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Analyse: Die tatsächlichen (!) Arbeitsmarktzahlen Februar 2011

Dienstag, 01. März 2011-14:19 -|- Eingestellt von: |

Liebe Leser,

hier nun wieder die regel­mä­ßige Ana­lyse von Sybilla. Die Ver­sion der Bun­des­agentur gibt es als sepa­raten Bei­trag.

Deutsch­land: Arbeits­markt Februar 2011:

Kor­rektur der Sta­tistik der Arbeits­losen und Arbeit­su­chenden für den Januar 2011. Seit Januar hat sich die regio­nale Zustän­dig­keit der Träger der Grund­si­che­rung in Sachsen und Sachsen-​Anhalt verändert.

Im Zuge dieser Trä­ger­ge­biets­re­form kam es im Berichts­monat Januar 2011 bei der Erstel­lung der Arbeits­markt­sta­tistik zu Unge­nau­ig­keiten bei der regio­nalen Zuord­nung der Arbeits­losen und der Schät­zung feh­lender Daten, die nun­mehr rück­wir­kend berich– tigt werden. … Der Bestand an Arbeits­losen erhöht sich da durch für den Januar gering­fügig um 2.770 oder 0,08 Pro­zent auf 3.349.788.

(BA – Bericht Februar 2011 Seite 12)

14.2.2011 — Städte so hoch ver­schuldet wie nie

Zitat:

Trotz des Wirt­schafts­auf­schwungs ste­cken die Kom­munen in Finanz­nöten. Für 2010 ver­zeichnen sie ein Defizit von 9,8 Mil­li­arden Euro, und die Schulden sollen weiter steigen…. Die schwerste Hypo­thek der städ­ti­schen Haus­halte seien die immer weiter wach­senden Sozialausgaben…

Die Zahlen für Februar 2011

BA Bericht Februar 2011 Seite 47 die offi­zi­elle Zahl der regis­trierten Arbeits­losen wird im Februar 2011 von der BA mit 3.317.099 Per­sonen bezif­fert zusätz­lich waren nach vor­läu­figen Schät­zungen der BA waren (im Februar 2011) 1.318.426 Per­sonen in arbeits­markt­po­li­ti­sche Instru­mente beschäf­tigt BA Bericht Februar 2011 Seite 47 (Er– fah­rungs­gemäß steigt diese Zahl in den fol­genden BA Monats­be­richte noch erheb­lich an).

(BA – Bericht Februar 2011 Seite 79 Fuß­note 3 — Es ist von einer Unter­er­fas­sung aus– zugehen, so haben bun­des­weit für 2010 [Januar bis Sep­tember, Daten­stand Dezem– ber 2010 — end­gül­tige Werte] nur ca. 69 % der Träger Daten zum Ein­satz der komm. Ein­glie­de­rungs­leis­tungen (flan­kie­rende Leis­tungen) erfasst.) Im BA– Bericht Dezember 2010 wurde die Erfas­sung mit 76 % angegeben.

Ent­las­tend wirkt außerdem ein seit meh­reren Jahren rück­läu­figes Arbeits­kräf­te­ange– bot,

Bitte beachten sie auch die Fuß­noten zur Unter­er­fas­sung BA Bericht Februar 2011 Seite 79

Unter­be­schäf­ti­gung Februar 2011: (4.287.000) Per­sonen Unter­be­schäf­ti­gungs­quote 10,1 %

7.605.352 Leis­tungs­emp­fänger (Recht­kreis SGB II/​SGB III):

dar­unter:

Arbeits­lo­sen­geld 1.072.747 Personen

erwerbs­fä­hige Hil­fe­be­dürf­tige (Alg II) 4.763.138 Personen

nicht erwerbs­fä­hige Hil­fe­be­dürf­tige (Sozi­al­geld) 1.769.467 Personen

( nicht berück­sich­tigt sind Leis­tungs­emp­fänger von Wohn­geld, Kin­der­zu­schlag, Grund­si­che­rung im Alter, Sozi­al­hilfe SGB XII…)

BA Bericht Februar 2011 Seite 47 3) End­gül­tige Werte stehen erst nach einer Warte– zeit fest. Am aktu­ellen Rand können die Daten auf­grund von Erfah­rungs­werten über– wie­gend hoch gerechnet werden.

