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US-​Imperialismus kurz erklärt

Freitag, 12. Juni 2009-15:15 -|- Eingestellt von: |

Von Redak­tion

Das Wesen des US-​Imperialismus ist gar nicht so schwer zu ver­stehen. So sieht der US-​amerikanische Impe­ria­lismus in einer sim­plen Grafik aus. Er ist hier dar­ge­stellt in einer ein­fa­chen Zahl, den Rüs­tungs­aus­gaben, die ver­gli­chen werden mit den Rüs­tungs­aus­gaben des Restes der Welt. Was die USA mit dem vielen Geld kon­kret machen, dass sie für Rüs­tung aus­geben, steht in wesent­li­chen Teilen außer Frage.

Ein Blick auf den Irak und nach “AfPak” zeigt es deut­lich. Die USA führen mit ihrem domi­nie­renden Mili­tär­budget in aller Welt bru­tale Erobe­rungs­kriege, die zum Ziel haben, mit einem Regime-​Change den USA genehme Mario­net­ten­re­gie­rungen ein­zu­setzen. Bilder davon, wie das prak­tisch aus­sieht, sollen die Men­schen, wenn es nach dem Willen der USA geht, lieber nicht sehen.

Dau­er­haft stabil werden die US-​Marionettenregimes in aller Welt dadurch gemacht, indem die USA dafür sorgen, dass die Medien in den eroberten Län­dern den Bevöl­ke­rungen weiß­ma­chen, die von den USA ein­ge­setzte Mario­net­ten­re­gie­rung sei das Beste für sie. Schluckt die Bevöl­ke­rung des eroberten Landes die Pro­pa­ganda der USA nicht, dann wird mit ein paar Ter­ror­an­schlägen unter fal­scher Flagge von den Besat­zern etwas nach­ge­holfen, solange bis die Bevöl­ke­rung bereit ist, zu ihrer Sicher­heit eine Mario­net­ten­re­gie­rung der USA zu akzep­tieren. Medien, die die Pro­pa­ganda der USA nicht mit­ma­chen, werden des Ter­ro­rismus bezich­tigt und ent­weder ein­fach aus­ge­bombt oder, sofern das Besat­zungs­re­gime bereits eine ihnen will­fäh­rige Polit­justiz instal­liert hat, mit Hilfe dieser Justiz abge­schaltet.

Die USA bieten den Bevöl­ke­rungen dazu ver­schie­dene Mario­netten zur Aus­wahl, die sie schwarz, rot, grün, blau oder gelb anstrei­chen. Poli­tiker, die keine Mario­netten sind, werden von der von den USA auf­ge­bauten Pro­pa­ganda als Gefahr für die Demo­kratie und den Frieden bezich­tigt. Länder, in denen die Bevöl­ke­rung die US-​Propaganda soweit geschluckt hat, dass sie ein poli­ti­sches System beste­hend aus US-​Marionetten mehr­heit­lich unter­stützen, nennen die USA Demokratie.

Länder, die eine Demo­kratie im Sinne der in den USA regie­renden Mafia sind, also Länder, in denen die USA erfolg­reich Mario­net­ten­re­gie­rungen instal­liert haben, werden dann mit Hilfe eben dieser Mario­netten von den USA sys­te­ma­tisch aus­ge­plün­dert. Die von den Besat­zern instal­lierte Pro­pa­ganda ver­kauft den Bevöl­ke­rungen der eroberten Länder das Aus­plün­dern als erstre­bens­werten Export­über­schuss. Export­über­schuss bedeutet im Prinzip nichts anderes, als dass mehr Waren das Land ver­lassen als hineingehen.

Die Natur der Export­ge­schäfte mit den USA ist schnell beschrieben: es findet ein Tausch von Gütern gegen Papier statt, das mit den Bil­dern von toten US-​Präsidenten bedruckt ist. Mario­net­ten­re­gie­rungen der USA können dafür dann bei­spiels­weise im Namen der Bevöl­ke­rung des eroberten Landes Wert­pa­piere von Firmen wie Lehman Bro­thers kaufen oder völlig über­zo­gene Straf­ge­bühren für die Nut­zung von soge­nanntem “geis­tigen Eigentum” ein­treiben.

Die USA können auch ein­fach nahezu beliebig große wei­tere Mengen Papier mit den Bil­dern bedru­cken, und sie tun es reich­lich. In der Pro­pa­ganda wird das Aus­wei­tung der Geld­menge zur Bekämp­fung von Defla­tion genannt. Reale Güter müssen die USA für die von ihnen impor­tierten Güter nicht zurück­geben. Impe­ria­lismus ist ein loh­nendes Geschäft. Ein Teil der Gewinne aus den Geschäften mit den erfolg­reich eroberten Län­dern wird dann für die Stei­ge­rung der Rüs­t­ung­aus­gaben ver­wendet und die Erobe­rung des nächsten Landes vorbereitet.

Diese US-​Politik der Erobe­rungs­kriege ist nicht neu und auch keine Erfin­dung des Regimes von George W. Bush. Ein kurzer Blick auf die Geschichte der US-​Feldzüge in aller Welt zeigt, dass die USA schon sehr, sehr lange Erobe­rungs­kriege führen. Zur Lan­des­ver­tei­di­gung der USA war kein ein­ziger dieser impe­rialen Feld­züge not­wendig. Auch Barack Obama setzt die Kriegs­po­litik nahtlos fort. Er hat mitten in der großen Sozi­al­krise die Rüs­tungs­aus­gaben der USA noch einmal deut­lich gestei­gert. Seine Sol­daten sind in der ganzen Welt sta­tio­niert und machen dort Demo­kratie und ame­ri­ka­ni­schen Frieden.

Wider­stand gegen den US-​Imperialismus oder Unter­stüt­zung der Beset­zung der Welt durch die USA, das ist eine poli­ti­sche Frage, die welt­weit zen­trale Bedeu­tung hat.

Quelle: Mein Par­tei­buch

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Kategorie » Gesellschaft/Soziales, Krieg, USA « | Tags » «

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