Analyse: Die tatsächlichen (!) Arbeitsmarktzahlen Mai 2011
Dienstag, 31. Mai 2011-14:00 -|- Eingestellt von: Julie |
Liebe Leser,
hier nun wieder die regelmäßige Analyse von Sybilla. Die Version der Bundesagentur gibt es als separaten Beitrag.
Deutschland: Arbeitsmarkt Mai 2011:
Die Zahlen für Mai 2011
BA Bericht Mai 2011 Seite 52
Zahl der registrierten Arbeitslosen 2.960.112 Personen
zusätzlich waren 1.272.059 Personen in arbeitsmarktpolitischen Instrumenten beschäftigt (BA – Bericht Mai 2011 Seite 84 Fußnote 3
Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010, Daten– stand März 2011, nur ca. 68 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliede– rungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst)
Unterbeschäftigung Mai 2011: (4.178.614 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 9,8 %
7.255.830 Leistungsempfänger (Rechtskreis SGB II /SGB III):
darunter:
Arbeitslosengeld 775.320 Personen – Tendenz sinkend
erwerbsfähige Hilfebedürftige (ALG II) 4.725.140 Personen – Tendenz gleich bleibend
nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.755.370 Personen — Tendenz gleich bleibend
( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung im Alter, Sozialhilfe SGB XII…)
(BA Bericht Mai 2011 Seite 20)
Außer den Leistungsempfängern gab es im Dezember noch 342.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 89 Prozent Leistungen
Im Dezember 2010 bezogen 2.828.000 Personen oder 51 Prozent Leistungen, ohne arbeitslos zu sein.
470.000 gemeldete Stellen, … In saisonbereinigter Betrachtung haben die Stellenmel– dungen gegenüber dem Vormonat erneut abgenommen, und zwar um 8.000… Nach Wirtschaftszweigen differenziert beruht das Plus in der gleitenden Jahressumme zu mehr als der Hälfte auf Meldungen aus der Arbeitnehmerüberlassung (+254.000 oder +50 Prozent). (BA Bericht Mai 2011 Seite 10/11)
Der Erfolg am Arbeitsmarkt fußt auf prekärer Beschäftigung darunter über 7 Millionen Minijobs und rund 1 Millionen Personen die in Zeitarbeit beschäftigt sind.
Jubelnd-jaulende Hofhunde: Daß heute der größte Teil der Massenmedien seine Auf– gabe darin sieht, sozusagen als Dauer-Ambulanz zur Lebensrettung der Regierung im 24-Stunden-Einsatz 365 Tage im Jahr tätig zu sein, darüber gibt es keinen Zweifel.… Auf dem Wege der Selbstgleichschaltung, der intellektuellen Selbstentmannung, hat man auf das Recht der Kritik verzichtet und hat sich in den Chor weitgehend jubelnd-jaulender Hofhunde eingereiht …
Ist das ein Zitat von Karl Marx, Gregor Gysi oder von Sarah Wagenknecht?
Weit gefehlt, das Zitat stammt von keinen geringeren als Franz Josef Strauß.
BA Bericht Mai 2011 Seite 23
Im Januar 2011 bezogen mit 1,35 Mio knapp 29 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbe-rechtigten in der Grundsicherung Einkommen aus Erwerbstätigkeit.
Bedarfe /Leistungen /Einkommen — statistik.arbeitsagentur.de
Die Bevölkerungsgruppe 0 – 65 Jahre
2005 waren 66.567.900Personen zwischen 0 und 65 Jahre alt.
0 – 15 Jahre 11.649.800 Personen 15 – 65 Jahre 54.918.100 Personen
2009 waren 64.900.400 Personen zwischen 0 und 65 Jahre alt.
0 – 15 Jahre 11.022.600 Personen 15 – 65 Jahre 53.877.800
Die Zahl der Personen zwischen 0 und 15 Jahren (Rechtkreis SGB II/SGBIII)
verringerte sich zwischen 2005 und 2009 um 627.200 Personen.
Die Zahl der Personen zwischen 15 und 65 Jahren (Rechtkreis SGB II/SGBIII)
verringerte sich zwischen 2005 und 2009 um 1.040.300 Personen.
Das heißt, die Entwicklung des Personenkreises, der für den Rechtskreis (SGB II /SGB II) in Frage kommt ist vor allem durch die demografische Entwicklung bestimmt, die (Altersgruppe 0 — 65 ) hat sich zwischen 2005 — 2009 um 1.667.500 Personen verringert, der Arbeitsmarkt wurde erheblich entlastet.
