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E.ON beruhigt dumme Verbraucher

Samstag, 04. Februar 2012-12:14 -|- Eingestellt von: |

Von Walter Klotz | The Intel­li­gence | — Düs­sel­dorf – „Ich würde gern wissen, wie das mit den erneu­er­baren Ener­gien weiter geht. Wird immer genug davon da sein?“ Auf diese selten gestellte, aber tief­sin­nige Frage der inter­na­tional bekannten Verbraucherinteressen-​Aktivistin Frau Kuhn geht der Ener­gie­kon­zern E.ON in seiner TV-​Kampagne ein.

Prof. Dr. Ralf Nigrün, Leiter der Forschungs-​Abteilung bei E.ON, legte hierzu neu­este wei­ter­füh­rende Stu­dien offen.

„Die Sorge der ras­sigen jungen Dame ist durchaus ver­ständ­lich. Aber, auch wenn der Öko-​Hype sonst viele fal­sche Vor­stel­lungen weckt, im Prinzip deutet doch Vieles darauf hin, dass erneu­er­bare Ener­gien erneu­erbar sind. Wahr­schein­lich werden sie nicht so bald ver­braucht sein.“

In letzter Zeit waren ver­schie­dene füh­rende Strom­er­zeuger kri­ti­siert worden, ihre Wer­be­spots würden eine nicht vor­han­dene Umwelt­freund­lich­keit sug­ge­rieren. Die E.ON-AG, der welt­größte pri­vate Energie-​Lieferant, ent­schloss sich daher zu einer trans­pa­ren­teren Öffentlichkeitsarbeit:

Zur besten Sen­de­zeit und auf eigene Kosten wird renom­mierten Kri­ti­kern wie Frau Kuhn ein öffent­li­ches Forum für scharf­sin­nige Grundsatz-​Erwägungen geboten, auf die auch umge­hend geant­wortet wird. Ohne sich in Details zu ver­lieren erklärt E.ON Frau Kuhn gegen­über, man würde „die Zukunft der Energie gestalten“.

Bescheiden ver­zichtet der Kon­zern auf den Hin­weis, dass er den Ver­brauch erneu­er­barer Ener­gien nur langsam ein­leitet, um die knappen Res­sourcen zu schonen. Im Jahr 2010 z.B. stammten gerade einmal 8% des gelie­ferten Stroms aus rege­ne­ra­tiven Quellen, stolze 68% wurden aus den nahezu uner­schöpf­li­chen fos­silen Brenn­stoffen gewonnen und wei­tere 24% aus natür­li­chem, nur leicht auf­be­rei­tetem Uran.

In ver­trau­li­chen Hintergrund-​Gesprächen mit auf­ge­schlos­senen Fach-​Journalisten räumen meh­rere bedeu­tende Energie-​Versorger aller­dings ein, bei erneu­er­baren Ener­gien gäbe es noch unge­klärte recht­liche wie wirt­schaft­liche Aspekte. Kaum erör­tert sei bis­lang der Strah­len­schutz bei Sonnenenergie-​Anlagen.

Müssten diese nicht bei höherer Strah­len­be­las­tung wegen der dünner wer­denden Ozon­schicht abge­schaltet werden? Müsste nicht unter Gleichbehandlungs-​Gesichtspunkten die Brennelemente-​Steuer auch für Was­ser­kraft­werke gelten?

e.on

Sind die Kosten land­schafts­ver­schan­delnder Wind­parks und Hoch­span­nungs­lei­tungen zu ver­ant­worten, wenn ein bil­liges AKW den Strom auch direkt im zu ver­sor­genden Bal­lungs­zen­trum erzeugen kann? Solange diese Unsi­cher­heiten bestünden, wolle man nicht im Übermaß in rege­ne­ra­tive Ener­gien investieren.

Anders als bei den kon­ven­tio­nellen Ener­gie­quellen gelte es zudem, die Fol­ge­pro­bleme von vorn­herein zu bedenken. Prof. Nigrün wies darauf hin, dass die Frage der End­la­ge­rung bei sämt­li­chen rege­ne­ra­tiven Ener­gie­formen noch völlig unge­klärt sei. „Man kann doch seinen Wind nicht ein­fach fahren oder sein Wasser ein­fach laufen lassen!“

Anmer­kung der Redaktion:

Falls sie obigen Artikel für schamlos über­trieben, wenn nicht sogar für erstunken und erlogen halten, dann haben sie recht. Das sind typi­sche Stil­mittel einer Satire. Eine solche haben sie gerade gelesen. Ledig­lich der TV-Spot(t) mit der unsäg­lich dummen Frage ist echt, aber sehen sie selbst:

Quelle: The Intel­li­gence

Mit freund­li­cher Geneh­mi­gung zur Wie­der­gabe hier auf Mein Politik­blog. Dankeschön!

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Kategorie » Energie, Satire/Glosse/Humor « | Tags » , , , , , , , «

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