Im Oktober 2010 bezogen mit 1,40 Mio gut 29 Pro­zent der erwerbs­fä­higen Leis­tungs– bezieher in der Grund­si­che­rung Ein­kommen aus Erwerbs­tä­tig­keit, 28.000 bzw. 2 Pro– zent mehr als vor einem Jahr. 1,28 Mio der erwerbs­tä­tigen Leis­tungs­be­zieher übten eine abhän­gige Beschäf­ti­gung aus, wäh­rend 126.000 aus­schließ­lich oder zusätz­lich einer selbst­stän­digen Tätig­keit nach­gingen. (BA Bericht Februar 2011 Seite 22)

Bedarfe /​Leis­tungen /​Ein­kommen — sta​tistik​.arbeits​agentur​.de

Was haben ergän­zendem Hartz IV/​ALG II und Kobra­schwänze gemein

Viele dachten und manche „Experten“ for­derten ein Kom­bi­lohn­model (ergän­zendes ALG II/​Hartz IV) zur Redu­zie­rung die Arbeits­lo­sig­keit in D. Als in den 1930ern Indien von einer Kobrain­va­sion heim­ge­sucht wurde, setzten die Behören eine Fang­prämie auf Kobra­schwänze aus, was dazu führte das Kobrasch­lange gezüchtet wurden, aber deren Redu­zie­rung nicht förderte.

Drn gleiche Effekt ist nun am Arbeits­markt zu beob­achten, mit ergän­zenden ALG II Leis­tungen züchtet der Arbeits­markt Kom­bi­lohn­ar­beits­plätze, aber die Zahl der Leis– tungs­emp­fänger wird dadurch kaum redu­ziert, die Belas­tung der Kom­munen und die Belas­tung der Soli­dar­ge­mein­schaft der Steu­er­zahler steigt weiter an. Die Sozi­alkas– sen ver­lieren Einnahmen.

Das Fazit ergän­zende Hartz IV/​ALG Leis­tungen setzen die fal­schen Anreize, besser wäre es die Arbeit­geber zur Schaf­fung von sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tiger Arbeit zu moti­vieren, somit würden die Kom­munen und die Soli­dar­ge­mein­schaft der Steu­erzah– ler ent­lastet, auch die Sozi­al­kassen pro­fi­tieren mehr von sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tiger Arbeit als von Niedriglöhnen.

417.000 gemel­dete Stellen,

nicht sai­son­be­rei­nigt belief sich der Bestand im Februar auf 417.000 Arbeits­stellen. Nach Wirt­schafts­zweigen dif­fe­ren­ziert beruht das Plus in der glei­tenden Jah­ressum– me zu mehr als der Hälfte auf Mel­dungen aus der Arbeit­neh­mer­über­las­sung (+ 255.000 oder + 55 Pro­zent). (BA Bericht Februar 2011 Seite 10/​11)

Zahl der Erwerbstätigen

Als Erwerbs­tä­tig­keit zählt: Tätig­keit (Mini-​Job) einem Ein-​Euro-​Job nach­gehen und Per­sonen in Mut­ter­schutz oder Elternzeit.…!!!

Erwerbs­tä­tige — Defi­ni­tion der Inter­na­tio­nalen Arbeits­or­ga­ni­sa­tion (ILO) Und selbstver– ständ­lich wird die die Zahl der Erwerbs­tä­tigen ebenso wie die Zahl der Arbeits­losen nicht durch genaues zählen son­dern durch Hoch­rech­nungen und Schät­zungen ermit– telt.

Die Erwerbs­tä­ti­gen­zahlen der Erwerbs­tä­ti­gen­rech­nung stützen sich auf eine Viel­zahl von sta­tis­ti­schen Quellen, um mög­lichst alle ver­füg­baren Daten­quellen in die Schät­zung ein­fließen zu lassen.

Die mani­pu­la­tive Propaganda-​Aussage, dass die Erwerbs­tä­tig­keit und die sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tige Beschäf­ti­gung auf immer neue Höchst­stände steigt, können Sie guten Gewis­sens der Pipi Lang­strumpf Welt der Mär­chen und Mythen zuordnen.

Die Krux ist, das jede/​r das schei­tern von Hartz IV erkennen kann, ohne das er/​sie nur einen Blick auf Sta­tis­tiken benötigt.