Jubel, Trubel, Heiterkeit die deutschen Medien feiern, wieder unter 3 Millionen regis– trierte Arbeitslose, viele sprechen von der Schnellstraße zur Vollbeschäftigung – ich füge hinzu, leider mit über 1000 Tafeln.
Lügen mit Zahlen Lügen mit Zahlen — Die scheinbare Objektivität von Statistik | Studiozeit • Aus Kultur– und Sozialwissenschaften | Deutschlandfunk
…"Denn wenn die Wirtschaft wächst, können wir auch mehr für das Soziale ausgeben. Wenn man sich die Zahlen anguckt, ist man völlig überrascht. Da ist nämlich die Sozialleistung überhaupt nicht gestiegen. Sie sind halt seit 1991 so um die 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, worin wir unsere Wirtschaft messen.
Und wenn man dann noch länger in die Vergangenheit zurückguckt, halt in den Bereich von Westdeutschland, dann ist es seit 1975, haben wir, geben wir konstant 30 Prozent für Soziales aus. Und jetzt wird der Schuh ein ganz anderer. Unsere sozialen Probleme sind seit 1975 massiv gewach– sen. Wir geben aber anteilsmäßig genau so viel aus wie 1975. Also haben wir keinen Wildwuchs, sondern eine Beschneidung des Sozialen.".…
Viele Medien verkünden im Gleichklang mit euphorischer Jubel in triumphierender Einheit mit Politik und Wissenschaft das abermalige absinken der registrierten Arbeitslosigkeit unter die Zahl von 3 Millionen. Das dieser "Erfolg" vor allem aus der statistischen Definition von Arbeitslosigkeit entspringt wird in der Berichterstattung nur selten erwähnt.
Aber die Statistik wurde dementsprechend gestaltet. Die Zahl der Leistungsempfänger (weit über 7 Millionen erhalten alleine ALGI, ALG II. Sozialgeld — ohne Personen die Kinderzuschlag oder Sozialhilfe oder Altersgrundsicherung erhalten) übertrifft diese Zahl um mehr als das doppelte.
Woran erkennt man moderne Sklaverei? Woran erkennt man moderne Sklaverei? — Berliner Tagung "Arbeitsausbeutung und | Studiozeit • Aus Kultur– und Sozialwissenschaften | Deutschlandfunk
Ob in der Landwirtschaft oder im Pflegebereich: Viele Menschen arbeiten sehr viel — für sehr wenig Geld.… Und dann wissen wir, dass die Zahl von den Frauen, die in den Haushalten arbeiten, dass das mit Sicherheit in die Zehntausende geht. Aber zählen können wir sie nicht."
Wie viele Menschen in Deutschland für einen Hungerlohn und teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten, darüber gibt es keine Statistik. Wer allerdings die Augen offen hält, kann Arbeitsausbeutung täglich beobachten, sagt Dorothee Frings.…..
Woran erkennt man moderne Sklaverei? — Audio mp3
Zurzeit gibt es in D rund 7,3 Millionen Personen mit Minijob (400 €) und ca. 1 Millionen Personen in Leih und Zeitarbeit.
TARIF: Regale füllen für 1,86 Euro die Stunde — Die Gewerkschaften beklagen die Ausweitung des Niedriglohnsektors.Tatsache ist allerdings, dass in Deutschland nach jüngsten Statistiken der Bundesagentur für Arbeit knapp 4,5 Millionen Menschen im sogenannten Niedriglohnsektor arbeiten. „Heute Niedriglohn, morgen Altersarmut“
Aber Arbeitsministerin Ursula von der Leyen meint:
"Der deutsche Arbeitsmarkt ist aufnahmefähig wie ein Schwamm“
Zuletzt gebetsmühlenartig im Morgenmagazin von ARD und ZDF vom 31.05.11 vorgetragen.
Der BA Jobbörse sind mit Redundanzen (Mehrfachnennungen einer Stelle) 818.175 Stellen bekannt hingen der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen laut ihrer Aussage im ARD und ZDF Morgenmagazin 31.05.11 über 1 Million offene Stellen bekannt sind.
