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Straftaten durch V-​Leute?

Samstag, 15. Oktober 2011-13:58 -|- Eingestellt von: |

Poli­zei­ge­werk­schafts­chef Wendt: Brandflaschen-​Zündler jagen | Von Redak­tion junge Welt | — Die Dis­kus­sion um die in Berlin und Bran­den­burg an Bahn­an­lagen gefun­denen Brand­fla­schen wird immer bizarrer: Der Vor­sit­zende der Deut­schen Poli­zei­ge­werk­schaft, Rainer Wendt, for­derte am Freitag den Ein­satz ver­deckter Ermittler, die auch bereit sein müßten, sich an »sze­ne­ty­pi­schen« Straf­taten zu betei­ligen. »Sonst bleibt ihr Ein­satz ein stumpfes Schwert«, sagte Wendt der Osna­brü­cker Zeitung.

Ange­sichts der »Eska­la­tion linker Mili­tanz werden wir nicht umhin kommen, die links­ex­tre­mis­ti­sche Szene viel inten­siver als bisher mit ver­deckten Ermitt­lern zu unterwandern.«

Seit Montag waren laut Bun­des­an­walt­schaft in Berlin und in Bran­den­burg an neun Stellen 17 »Brand­sätze« gefunden worden – Fla­schen mit einer brenn­baren Flüs­sig­keit und weit­ge­hend funk­ti­ons­un­tüch­tigen Zeit­zün­dern. Nur zwei waren in Flammen auf­ge­gangen, hatten jedoch ledig­lich Sach­schaden ange­richtet. Per­sonen wurden nicht ver­letzt, einige Bahn­ver­bin­dungen waren meh­rere Stunden unterbrochen.

In einem »Beken­ner­schreiben« hatte eine Gruppe namens »Hekla« am Montag den Afghanistan-​Einsatz der Bun­des­wehr als Anlaß für die Aktion bezeichnet. In einer wei­teren Erklä­rung vom Don­nerstag hieß es, die Gefähr­dung von Men­schen­leben sei aus­ge­schlossen worden. Ziel sei es gewesen, »die Signal– und Daten­kom­mu­ni­ka­tionen zu unterbrechen«.

Die jW vom Freitag hatte aller­dings auf Unge­reimt­heiten hin­ge­wiesen. Bahn-​Beschäftigte hatten u. a. berichtet, es sei ein »kaum noch nach­voll­zieh­barer Zufall«, daß die Fla­schen ange­sichts des weit­läu­figen Stre­cken­netzes so schnell hätten gefunden werden können. Das deute auf »hell­se­he­ri­sche Fähig­keiten der Ein­satz­leiter« hin.

Andere Insider berich­teten am Freitag, in der Nacht, in der einer der letzten Brand­sätze angeb­lich depo­niert wurde, sei die ent­spre­chende Bahn­strecke rou­ti­ne­mäßig durch einen Poli­zei­hub­schrauber über­wacht worden. Mög­li­cher­weise habe der Zündler nur Glück gehabt – oder aber über genauere Infor­ma­tionen über den Zeit­punkt der Über­flüge verfügt.

Der oder die Täter müßten jeden­falls intime Kenner der Bahn­an­lagen sein. Der in einem Tunnel am Ber­liner Haupt­bahnhof gefun­dene Brand­satz sei so depo­niert gewesen, daß er im toten Winkel der Kameras lag, mit denen der Tunnel über­wacht wird.

Quelle: junge Welt

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Kategorie » Politik/Wirtschaft « | Tags » , , «

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