Alleine die finan­zi­ellen Mehr­aus­gaben der Kom­munen und des Bundes seit 2005 sind der Beweis, dass das ange­strebte Ziel der Ent­las­tung der Sozi­al­haus­halte nicht nur nicht erreicht wurde son­dern das die Sozi­al­haus­halte der Kom­munen mit der Einfüh– rung von Hartz IV sprich­wört­lich, wie die Zahl der Per­sonen in Armut/​Armutsgefähr– dung, explo­diert sind.

In einen Satz die Gemein­schaft der Steu­er­zahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leis­tungs­emp­fänger erhalten weniger. (als 2004)

Das Geld ver­si­ckert in Arbeitsmarkt-​Maßnahmen (Bürgerarbeit/​Ein Euro Job/​…) und ergän­zenden ALG II/​Hartz IV Zah­lungen 1,4 Mil­lionen Per­sonen (Mini­jobber, Leih und Zeit­ar­beit, pre­käre Beschäftigung…)

Grund­satz der Hartz IV – Ideologie:

„Ein Arbeits­loser ist solange an seiner Arbeits­lo­sig­keit selbst schuld, bis er das Gegen­teil beweisen kann“

Fazit der Zahlen

Der Ver­gleich der Leis­tungs­emp­fänger Per­sonen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leis­tungs­emp­fänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Per­sonen bezif­fert) ebenso wie der Ver­gleich der Leistungsempfänger

Im Januar 2005 waren 7.676.457 Per­sonen im Leis­tungs­bezug (ALG I, ALG II, Sozi­al­geld)

Im Februar 2011 waren 7.605.352 Per­sonen im Leis­tungs­bezug (ALG I, ALG II, Sozi­al­geld)

Ergibt im Ver­gleich zu Dezember 2004 einen stolzen Anstieg von rund 75 % neben– bei­er­halten rund 1 Mil­lion Per­sonen Sozi­al­hilfe (SGB XII)in der immer noch be– ste­henden Sozialhilfe.

Im Ver­gleich zu Januar 2005 ist nur ein mar­gi­naler Rück­gang – ca. 70.000 Leis­tungs– emp­fänger fest­stellbar (unter Berück­sich­ti­gung der Demo­grafie) ist kein Rück­gang (son­dern ein pro­zen­tu­eller Anstieg bezogen auf die Erwerbs­fä­higen) der Leis­tungs­emp­fänger im Recht­kreis (SGB II/​SGBII) 2005 vs.2011 ersichtlich.

So ist auch nicht nach­voll­ziehbar trans­pa­rent dar­ge­stellt, dass neben der Gruppe der Maß­nahmen Teil­nehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jäh­rigen und über 58 jäh­rigen die Kranken und Arbeits­lose die extern betreut werden aus der Sta­tistik der Arbeits­losen ver­schwunden sind, obwohl auch diese Per­sonen arbeitslos sind.

Der deut­sche Arbeits­markt ist offen­sicht­lich nicht, wie die Medien gleich klin­gend be– richten, eine Insel der Glück­se­ligen in einem Meer der hohen Arbeits­lo­sig­keit in Europa und den USA.

Sybillas Kom­mentar

Das Ziel der Voll­be­schäf­ti­gung also dem urei­genen Bedürfnis eines Men­schen, dass ein Erwerbs­tä­tiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbst­be­stimmte Exis­tenz für sich und seine Familie (ohne ergän­zende Hartz IV Leis­tungen) gestalten möchte/​kön– nen muss, bleibt auch im deut­schen Arbeits­markt ein uner­fülltes Ziel, das Ziel wurde von der Politik und teilen der Gesell­schaft augen­schein­lich aufgegeben.

Das Ziel der Arbeits­markt­re­form der Politik und teilen der Gesell­schaft ist das jeder Arbeits­lose irgendwie in Ein Euro Job; Bür­ger­ar­beit; Maß­nahmen, Mini­jobs oder im Nied­rig­lohn­be­reich beschäf­tigt wird. In der Regel ver­laut­bart der BA unter großem eupho­ri­schem Jubel der öffent­lich recht­li­chen Staats­me­dien und vieler Print-​Medien, dass die sta­tis­tisch erfasste Zahl der Arbeits­losen gesunken ist.

