusammen mit meiner ganzen Regie­rung offen mit der Springer-​Journaille zusam­men­ar­beiten, die immer wieder dafür sorgt, dass ras­sis­ti­sche und sexis­ti­sche Gräben zwi­schen den Men­schen stehen und dass sich der Hass der vielen um ihr Leben betro­genen Men­schen nie­mals auf die wirk­li­chen Betrüger richtet. Dank auch an Burda und den Spiegel.

Wir nehmen den Begriff von der Bil­dungs­re­pu­blik Deutsch­land ernst: So schaffen wir viele neue Stu­di­en­plätze und wir führen Bil­dungsgut– scheine ein für Kinder, die bisher zu oft am Rande standen.

Wir Pro­fi­teure des gesell­schaft­li­chen Zer­falls nehmen das mit der Bil­dung ernst. So führen wir den Rückbau der Uni­ver­sität zu einer höheren Berufs­schule weiter, und wir sehen ein, dass es ange­sichts der von uns geschaf­fenen Zustände nur passt, wenn diese Unfug­ver­si­täten von jedem besucht werden. Wir, also ich zusammen mit den Pro­fi­teuren des Elends und der sich ständig aus­wei­tenden Ver­dum­mung, drü­cken dafür auch gern ein paar armen Kin­dern, Kinder sind immer gut für die Pro­pa­ganda, ein paar Gut­scheine in die Hand.

Wir gehen den Weg zur modernsten Ener­gie­ver­sor­gung der Welt, die Klima und Umwelt schont und bezahlbar ist.

Wir Maden am zer­fal­lenden Deutsch­land ver­klappen auch wei­terhin ver­ant­wor­tungslos und auf der Grund­lage mani­pu­lierter Stu­dien radio­ak­tive Abfälle in irgend­welche Atomklo-​Löcher und sind guter Hoff­nung, dass das erst ein Pro­blem der Men­schen nach uns ist.

Wir voll­enden den Wandel der Bun­des­wehr zu klei­neren und fle­xi­blen Streit­kräften, indem wir die Wehr­pflicht durch einen frei­wil­ligen Wehr– dienst ersetzen. Dem Zivil­dienst wird ein Frei­wil­li­gen­dienst folgen. Das alles ist ein Ein­schnitt, ich weiß. Aber es ist auch eine Chance für unser Land, denn wir brau­chen die Soli­da­rität von allen – von Mensch zu Mensch.

Wir neuen Impe­ria­listen und Bru­tal­ka­pi­ta­listen sehen zu, dass wir in Zukunft eine Armee haben, die vor allem aus Men­schen besteht, die sich frei­willig ver­pflichten. Das ist gut, denn das tun vor allem solche Men­schen, die sonst nicht mehr viel werden könnten — und die nicht so leicht ver­misst werden.

So etwas lässt sich besser „ein­setzen“, wenn das mit dem Ein­satz in den interna– tio­nalen Finanz­ca­sinos mal nicht mehr hin­reicht. Trotz der abge­schafften Wehr­pflicht wollen wir aber nicht auf die bil­ligen Arbeits­kräfte für die kirch­li­chen Insti­tu­tionen und das Krank­heits­wesen ver­zichten, des­halb gibts dem­nächst eine wei­tere Form der staat­lich ange­ord­neten Zwangs­ar­beit. Um diesen ver­gif­teten Keks schmack­haft zu machen, nennen wir ihn eine „Chance“, wir nennen ihn „Soli­da­rität“ und wir spre­chen von Mensch­lich­keit, wo es um gesetz­liche Grund­lagen für Bil­lig­ar­beit und Lohndum– ping geht.

Sie kann nie allein vom Staat geleistet werden. Ich danke den vielen Men­schen in unserem Land, jungen wie alten, die wie selbst­ver­ständ­lich und oft unbe­merkt anderen Men­schen helfen.

Jetzt noch schnell einen feuchten Dank an jene hin­ter­her­klat­schen, die sich knechten und ent­rechten lassen.

Liebe Mit­bür­ge­rinnen und Mitbürger,

Liebe Bür­ginnen und Bürgen,

das alles ist Deutsch­land, unser Deutsch­land im 21. Jahr­hun­dert. Das alles trägt zu Zusam­men­halt und Wohl­er­gehen bei. Denn Wohl­er­gehen und Wohl­stand – das heißt nicht nur „mehr haben“, son­dern auch „besser leben“.

das ist Deutsch­land. Das ist Zusam­men­halt und Wohl­er­gehen. Für die Pro­fi­teure des Zer­falls des Landes ists nicht nur „mehr haben“, son­dern auch „besser leben“. Für andere siehts nicht so toll aus, aber für die rede ich auch nicht.

Dafür brau­chen wir Sie: die Men­schen, die etwas besser machen wollen, die sagen: Geht nicht, gibt’s nicht, die eine Idee haben und den Mut, sie auch umzusetzen.

Damit das noch eine Zeit­lang so wei­ter­gehen kann, brau­chen wir immer wieder Deppen, die funk­tio­nieren oder sogar aktiv mit­ma­chen. Die sollen ihre Rück­grat– losig­keit als „Idee“ und als „Mut“ empfinden.

Der Phi­lo­soph Karl Popper hat gesagt: „Die Zukunft ist weit offen. Sie hängt von uns ab, von uns allen.“ Lassen Sie uns in diesem Sinne mit Ideen, mit Neu­gier, mit Lei­den­schaft und mit dem Blick für den Nächsten die Lösung neuer Auf­gaben anpacken.

Unsere Ärsche und Taschen stehen weit offen. Dass in unseren Taschen Geld gesteckt wird und dass in unsere Ärsche gekro­chen wird, das hängt davon ab, dass es immer wieder genug Men­schen gibt, die in unsere Taschen Geld ste­cken und in unsere Ärsche kriechen.

Seien sie neu­gierig, statt aus ihren bis­he­rigen Erfah­rungen zu lernen und das Offen­sicht­liche zu sehen, ent­wi­ckeln sie neue Ideen und eine große Lei­den­schaft, unsere Taschen zu füllen und in unsere Ärsche zu krie­chen. Ja, nennen sie das eine „Auf­gabe, eine „Lösung“ oder — wenn ihnen meine Freunde, die Pfaffen, genug ins Hirn gebissen haben — auch ruhig „Nächs­ten­liebe“! Ver­achten sie sich selbst einfach!

Ich wün­sche Ihnen und Ihren Fami­lien für 2011 Gesund­heit, Kraft, Zufrie­den­heit und Gottes Segen.

Ich wün­sche ihnen und ihren Fami­lien für 2011 in Pfer­de­stärken mess­bare Kraft, gefü­gige Ver­wert­bar­keit, Angst vor jeder Ver­än­de­rung, Dumm­heit und blinden Glauben.

Quelle: Wut

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Bild: geklaut bei Mit​tel​hessen​.de

Anm. d. Red.: Neu­jahrs­an­sprache der Kanz­lerin im Wort­laut (Original)

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Kategorie » Deutschland, Politik/Wirtschaft « | Tags » , «

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gelesen: 351 · heute: 2 · zuletzt: 15. Mai 2012

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