Dieser Arbeitsmarkt, also der Arbeitsmarkt der Minijobs und Niedriglohnsektor wie Leiharbeit, waren immer aufnahmefähig wie ein Schwamm. Allerdings führt diese Art der Beschäftigung (Stundenlöhne unterhalb von 10 €) auf direkten Weg in die Altersarmut, Familienarmut und Kinderarmut.
http://www.boeckler.de/img_struktur/…mp_2011_02.gif
Auf Sand gebaut — Die Schattenseiten des Aufschwungs Auf Sand gebaut — Die Schattenseiten des Aufschwungs | Zeitfragen | Deutschlandradio Kultur
Auf Sand gebaut — Die Schattenseiten des Aufschwungs Die deutsche Wirtschaft steht gut da, doch immer mehr Menschen können von ihrer Ar– beit nicht leben, jedes neunte Kind in Deutschland wächst in Armut auf, die Finanznot der Kommunen ist dramatisch. Eine Erkundung in den Niede– rungen des sozialen Alltags. Massenarbeitslosigkeit? Das war gestern. Laut Statistik gibt es immer weniger Arbeitslose, und die prognostizierten Wachstumsraten weisen in eine rosige Zukunft. Leiharbeit, prekäre Be– schäftigung und andere staatlich subventionierte Arbeit werden dabei aus– geblendet. Angesagt ist Optimismus…..
Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument Deutschland Radio Berlin Zeitfragen – Das Politische Feature Redaktion: Constanze Lehmann 2. Mai 2011 Auf Sand gebaut ? Die Schattenseiten des Aufschwungs Von Ruth Jung
7,3 Millionen Mini-Jobber — Ansteigende Armut im Aufschwung — Der Boom der Billiglohnarbeitsplatze immer mehr Arbeitnehmer die jeden Tag früh aufstehen und zur Arbeit gehen leben in Armut oder sind armutsgefährdet.
Sybillas Kommentar
Das Ziel der Vollbeschäftigung, also dem ureigenen Bedürfnis eines Menschen, dass ein Erwerbstätiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbstbestimmte Existenz für sich und seine Familie (ohne ergänzende Hartz IV ALG II Leistungen) gestalten möchte/können muss, bleibt auch im „Aufschwung der Mini und Billigjobs“ am deutschen Arbeitsmarkt ein unerfülltes Ziel, das Ziel wurde von der Politik und teilen der Gesellschaft augenscheinlich aufgegeben.
Das Ziel der Arbeitsmarktreform der Politik und Teilen der Gesellschaft ist, dass jeder Arbeitslose irgendwie in Ein Euro Job; Bürgerarbeit; Maßnahmen, Minijobs oder im Niedriglohnbereich der Zeitarbeit beschäftigt wird.
In der Regel verlautbart die BA unter großem euphorischem oder gar hysterischem Jubel der jubelnd-jaulenden Hofhunde, also der öffentlich rechtlichen Staatsmedien und vieler Print-Medien, dass die statistisch erfasste Zahl der Arbeitslosen wieder unter 3 Millionen gesunken ist.
Auf mich wirkt diese Szenerie nahezu hysterisch. Der Plan ist zwar wie von der Politik gewünscht im Sinne der veröffentlichten Zahlen übererfüllt. Aber viele vermuten (siehe Kommentare der Online Artikel), dass die Zahlen zur Erwerbstätigkeit und zur Arbeits– losigkeit in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und den Medien einseitig tendenziös interpretiert werden.
Ich vermute gar, die Statistik des Arbeitsmarktes gleicht einen potemkinsches Dorf, sie wird durch das Herausrechnen vieler Arbeitsloser (Ein Euro Jobber; Bürgerar– beiter, 0 Euro Praktikanten…) und mit 7,3 Millionen Mini-Jobber fein herausgeputzt, um den tatsächlichen Zustand des Arbeitsmarktes zu verbergen. Oberflächlich wirkt die Statistik durch die Zahl der Unterbeschäftigten ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihr aber an Substanz.
So wird reißerisch und triumphal ein Beschäftigungsrekord und ein Rekord der offenen Stellen verlautbart aber gleichzeitig wurden zum einem die Beiträge für die GKV auf 15,5 % + Zusatzbeiträge diverser Krankenkassen angehoben und zum anderen sind immer mehr Krankenkassen trotz „Arbeitsmarktwunder“ von der Insolvenz bedroht.
Wenn es tatsächlich einen Beschäftigungsrekord der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse geben würde, dann dürften die Beiträge zur GKV nicht steigen sondern die GKV Beiträge müssten sinken.
Wem hilft ein Beschäftigungsrekord der mit 0 € Praktika, 1 € Jobs, Bürgerarbeit, Be– schäftigung– und Übfirmen sowie mit 7,3 Millionen Mini-Jobber erreicht wurde. ?