Auf mich wirkt diese Sze­nerie nahezu hys­te­risch. Der Plan ist zwar wie von der Politik gewünscht, im Sinne der ver­öf­fent­lichten Zahlen über­er­füllt. Aber viele ver­muten ( sie– he Kom­men­tare der Online Artikel) das die Zahlen zur Erwerbs­tä­tig­keit und zur Arbeits­lo­sig­keit in den BA Berichten ver­kürzt wie­der­ge­geben und von der Politik und den Medien ein­seitig ten­den­ziös inter­pre­tiert werden.

Ich ver­mute gar, die Sta­tistik des Arbeits­marktes gleicht einen Potem­kin­sches Dorf, sie wird durch das Her­aus­rechnen vieler Arbeits­loser (Ein Euro Jobber; Bür­gerar– beiter, 0 Euro Prak­ti­kanten…) fein her­aus­ge­putzt, um den tat­säch­li­chen, ver­hee­renden Zustand des Arbeits­marktes zu ver­bergen. Ober­fläch­lich wirkt die Sta­tistik durch die Zahl der Unter­be­schäf­tigten aus­ge­ar­beitet und beein­dru­ckend, es fehlt ihr aber an Substanz.

So wird rei­ße­risch und tri­um­phal ein Beschäf­ti­gungs­re­kord und ein Rekord der offenen Stellen ver­laut­bart aber gleich­zeitig wurden die Bei­träge für die GKV auf 15,5 % + Zusatz­bei­träge diverser Kran­ken­kassen ange­hoben. Wenn es tat­säch­lich einen Beschäf­ti­gungs­re­kord der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tigen Arbeits­ver­hält­nisse geben würde, dann dürften die Bei­träge zur GKV nicht steigen son­dern sinken. Wem hilft ein Beschäf­ti­gungs­re­kord der mit 0 € Prak­tika, 1 € Jobs, Bür­ger­ar­beit, Beschäf­ti­gung– und Übfirmen sowie einen Heer von 400 € Jobber erreicht wurde. ?

Wie ist die Mel­dung von den Rekord der offenen Stellen ein­zu­ordnen? Im BA Bericht Februar 2011 werden auf den Seiten 10/​11 ledig­lich 417.000 gemel­dete Stellen ausge– wiesen in der BA – Job­börse Stand 01.03.11 steigt die Zahl wun­der­bare Weise auf 724.956 Stellen an. Ist das ein erneutes Wunder?

Eher nicht, bei der Erfas­sung der offenen Stellen ent­stehen durch die Ein­be­zie­hung diverser Job­börsen ent­stehen Mehr­fach­nen­nung– Redun­danzen, so wird aus einem offenen Arbeits­platz, der in 10 Job­börsen auf­ge­führt ist, leicht 10 offene Stellen. Der Erfolg am Arbeits­markt begründet sich im Nied­rig­lohn­sektor, der Zeit und Leih­ar­beit (Erpres­sung am Arbeits­platz — Wie Leih­ar­beiter aus­ge­nutzt werden), den Ein Euro Jobs (Städte miss­brau­chen Ein-​Euro-​Jobs) und in der so genannten Bür­ger­ar­beit. Diese Art der Beschäf­ti­gung ist und bleibt meines Erach­tens Blend­werk und Men– schenunwürdig.

Wem außer der Politik der BA Zah­len­sta­tistik oder den chro­nisch klammen Kommu– nen, ist diese Art der Beschäf­ti­gung hilf­reich? Den/​Der Arbeits­losen? Den/​Der Steuerzahler/​in ? George Fitz­hugh publi­zierte um 1854 ein Buch, in dem er sagte:

„Einige Men­schen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestie­felt und gespornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“

Ist das der ideo­lo­gi­sche Grund­ge­danke der Ein Euro Jobs und der so genannten „Bür– ger­ar­beit“ Wem nützt eine krea­tive Arbeits­lo­sen­sta­tistik, wenn diese nur auf­grund von Schät­zungen, Hoch­rech­nungen der BA und der sta­tis­ti­schen Zähl­wiese eine Zahl der Arbeits­losen um 3 Mil­lionen Per­sonen ermit­telt? Wie hoch wäre die Zahl der Arbeitslo– sen im Februar 2011 wenn diese mit den Grund­lagen von 1992 gezählt würden? Fragen über Fragen, der BA Bericht bleibt und die Politik bleibt viele Ant­worten schul– dig.

