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Die Linke verbieten, Verfassungsschutz schützen!

Mittwoch, 25. Januar 2012-10:33 -|- Eingestellt von: |

Von Uli Gel­ler­mann | Ratio­nal­ga­lerie | — Da regen sie sich auf, die Damen und Herren von der LINKEN. Nur weil der Ver­fas­sungs­schutz das macht, was er machen soll: Die LINKE beob­achten, um die Ver­fas­sung schützen. Und wer ins Pro­gramm der LINKEN schaut, der weiß auch warum.

Da schreiben die: "Dass wir in einer Klas­sen­ge­sell­schaft leben, lässt sich an der zuneh­mend unglei­chen Ver­tei­lung von Ein­kommen und Ver­mögen ablesen." Das ist Aufruf zum Klas­sen­hass. Sicher steht in der Ver­fas­sung irgendwo, dass Reich reich sein soll und Arm arm. Das war bisher in allen deut­schen Rei­chen so.

Oder nehmen Sie diese Programm-​Passage: "Die Gewinne der Glo­ba­li­sie­rung werden pri­va­ti­siert, die Ver­luste sozia­li­siert. Gleich­zeitig wird der repres­sive Über­wa­chungs­staat aus­ge­baut." Wäh­rend unsere deut­sche Wirt­schaft sich tapfer auf den Welt­märkten schlägt, will die LINKE ihr den Dolch in den Rücken stoßen, und wendet sich dann auch noch aggressiv gegen eine solide Über­wa­chung, also gegen den Verfassungsschutz.

Sowas gehört ver­boten. Da hat der Innen­mi­nister schon recht, wenn er erklären lässt: "Nur weil es öffent­li­chen Pro­test gibt, kann das nichts an der Not­wen­dig­keit der Beob­ach­tung durch den Ver­fas­sungs­schutz ändern."

Diese Auf­re­gung, nur weil es Akten über ein paar Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete gibt! Die Beamten des Schutzes sind doch auch Men­schen, die kann man doch nicht so übel beschimpfen. Da greift unsere Kanz­lerin tapfer ein und lässt ihren Spre­cher auf die Frage, ob denn der Herr Gysi auch ein Ver­fas­sungs­feind sei, sagen:

"Die Bun­des­kanz­lerin kennt sehr viele Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete. Was sie von dem einen oder anderen privat hält, ist das eine. Ein gesetz­li­cher Auf­trag ist das andere."

Genau. Privat ist privat. Und Amt ist Amt.

Schon Marx hat die Wei­ber­ge­mein­schaft gepre­digt. Aber die Saue­reien der LINKEN gehen ja noch weiter: "DIE LINKE unter­stützt das Recht auf sexu­elle und geschlecht­liche Viel­falt in der Gesell­schaft", schreiben die in ihrem Programm.

Ja, wenn wir bei denen nicht unter die Bett­decke gucken täten, würde sich Deutsch­land doch abschaffen, bei den vielen Schwulen und Lesben, die alle keine Kinder kriegen. Das ist doch Wehr­kraft­zer­set­zung, ist das. Und diese Zer­set­zung setzen die fort, wenn sie auch noch die NATO abschaffen wollen, obwohl die doch ein fester Bestand­teil des Grund­ge­setzes ist, oder so.

"Für DIE LINKE ist Krieg kein Mittel der Politik", schreiben die, obwohl wir doch in den letzten Jahren völlig erfolg­reich, zum Bei­spiel in Afgha­nistan, unsere Wirt­schafts­in­ter­essen auf das Tap­ferste ver­tei­digt haben. Wenn der Ver­fas­sungs­schutz diese Brüder und Schwes­tern nicht ständig im Auge hätte, wäre längst fol­gendes passiert:"DIE LINKE kämpft für die Ver­än­de­rung der Eigentumsverhältnisse."

Da haben Sie es. Wenn unsere Banken ver­staat­licht würden, gäbe es kein Geld mehr, und wenn das weg wäre, würden wir alle ver­hun­gern. Schluss wäre mit lustig und mit "Wacht auf Ver­dammte dieser Erde." Die Ver­dammten könnten dann gleich liegen bleiben.

Aber der Höhe­punkt, der Höhe­punkt ist dieser: "Wir for­dern das Verbot aller Orga­ni­sa­tionen der extremen Rechten", steht im Links­pro­gramm. Das wendet sich direkt gegen das Amt.

Weil, wegen der vielen V-​Leute bei den Nazis kann die Behörde nicht mehr zwi­schen Drinnen und Draußen unter­scheiden, also wer Mit­glied bei der NPD ist oder beim Schutz, oder umge­kehrt, wer Amts-​Kamerad ist oder in einer "Freien Kame­rad­schaft". Das war schon immer so: Als das Amt 1950 gegründet wurde, waren jede Menge strammer Gestapo-​Leute dabei, beamtet oder nur als "Infor­melle Mitarbeiter".

In dieser guten Tra­di­ti­ons­linie steht auch, dass zum Bei­spiel der linke Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Wolf­gang Gehrcke schon seit über 50 Jahren vom Amt betreut wird. Da soll der sich doch freuen, wenn der Schutz ihn im Auge hat, dann kann ihm doch nichts pas­sieren. Jetzt regen sich alle auf, dabei ist der Kampf gegen den Links­ter­ro­rismus guter Brauch in Deutschland.

Da ist es dann schön, wenn einer wie der GRÜNE Cem Özdemir selbst die Ärmel auf­krem­pelt . "Wir schonen die Links­partei nicht", sagte Özdemir, "den Ver­fas­sungs­schutz brau­chen wir dazu nicht." Da schießt er ein wenig über das Ziel hinaus, aber dass man die LINKEN nicht schonen darf, das hat er gut begriffen, der Cem.

Der Ver­fas­sungs­schutz jeden­falls muss geschützt werden. Auch und gerade vor einer Ver­fas­sung, die immer noch for­dert, dass nie­mand wegen seiner poli­ti­schen Anschauung benach­tei­ligt werden darf.

Quelle: Ratio­nal­ga­lerie

Mit freund­li­cher Geneh­mi­gung zur Wie­der­gabe hier auf Mein Politik­blog. Danke, Uli !

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Kategorie » Parteien u. Politiker, Überwachung/Zensur, Verfassung « | Tags » , , , , , «

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