Seit 1992 sind die Einkommen der ärmsten 10 Prozent der Bevölkerung um 13 Prozent gesunken, die Einkommen der reichsten 10 Prozent hinge– gen um 31 Prozent gestiegen. Innerhalb von drei Jahren hat sich die Zahl der in Armut lebenden Kinder verdoppelt. Und die Zahl der Menschen, die Grundsicherung im Alter beantragt haben, wächst kontinuierlich.
Was haben ergänzendes Hartz IV/ALG II und Kobraschwänze gemein
Viele dachten und manche „Experten“ forderten ein Kombilohnmodel (ergänzendes ALG II /Hartz IV) zur Reduzierung die Arbeitslosigkeit in D. Als in den 1930ern Indien von einer Kobrainvasion heimgesucht wurde, setzten die Behören eine Fangprämie auf Kobraschwänze aus, was dazu führte das Kobraschlange gezüchtet wurden, aber deren Reduzierung nicht förderte.
Der gleiche Effekt ist nun am Arbeitsmarkt zu beobachten, mit ergänzenden ALG II Leistungen züchtet der Arbeitsmarkt Kombilohnarbeitsplätze, aber die Zahl der Leis– tungsempfänger wird dadurch kaum reduziert, die Belastung der Kommunen und die Belastung der Solidargemeinschaft der Steuerzahler steigt weiter an. Die Sozialkas– sen verlieren Einnahmen.
Renteversicherung: Altersarmut, sinkende Beiträge, Mini-Rentenerhöhungen
Das Fazit: ergänzende Hartz IVLeistungen setzen die falschen Anreize, besser wäre es die Arbeitgeber zur Schaffung von sozialversicherungspflichtiger Arbeit zu motivie– ren, somit würden die Kommunen und die Solidargemeinschaft der Steuerzahler entlastet, auch die Sozialkassen profitieren mehr von sozialversicherungspflichtiger Arbeit als von Niedriglöhnen.
Renteversicherung: Altersarmut, sinkende Beiträge, Mini-Rentenerhöhungen
Zahl der Erwerbstätigen
Als Erwerbstätigkeit zählt: Tätigkeit (Mini-Job) einem Ein-Euro-Job nachgehen und Personen in Mutterschutz oder Elternzeit.…!!!
Zitat:
Erwerbstätige — Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)
Und selbstverständlich wird die die Zahl der Erwerbstätigen ebenso wie die Zahl der Arbeitslosen nicht durch genaues zählen sondern durch Hochrechnungen und Schät– zungen ermittelt.
Die manipulative Propaganda-Aussage das die Erwerbstätigkeit und die sozial– versicherungspflichtige Beschäftigung auf immer neue Höchststände steigt, können Sie guten Gewissens der Pipi Langstrumpf Welt der Märchen und Mythen zuordnen.
Alleine die finanziellen Mehrausgaben der Kommunen und des Bundes seit 2005 spre– chen eine deutliche Sprache. Das angestrebte Ziel der Entlastung der Sozialhaushalte wurde trotz des „Erfolgs“ nicht nur nicht erreicht, sondern dass die Sozialhaushalte der Kommunen mit der Einführung von Hartz IV sprichwörtlich, wie die Zahl der Personen in Armut/Armutsgefährdung, sind ebenso wie die Minijobs und Billigjobs explodiert.
In einen Satz die Gemeinschaft der Steuerzahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leistungsempfänger erhalten weniger. (als 2004)
Das Geld versickert in Arbeitsmarkt-Maßnahmen (Bürgerarbeit/Ein Euro Job/…) und ergänzenden ALG II /Hartz IV Zahlungen von ca. 1,4 Millionen Personen (Minijobber, Leih und Zeitarbeit, prekäre Beschäftigung…)
Grundsatz der Hartz IV — Ideologie
„Ein Arbeitsloser ist solange an seiner Arbeitslosigkeit selbst schuld, bis er das Gegenteil beweisen kann“
Fazit der Zahlen
Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leistungsempfänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Personen beziffert)
Im Mai waren 7.255.830 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld) Das ist ein Plus von über 3 Millionen Personen oder ca. 70 %
Zitat:
Zitat:
14.2.2011 — Städte so hoch verschuldet wie nie
Zitat:
Unter Berücksichtigung der Demografie ist kein Rückgang (sondern ein prozentueller Anstieg bezogen auf die Erwerbsfähigen) der Leistungsempfänger im Rechtkreis (SGB II/SGBII) 2005 vs.2011 ersichtlich. So ist auch nicht nachvollziehbar transparent dargestellt, das neben der Gruppe der Maßnahmen Teilnehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jährigen und über 58 jährigen die Kranken und Arbeitslose die extern betreut werden aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind obwohl auch diese Personen arbeitslos sind.