Fuß­noten

Fuß­noten zur Unter­er­fas­sung BA Bericht Februar 2011 Seite 79

1) Die Hoch­rech­nung am aktu­ellen Rand ist der­zeit auf­grund feh­lender Erfah­rungs– werte oder tech­nisch nicht rea­li­sierbar, darum ist der Ver­gleich mit Vor­jah­res­ergeb– nissen nur ein­ge­schränkt möglich.

2) Die Ein­mal­leis­tungen umfassen: Ver­mitt­lungs­gut­schein, För­de­rungen aus dem Ver– mitt­lungs­budget, Sach­mittel für Selbst­stän­dige, sowie Ein­mal­leis­tungen zu den sonsti– gen wei­teren Leis­tungen nach § 16 (2) S. 1 SGB II und zur Freien För­de­rung nach § 16f SGB II

3) Es ist von einer Unter­er­fas­sung aus­zu­gehen, so haben bun­des­weit für 2010 [Ja– nuar bis Sep­tember, Daten­stand Dezember 2010 — end­gül­tige Werte] nur ca. 69 % der Träger Daten zum Ein­satz der komm. Ein­glie­de­rungs­leis­tungen (flan­kie­rende Leistun– gen) erfasst.

4) Als Daten­grund­lage dienen Zahl­daten, die grund­sätz­lich je Kalen­der­monat im Nach– hinein erfasst werden. Zugänge des aktu­ellen Berichts­mo­nats sind somit nur bis zum Ende des Vor­mo­nats verfügbar.

5) Aus daten­schutz­recht­li­chen bzw. tech­ni­schen Gründen werden der­zeit nicht alle Teil­nahmen erfasst. Bis auf wei­teres ist von einer Unter­er­fas­sung der Teil­nahmen auszugehen.

7) Auf Grund der Trä­ger­ge­biets­re­form in Sachsen und Sachsen-​Anhalt zum 1. Januar 2011 ergeben sich Unter­er­fas­sungen bei ein­zelnen Job­cen­tern in kom­mu­naler Trägerschaft.

8 ) Die indi­vi­du­elle För­de­rung der Teil­nehmer mit Beginn ab 01.01.2009 erfolgt auf Grund­lage des zum 01.01.2009 ein­ge­führten § 46 SGB III.

9) Ab Januar 2009 werden revi­dierte Werte auf Basis von Abrech­nungs­listen berichtet, bis Dezember 2008 erfolgt die Ermitt­lung der Werte auf Basis von Betriebs­meldun– gen.

5. Sta­tis­ti­sche Hin­weise zur Arbeits­markt­po­litik — Ent­las­tung durch Arbeits­markt– politik und Unter­be­schäf­ti­gung — BA Februar Bericht 2011 Seite 42 – 45

….

Fol­gende arbeits­markt­po­li­ti­sche Instru­mente werden aktuell in die Ent­las­tungs­rech– nung der BA einbezogen:

- Voll­zei­t­äqui­va­lent der Kurz­ar­beit: Zahl der Kurz­ar­beiter mal durch­schnitt­li­chem Ar– beitszeitausfall,

- Maß­nahmen des zweiten Arbeits­marktes: Arbeits­ge­le­gen­heiten, ABM, Beschäfti– gungszuschuss

- beruf­liche Wei­ter­bil­dung (ein­schl. Reha), Eig­nungs­fest­stel­lungs– und Trai­nings– maß­nahmen (ein­schl. Reha; Restabwick-​lung), Maß­nahmen zur Akti­vie­rung und beruf­li­chen Eingliederung

- Vor­ru­he­stand­s­ähn­liche Rege­lungen: Inan­spruch­nahme des § 428 SGB III im Rechts– kreis SGB III (Rest­ab­wick­lung), Per­sonen in geför­derter Alters­teil­zeit, Rege­lung des § 53 a Abs. 2 SGB II

- För­de­rung der Selb­stän­dig­keit: Grün­dungs­zu­schuss, Ein­stiegs­geld Vari­ante Selb­stän­dig­keit und Existenzgründungszu-​schuss (Ich-​AG; Restabwicklung).

Außerdem werden Per­sonen, die arbeits­un­fähig sind und Arbeits­lo­sen­geld auf Basis des § 126 SGB III beziehen, zur Unterbe-​schäftigung gezählt.

….

Erstellt von Sybilla am 01.03.11

Jeder darf diesen Bericht unter Hin­weis auf die Autorin frei verwenden.


Mel­dungs­über­sicht

Auf­schwung xxxl: Bin­nen­konsum — Deutsch­land ver­liert an Kaufkraft

ILO Ver­gleichs­studie: Ver­gleichs­studie Löhne in Deutsch­land sinken weiter

Global Wage Report 2010: Kurz­fas­sung auf Deutsch (PDF, 578 kB) Neben den mode­raten Tarif­ab­schlüssen der ver­gan­genen Jahre sind die Aus­wei­tung des Niedriglohn-​Sektors und die Zunahme von aty­pi­schen Beschäftigungsformen11 – wie Zeit­ar­beit und 400-​Euro-​Jobs – wesent­liche Gründe für das schlechte Abschneiden Deutschlands…

ILO — Inter­na­tional Labour Office (2010): Global Wage Report 2010/​11: Wage Poli­cies in Times of Crisis, Geneva.

Sozi­al­ex­perten warnen vor dras­tisch stei­gender Altersarmut

Kin­der­armut in Deutsch­land besorgniserregend

wei­tere Hintergrundinfos

Zunahme von Nied­rig­löhnen — Experten warnen vor Folgen für das Sozialsystem

Sta­tis­ti­sches Bun­desamt — Pres­se­mit­tei­lung Nr.505 vom 22.12.2009 — Deut­li­ches Defizit der Kom­munen im ersten bis dritten Quartal 2009

Es han­delt sich aber­mals um ein Para­doxon einer­seits spricht der Staats­jour­na­lismus vom „Job­wunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeits­losen von rund 5 Mil­lionen 2005 auf rund 3 Mil­lionen 2010 gesungen ander­seits Seit der Ein­füh­rung von Hartz IV sind die Unter­kunfts­kosten deut­lich ange­stiegen: von 8,7 Mil­li­arden Euro im Jahr 2005 auf vor­aus­sicht­lich elf Mil­li­arden Euro in diesem Jahr.

Das Geschäft mit der Armut und den Armen

Ein Euro Jobs oder Bür­ger­ar­beit oder Pfle­ge­helfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.Mitt­ler­weile tau­chen in den Medien immer mehr Bei­spiele dubioser Sozi­al­firmen auf, zumeist gemein­nüt­zige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, beson­ders lukra­tive Struk­turen aufzubauen.

Dienst­ma­se­rati und Traum­ren­dite — Vom neuen Pro­fit­streben in der Sozialarbeit

Manu­skript zur Sen­dung als PDF-​Dokument

Audio — Pod­cast

Zitat:

Die GmbH erlaubt viele Mög­lich­keiten Gewinne her­aus­zu­ziehen — trotz Gemein– nüt­zig­keit. Für Stefan Thy­roke, Ber­liner ver.di-Betreuungssekretär für die Branche, ist der Bereich der freien Träger ein "Sumpf­ge­biet", in dem Fälle von Filz und Kor­rup­tion fast all­täg­lich seien.

Viel­leicht hat Harald Ehlert den Fehler gemacht, sich als Pro­pa­gan­da­trommler einer Ent­wick­lung zu posi­tio­nieren, die in einer selt­samen Unüber­sicht­lich­keit abläuft. Staat, Wohl­fahrts­ver­bände und gemein­nüt­zige Gmbhs koope­rieren diskret.

Die aktu­elle For­de­rung von Frau Merkel "Pflege statt Hartz IV" ist ein wei­teres Mosa­ik­stein­schen, einer Gedanken-​Welt in der Kinder von Hartz IV Fami­lien mit (Bil– dungs)Chipkarten und Pfle­ge­be­dürf­tige mit Hartz IV Leis­tungs­emp­fänger ver­sorgt wer– den sollen.

Bei objek­tiver Betrach­tung scheinen die neo­li­be­ralen Wahn­ideen der Obrig­keit anhand der Leistung/​Nutzen Rech­nung des Human­ka­pi­tals ( der Bürger) immer deut­li­cher durch.

Umstel­lung der Sta­tistik der gemel­deten Arbeitsstellen

Quelle der Daten: Neue Inter­net­adresse

Sta­tistik der Bun­des­agentur für Arbeit

Quelle der Daten BA Bericht Februar 2011

Erstellt von Sybilla am 01.03.11 12 Uhr 00

Jeder darf diesen Bericht unter Hin­weis auf die Autorin frei verwenden

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