(Erpressung am Arbeitsplatz — Wie Leiharbeiter ausgenutzt werden) den Ein Euro Jobs (Städte missbrauchen Ein-Euro-Jobs) und in der so genannten Bürgerarbeit diese Art der Beschäftigung ist und bleibt meines Erachtens Blendwerk und Menschenunwürdig. Wem außer der Politik der BA Zahlenstatistik oder den chronisch klammen Kommunen, ist diese Art der Beschäftigung hilfreich? Den/Der Arbeitslosen? Den/Der Steuerzahler/in ?
George Fitzhugh publizierte um 1854 ein Buch, in dem er sagte: „Einige Menschen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestiefelt und ge– spornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“ Ist das der ideologische Grundgedanke der Ein Euro Jobs und der so genannten „Bürgerarbeit“.
Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik, wenn diese nur aufgrund von Schät– zungen, Hochrechnungen der BA und der statistischen Zählwiese eine Zahl der Ar– beitslosen um 3 Millionen Personen ermittelt? Wie hoch wäre die Zahl der Arbeitslosen im April 2011 wenn diese mit den Grundlagen von 1992 gezählt würden?
Fragen über Fragen, der BA Bericht und die Politik (Frau von der Leyen) bleiben viele Antworten schuldig.
Fußnoten
BA Bericht Mai 2011 Seite 46….
5. Statistische Hinweise zur Arbeitsmarktpolitik — Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik und Unterbeschäftigung — BA Bericht April 2011 Seite 45
Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden aktuell in die Entlastungsrechnung der BA einbezogen:
Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden aktuell in die Entlastungsrechnung der BA einbezogen:
- Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
- Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes: Arbeitsgelegenheiten, ABM, Beschäftigungszuschuss
- berufliche Weiterbildung (einschl. Reha), Eignungsfeststellungs– und Trainingsmaßnahmen (einschl. Reha; Restabwick-lung), Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
- Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III (Restabwicklung), Perso-nen in geförderter Altersteilzeit, Regelung des § 53 a Abs. 2 SGB II
- Förderung der Selbständigkeit: Gründungszuschuss, Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit und Existenzgründungszuschuss (Ich-AG; Restabwicklung).
Außerdem werden Personen, die arbeitsunfähig sind und Arbeitslosengeld auf Basis des § 126 SGB III beziehen, zur Unterbeschäftigung gezählt
….
Meldungsübersicht
Aufschwung xxxl: Binnenkonsum — Deutschland verliert an Kaufkraft
ILO Vergleichsstudie: Vergleichsstudie Löhne in Deutschland sinken weiter
Der Satz "Neben den moderaten Tarifabschlüssen der vergangenen Jahre sind die Ausweitung des Niedriglohn-Sektors und die Zunahme von atypischen Beschäftigungsformen *11 – wie Zeitarbeit und 400-Euro-Jobs – wesentliche Gründe für das schlechte Abschneiden Deutschland" befindet sich auf Seite 2 die letzten 3 Zeilen des Fließtextes.
Ebenfalls auf Seite 2 befindet sich die aufschlussreiche Fußnote 11
30.12.2010, 11:52 Senioren Sozialexperten warnen vor steigender Altersarmut
Kinderarmut in Deutschland besorgniserregend
3. Armuts– und Reichtumsbericht der Bundesregierung
Zahl der Privatinsolvenzen 2010 auf neuem Höchststand
weitere Hintergrundinfos
Zunahme von Niedriglöhnen — Experten warnen vor Folgen für das Sozialsystem
Statistisches Bundesamt — Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 — Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009
Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen (allerdings ist Zahl der 7 Mini-Jobber um 1,6 Millionen angestiegen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr.
Das Geschäft mit der Armut und den Armen
Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.
Dienstmaserati und Traumrendite — Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit
Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument
Zitat:
…
Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.
Quelle der Daten BA Bericht Mai 2011
Erstellt von Sybilla am 31.05.11
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Kategorie » Arbeit/Gewerkschaft « | Tags » Arbeit, Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktdaten, Statistik, Sybilla «
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